mini|hochkant|St. Dionysius in Munderkingen Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Dionysius steht in Munderkingen, der kleinsten Stadt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Ehingen-Ulm in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen.
Geschichte und Architektur Die Pfarrkirche St. Dionysius wurde urkundlich erstmals 1262 erwähnt und war dem Kloster Marchtal inkorporiert. Die ursprünglich romanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert wurde 1500–10 in eine Pseudobasilika mit sechs Jochen umgebaut, die aus einem Langhaus, deren Wände von Strebepfeilern gestützt werden, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor und einem Kirchturm auf quadratischem Grundriss im Osten des nördlichen Seitenschiffes besteht. Auf seinen achteckigen Geschossen sitzt eine Zwiebelhaube, die von einer Laterne bekrönt wird.
1699–1701 wurde der Chor der Kirche gänzlich neu errichtet und bis 1738 der Innenraum im Barockstil umgestaltet.
1905 wurde die Kirche unter Joseph Cades renoviert.
Ausstattung mini|hochkant|ChorDie Kirchenausstattung wurde um 1700 barock geändert. Zu ihr gehört ein 1694 von Matthäus Zehender gebauter Flügelaltar mit zentralem Ölgemälde. mini|Christus vor Pilatus, Detail aus der „Munderkinger Passion“ des Meisters des Munderkinger Altars, 1473 Die bedeutenden spätgotischen Tafelbilder des alten Hochaltars, 1473 vom Meister des Munderkinger Altars geschaffen, wurden an den Seitenwänden aufgehängt. Die acht Tafeln zeigen Szenen aus der Passion Christi, die sogenannte Munderkinger Passion. Auf der Rückseite des Ölbergbildes sind Szenen aus dem Leben des hl. Dionysius, auf der Rückseite des Auferstehungsbildes Szenen aus seinem Martyrium.Paul Wilhelm von Keppler: Württemberg’s kirchliche Kunstalterthümer, Rottenburg 1888, S. 76
Der Altar am rechten Pfeiler des Chors stammt aus der Werkstatt von Daniel Mauch.
Der in der Barockzeit entfernte Eligius-Altar der Munderkinger Schmiedezunft steht heute in einem Ulmer Museum.
Orgel mini|Orgel Die Orgel wurde 1976 von Winfried Albiez als opus 22 erbaut und besitzt 38 Register auf drei Manualen und Pedal. Sie ersetzte eine Orgel der Firma Gebr. Späth aus dem Jahr 1924.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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