mini|Markos Vamvakaris (1933) Markos Vamvakaris (, * 10. Mai 1905 im Viertel Skali () von Ano Syros (Ermoupoli), auf Syros; † 8. Februar 1972 in Nikea) war ein griechischer Bouzoukispieler und Rembetikointerpret.

Leben Markos Vamvakaris war der älteste Sohn von Elpida und Domenikos Vamvakaris. Seine Familie gehörte dem katholischen Glauben an und war arm. Mit Musik kam er früh in Kontakt, denn sein Vater spielte Gajda, sein Großvater schrieb Lieder. Nachdem er 1909 eingeschult worden war, verließ er 1912 die Schule und begann noch als Kind zum Lebensunterhalt seiner Familie auf Syros beigetragen hatte. 1917 zog er nach Piräus, wo er unter anderem als Hafenarbeiter und Schlachter arbeitete. Seine Familie kam erst nach einigen Jahren nach.

1924 hörte er zum ersten Mal Bouzouki-Musik. Er war so beeindruckt, dass er spielen lernte und bald zum besten autodidaktischen Bouzouki-Spieler avancierte. Die Bouzouki stand zu dieser Zeit zusammen mit dem Rembetiko, dessen tragendes Instrument es war, in zweifelhaftem Ansehen. Beide waren mit Kriminalität assoziiert; alle, die ein solches Instrument spielten oder nur besaßen, galten als anrüchig.

Er wurde über Jahrzehnte einer der führenden Musiker der Rembetiko-Musik. In der Zeit heiratete er Eleni Mavroeidi. Ab 1925 leistete er seine Wehrpflicht, währenddessen begann er, Lieder zu schreiben. 1933 hatte er bereits 50 Lieder verfasst. Er nahm bei Odeon die erste Schallplatte Griechenlands mit Bouzouki-Musik auf. Vamvakaris gründete 1934 zusammen mit Giorgos Batis, Stratos Pagioumtzis und Anestis Delias, auch bekannt als Artemis, das Rembetiko-Quartett Das berühmte Tetras von Piräus (). Nach einem Aufenthalt in seiner Heimat Syros schrieb er das bekannte Lied Frankosyriani (), das vielfach von anderen griechischen Musikern interpretiert wurde, unter anderem von Grigoris Bithikotsis, Dimitris Basis und Giorgos Dalaras sowie von der griechischen Rockgruppe Locomondo.

Vor dem Zweiten Weltkrieg erreichte er einen so großen Bekanntheitsgrad, dass er Tourneen durch Griechenland machte. Weil er 1942 seine zweite Frau Evangelia kirchlich heiratete, wurde er von der katholischen Kirche exkommuniziert. Nachdem er 1954 an Arthritis erkrankte, hörte er auf zu spielen und hatte nach seiner Genesung Probleme, wieder Engagements zu erhalten. Erst durch die Initiative von Vasilis Tsitsanis erschienen bei Columbia wieder Schallplatten mit seiner Musik, gesungen von bekannten griechischen Interpreten.

Vamvakaris erlag 66-jährig einem Nierenversagen im Zuge seiner Diabeteserkrankung. Kurz vor seinem Tod am 8. Februar 1972 stand er noch einem im November 1971 auf der Bühne.

Vermächtnis 1995 eröffnete die Gemeinde Ano Syros das Museum Markos Vamvakaris. Im Jahr 2000 erschien der Dokumentarfilm M' Aresoun oi Kardies san ti diki mou von George Zervas. Die Dokumentation beleuchtet das Leben Vamvakaris' und den soziokulturellen Rahmen, in dem sich der Künstler bewegte, und erhielt im selben Jahr einen Preis auf dem Dokumentarfilmfest von Thessaloniki. 2003 erschien von Giorgos Dalaras die Live-CD A Tribute to Vamvakaris; Gastmusiker waren unter anderem die Söhne Stelios und Domenikos Vamvakaris. Die 4-teilige Fernsehserie Rebetiki istoria - Markos Vamvakaris von Lazaros Lazaridis erschien 2007.

Vamvakaris' Sohn Stelios, wie sein Vater Bouzouki-Spieler sowie Sänger, initiierte 2012 zu dessen 40. Todestag mit anderen Rembetiko-Musikern ein multimediales Hommage-Projekt, mit dem er in ganz Europa auftrat.

Musikauswahl Markos Vamvakaris – Bouzouki Pioneer 1932–1940 Rembetika – Manges Passion Drugs Jail Disease Death / Songs of the Greek Underground 1925–1947, Trikont US-0293

Literatur Angeliki Bellou-Kail: Markos Vamvakaris - Autobiografie, Athen 1978, ISBN 960-02-0020-3. Autobiographie von Markos Vamvakaris auf Französisch Markos Vamvakaris: (Autobiografie), Ellinikes Ekdoseis, Athen 1978, ISBN 978-960-02-0020-1. Dimitirs Varthalitis: (Markus Vamvakaris: Vom Mythos in die Geschichte 1600-2107), Ekpaidevtirion Agios Pavlos, Athen 2017, ISBN 978-618-83106-2-9.

Weblinks

Aufnahme von Frankosyriani von Markos Vamvamkaris

Einzelnachweise

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