Rolf A. Kluenter (auch Klünter; * 1956 in Bürvenich bei Köln) ist ein deutscher bildender Künstler, Filmemacher und Produzent, der überwiegend in Shanghai lebt und im asiatischen Raum lehrt und arbeitet.

Biografie Seine Kunstausbildung erhielt Kluenter 1976 bis 1982 beim Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. Er gilt als Schüler von Joseph Beuys.

Frühzeitig stellte Rolf Kluenter fest, dass ihn besonders die ostasiatische Kunst von Nepal anzieht. Aus diesem starken Interesse resultierte nach dem Studium ein langer Aufenthalt an der Tribhuvan University in Kathmandu mit der Übernahme eines Lehramts, das er bis 1996 innehatte. Danach ging der Künstler an die Shanghai Theatre Academy.

Rolf Kluenter begann zunächst mit traditionellen Methoden und Mitteln zu zeichnen wie Öl auf Canvas, bevor er sich speziellen Farbdarstellungen zuwendete und „schwarz“ als das Fehlen von Farbe sowie als Gegenspieler der üblichen weißen Papiere für sich entdeckte.

In Shanghai arbeitet er seit 1996 auch als Kunstdirektor mit und für Kathy Kuai Jin (seine Ehefrau) und Richard C. Ke Minlong, die seit 1990 als Team Bodhi bonzai creativity auftreten und ihre Arbeiten mit folgenden Stichworten beschreiben:Homepage bodhibonzai.com, hier gibt es eine detaillierte Aufzählung der Projekte des Teams zwischen 1990 und 2021. Abgerufen am 7. November 2023.

Kluenter unterhält Ateliers in Shanghai, Kathmandu und Bürvenich (Vor-Eifel), Deutschland.

An der chinesischen Kunsthochschule der Tai Hu Universität in Wuxi bekleidet er seit 2020 ein Lehramt.

Familiäres

Rolf A. Kluenter ist verheiratet mit Kathy Kuai Jin, sie haben zusammen einen Sohn (Richard).

Werke (Auswahl) Kluenters Malereien sind vor allem abstrakt und „von Elementen westlicher Hochkunst-Inventionen“ beeinflusst. Das verdeutlichen die Pinselsetzungen, Überlappungen, Aussparungen, gesprühte Lack-Lasuren und frei fließende Tintenlinien, ein „gegenstandsloser Formenkanon“.

Seine Fotos setzt er oft auch in Verbindung mit multimedialen Möglichkeiten ein.

Als Basispapier benutzt Kluenter meist schwarzes Papier, das er eigens für seine Kunstobjekte in Nepal herstellen lässt (Lokta Paper), malt aber auch auf Keramik und anderen Farbpapieren sowie anderen Untergründen.siehe Weblinks > Warehouse…

Ansonsten greift er auch auf lokale Materialien wie GangaGanga papers aus Indien; abgerufen am 7. November 2023. oder Acryl mit chinesischer Tusche zurück.

Multimedia:

2020: Der Hans Litten Aufschrei/The Hans Litten OutcryMittels Fotos und einer interaktiven Installation stellt der Künstler das Kreuzverhör des Kommunisten Hans Litten dar, welches Adolf Hitler im Edenpalast im Jahr 1931 durchführte und diesen dabei zugleich bloßstellte. Der Betrachter kann somit auch den späteren Leidensweg von Hans Litten durch mehrere deutsche Konzentrationslager nachempfinden, bis zu dessen Ermordung 1938. Die Fotos wurden mit dem Schauspieler Markus Gertken an authentisch-historischen Orten in Berlin nachgestellt.

Papier und Fotos:

2004: (ohne Titel), Pastell und Acryl auf collagiertem Papier; 70 × 100 cm; signiert und datiert Rolf Kluenter 2004 2004/2005: melancholia meets sophia, Papier, 250 × 240 × 25 cmKathmandu works abgerufen am 7. November 2023. 2005: dual system, Papier, 241 × 91 cm um 2021: Photography of the Buervenich wall painting Golden Tree – bodhi bonzai by Kunsang Rangdol in September 2018, 30 × 30 cm.

