Die Scott Sports SA ist ein Schweizer Sportartikelhersteller mit Wurzeln in den Vereinigten Staaten, wo das Unternehmen als Scott USA Inc. firmiert. Es entwickelt und vertreibt unter eigener Marke Sportartikel in den Geschäftsbereichen Radsport, Wintersport, Motorsport und Laufsport.

Die Produktpalette der eigenen Fahrradmarke Scott reicht von Rennrädern über Mountainbikes bis zu Touren- und Alltagsrädern. Die Hamburger Marke Bergamont gehört ebenfalls zu Scott Sports.

Geschichte 1958 entwickelte der aus Sun Valley in Idaho stammende Ingenieur und Skifahrer Ed Scott den ersten Skistock aus Aluminium, der aufgrund seiner überragenden Eigenschaften die damals üblichen Bambus- oder Stahlstöcke beinahe vollständig vom Markt verdrängte. 1970 brachte Scott eine spezielle Schutzbrille für den Motocrosssport heraus, weitere Artikel wie Bekleidung folgten. 1978 expandierte das Unternehmen nach Europa und eröffnete im schweizerischen Freiburg im Üechtland eine eigene Niederlassung.

1986 stellte das Unternehmen sein erstes Mountainbike vor und 1989, sehr viel wegweisender, einen aerodynamischen Lenker, mit dem der Radrennfahrer Greg Lemond in einem aufsehenerregenden Finale gegen Laurent Fignon die Tour de France mit nur 8 Sekunden Vorsprung gewann; dem knappsten Sieg in der über hundertjährigen Geschichte der Rundfahrt. Diese von Scott entwickelte aerodynamische Lenkerform ist heute beim Zeitfahren obligatorisch und findet darüber hinaus weite Verbreitung im Triathlonsport. 1991 entwickelte man bei Scott mit der Unishock eine der ersten Federgabeln und stellte ein Jahr später der Öffentlichkeit die ersten vollgefederten Mountainbikes vor. Der Rennradsektor wurde beständig ausgebaut und 2002 erzielte man einen ersten prestigeträchtigen Etappensieg bei der Tour de France.

2015 wurde das Unternehmen mehrheitlich von dem koreanischen Sportartikelhersteller Youngone Corporation übernommen. Ebenfalls 2015 wurde die italienische Wanderschuh-Marke Dolomite von der Tecnica Group übernommen. 2019 baute Scott einen neuen Firmenhauptsitz im schweizerischen Givisiez.

Zwischen 2018 und 2020 war Scott u. a. Sponsor und Ausrüster des UCI World Teams Mitchelton-Scott.

Produktion und Vertrieb Die meisten Produkte von Scott werden von OEM-Zulieferern aus Asien bezogen.

Die Räder von Scott werden im deutschsprachigen Raum vertrieben. Scott hatte 2024 in Deutschland einen Marktanteil von 2,4 Prozent.

Produkte mini|Scott Gambler FR10 mini|Scott Speedster S50 mini|hochkant|Scott Plasma 2 mini|hochkant|Aluminium-Skistöcke von Scott

Radsport Mountainbike-Modelle Scale (Cross Country / Race Hardtail) Spark (Cross Country / Race Fully) Aspect (Allround) Genius (All Mountain / Trail (ältere Modelle Enduro, diese wurden mit dem Ransom abgelöst)) Ransom (Enduro) Voltage (Dirt Bike) Voltage FR (Freeride / Slopestyle) Gambler (Downhill / Freeride) Patron (All Mountain / Trail)

Rennrad-Modelle Foil Addict Addict RC Addict CX (Cyclocross) Addict eRIDE CR1 Speedster Solace Plasma (Triathlon- und Zeitfahrrad)

Motor- und Wintersportausrüstung Bekleidung Protektoren Brillen Skier, Skischuhe, Skistöcke und Zubehör Wanderschuhe

Bekannte Sportler mit Scott-Equipment (Auswahl) Nino Schurter, Radrennfahrer, MTB World Champion und Olympiasieger Cross Country in Rio de Janeiro Jeremy Heitz, Freeskier Hanna Klein, Radrennfahrerin, Deutsche Vizemeisterin MTB Cross Country 2015 Sebastian Kienle, Triathlet Luke Jarrod McKenzie, Triathlet Annabel Luxford, Triathletin Cyril Viennot, Triathlet Beth Gerdes, Triathletin Iris Pessey, Ultra- und Bergläuferin

Weblinks

Website von Scott

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmensgründung 1958 Kategorie:Givisiez Kategorie:Schweizer Fahrradhersteller Kategorie:Unternehmen (Kanton Freiburg)