Die Parlamentswahl in Frankreich 1968 fand am 23. und 30. Juni statt; in Polynesien und in Wallis und Futuna fand die Wahl am 7. Juli statt. Gewählt wurden alle 487 Abgeordneten der Nationalversammlung. Die vorgezogene Neuwahl – nur etwas über ein Jahr nach der vorhergehenden Parlamentswahl – wurde notwendig, da Staatspräsident Charles de Gaulle nach den Unruhen im Mai 1968 die Nationalversammlung aufgelöst hatte.

Die Wahl ergab einen Erdrutschsieg für die Gaullisten und ihre Verbündeten (Union pour la défense de la République), die zusammen drei Viertel der Sitze in der Nationalversammlung gewannen. Die linke Opposition aus Sozialisten und Kommunisten verlor mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Sitze. Nach der Wahl ernannte de Gaulle den bisherigen Finanz- und Wirtschaftsminister Maurice Couve de Murville zum neuen Premierminister.

Ergebnis France métropolitaine

Überseefrankreich Gebiet Mandate Départements d’outre-mer Guadeloupe 3 Guyane 1 Martinique 3 La Réunion 3 Territoires d'outre-mer Comores 2 Territoire français des Afars et des Issas 1 Nouvelle-Calédonie 1 Polynésie 1 Saint-Pierre-et-Miquelon 1 Wallis-et-Futuna 1 Gesamt 17

Sitze insgesamt Gebiet 1. Wahlgang 2. Wahlgang Gesamt Metropolitan-Frankreich 154 316 470 Übersee-Frankreich 14 3 17 Gesamt 168 319 487

Fraktionen Fraktion Abgeordnete Mitglieder Assoziierte Gesamt (UDR) 270 23 293 (FNRI) 57 4 61 (FGDS) 57 – 57 (COM) 33 1 34 (PDM) 30 3 33 – – 9 Gesamt 487 Quelle: Journal officiel – Assemblée nationale, Séance du 12 Juillet 1968

Bibliografie Les Élections legislatives de 1968, Ministère de l’intérieur

Einzelnachweise

Frankreich #1968