Sidamaria (Σιδαμαρια [?]) war eine antike Stadt in Lykaonien, beim heutigen Dorf Ambar (früher Anbar oder Anbar arasi) im Landkreis Ayrancı, Provinz Karaman.

Der antike Name ist aus einer 129 n. Chr. zu datierenden inschriftlichen Weihung eines Bades an Hadrian erschlossen und einzig dort belegt.Gertrud Laminger-Pascher: Die kaiserzeitlichen Inschriften Lykaoniens. Faszikel I: Der Süden. Wien 1992, Nr. 137: Σιδαμαριωτῶν ἡ [βουλὴ] καὶ ὁ δῆμος τὸ βαλανε[ῖον]. Ferner fanden sich dort eine Ehreninschrift für Julia DomnaGertrud Laminger-Pascher: Die kaiserzeitlichen Inschriften Lykaoniens. Faszikel I: Der Süden. Wien 1992, Nr. 138. sowie weitere Inschriften, darunter frühbyzantinische Grabinschriften.Gertrud Laminger-Pascher: Die kaiserzeitlichen Inschriften Lykaoniens. Faszikel I: Der Süden. Wien 1992, Nr. 139–152; Monumenta Asiae Minoris antiqua XI 378.

Am Rande des heutigen Dorfes befindet sich ein natürlicher Hügel, auf dem Reste von Mauern beobachtet wurden. Ferner finden sich dort mehrere Felsgräber.

Bei Sidamaria wurde der sogenannte Sidamara-Sarkophag aus dem mittleren 3. Jahrhundert gefunden, der erstmals 1875 von dem Reisenden E. J. Davies erwähnt wurde, 1898 wiedergefunden wurde und sich seit 1901 im Archäologischen Museum in Istanbul befindet.Inv. 1179. Zum Fundort: Gustave Mendel: Catalogue des sculptures grecques, romaines et byzantines. Musées Impériaux Ottomans. Band 1, Konstantinopel 1908, S. 288f. Nr. 112 (Digitalisat). Der Sarkophag war zeitweise namengebend für die Gruppe der kleinasiatischen Säulensarkophage („Sidamara-Sarkophage“).

Literatur

Klaus Belke: Galatien und Lykaonien (= Tabula Imperii Byzantini. Band 4). Wien 1984, S. 128. Erkan Aşkın, Mehmet Kurt: Sidamaria Antik Kenti Üzerine Gözlemler (Observations on the Ancient City of Sidamaria). In: Karamanoğlu Mehmetbey Üniversitesi Edebiyat Fakültesi Dergisi 2, 1, 2019, S. 1–14 (Digitalisat).

Anmerkungen

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