Filme:

Tharu Village, das monotone dörfliche Leben in einem Himalaya-Dorf Urban Retreat, eine Gesichtspflegeprozedur in einem Shanghaier Schönheits-Salon 2014: Kleiner Kosmos Felsenkeller 2016: In Full View (Kunstfilm), Uraufführung in Bürvenich Empower Sheltering Rocks

Skulpturen:

2002: Im Rahmen der Ausstellung der United Buddy Bears gestaltete Kluenter – im Auftrag der Honorarkonsule von Nepal – einen Bären mit dem Staatsemblem von Nepal. Der Bär steht heute vor der nepalesische Botschaft in Berlin. 2019: Raumflüsterer. Darstellung eines Lebensbaums aus verflochtenen Metalldrähten, der den Anfangsbuchstaben „A“ in vielen Schriften (Sprachen) der Welt enthält und damit die Früchte des Zusammenlebens aller ethnischen Gruppen und Religionen der Welt symbolisiert.Rolf A. Kluenters Raumflüsterer enthüllt, abgerufen am 7. November 2023.

Ausstellungen (Auswahl) Beteiligungen/Gruppenausstellungen Internationale Kunstausstellungen, Galerien und andere Häuser:

Soloausstellungen (Auswahl) 1984: Goethe-Institut, Kathmandu, Nepal 1992: Bernice Steinbaum Gallery, New York: Sittings 1993: Gallery Bastiaans, Boxmeer (kein Thema) 1999: Linden-Museum, Stuttgart, sowie in Krefeld, in den USA und im Liu Hai Su Museum, Shanghai 2000: Hoke Gallery, Shanghai: yellow dragon rising 2004; National Gallery, Bangkok, Thailand: Secret room; in the back room, Art Scene Warehouse, Shanghai 2006: Art Scene Warehouse, Shanghai, ONE MUST DO NO MORE THAN LOOK 2007–2008: Galerie Ulrike Hrobsky: farther.beyond, anschließend in Shanghai,Malereien, Papierinstallation, Photographie, zwei Filme und bedruckte Lichtboxfolien. Ausstellungs-Monographie farther.beyond; mit Texten von Tad Williams, Magdalena Kroener, Klaus Flemming, Yin Yan, Andrea Neifhoefer; rund 120 Farbabbildungen (240 Seiten) 2007: Today Art Kunstmuseum: Ost-West-Dialog, BeijingRen Rong Art Space, Peking / Ost-West Dialog mit Rolf Kluenter (8.11.-31.12). 2008: stageBACK Gallery, Shanghai, China: Limbo grid 2009: Backyard Gallery, Kopenhagen, Dänemark: fragility report

Veröffentlichungen (Auswahl) 1999: Pondering-pulsating meditation on the oriental world (zusammen mit Abby Wu); paper wood clay 1988–1999; at Liu Hai Su Art Museum, 12.3.1999 – 28.3.1999Pondering-pulsating meditation on the oriental world, auf www.amazon.de, 1999. 2004: Secret Room (zusammen mit Jonathan Liu und Andrea Neifhoefer)Secret Room auf booklooker.de 2018: Schlacht.Meister, 5000 Fotos über den im Jahr 2017 stillgelegten Schlachthof in EuskirchenAusstellung zeigt den alten Schlachthof, abgerufen am 7. November 2023.

Auszeichnungen

1989: National Endowment for the Arts, Painting Fellowship 1991: National Endowment for the Arts, Painting Fellowship 1993: Eureka Fellowship, The Fleishhacker Foundation, San Francisco, California

Weblinks Kritische Biografie über Rolf Kluenter auf artscenewarehouse.com (englisch) Website von Rolf A. Kluenter

Einzelnachweise Website von Rolf A. Kluenter, Stand per Nov. 2023.

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