mini|hochkant|Amihai Eliyahu (2022) Amihai Ben-Eliyahu (; * 24. April 1979 in Jerusalem) ist ein israelischer Politiker der rechts-religiösen Partei Otzma Jehudit. Er war von 2022 bis Januar 2025 und ist seit März 2025 Minister für religiöses und kulturelles Erbe im Kabinett Netanjahu VI.
Eliyahu ist Spross einer weit rechts stehenden Rabbinerdynastie. Sein Vater ist der Rabbiner Schmuel Elijahu.
Eliyahu sagte am 5. November 2023, zu Beginn des Krieges 2023, es sei eine Option, eine Atombombe auf Gaza zu werfen. Er untergrub damit Israels Doktrin der nuklearen Zweideutigkeit, nach der Israel nicht bestätigt, dass es über Atomwaffen verfügt, obwohl angenommen wird, dass es Dutzende Sprengköpfe und Bomben aller Art in Flugzeugen, Raketen und U-Booten montiert hat. Über diese Aussage wurde weltweit berichtet.
Im Jahr 2025 forderte Eliyahu den Ausschluss von Raphael Greenberg, einem führenden Archäologen der Universität Tel-Aviv, aufgrund dessen Kritik an israelischen Ausgrabungen im annektierten Ostjerusalem und im besetzten Westjordanland von der jährlichen Konferenz der Israel Antiquities Authority. Mehrere andere Archäologen kritisierten die politische Einflussnahme und zogen ihre Teilnahme zurück, worauf die Organisatoren die Konferenz absagten bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben.Nir Chason: In: Haaretz, 2. April 2025.
Angesichts der Hungerkrise im Gazastreifen, sagte Eliyahu am 24. Juli 2025 einem Radiosender, dass die Regierung die Vernichtung Gazas vorantreibe. „Gott sei Dank radieren wir dieses Übel aus. Wir drücken diese Bevölkerung weg, die mit ‚Mein Kampf‘ erzogen wurde.“ Er bestritt auch, dass die Menschen im Gazastreifen nicht genug zu essen bekämen, nannte es eine Kampagne gegen Israel und wies darauf hin, dass sich das Land im Krieg befände und versuche, „diese Monster“ zu töten.
Im Juli 2024 brach Eliyahu gemeinsam mit einem Mob anderer israelischer Politiker und israelischer Soldaten in die Basis Sde Teiman der israelischen Armee ein, um Soldaten zu befreien, die palästinensische Gefangene misshandelt und vergewaltigt hatten und die zum Teil dabei gefilmt worden waren. Sde Teiman wurde später von B’Tselem als Teil eines israelischen Netzwerkes aus Folter-Lagern dargestellt. Einer Vorladung des Generalstaatsanwalts zu einer Befragung zu den Ereignissen kam Eliyahu nicht nach.Bar Peleg: Military Police Detain Israeli Soldiers Suspected of Abusing Palestinian Detainee. In: Haaretz, 29. Juli 2024; Bar Peleg, Noa Shpigel, Eden Solomon, Jonathan Lis: Prime Minister Netanyahu 'Strongly Condemns' Break-in Into Sde Teiman Prison Following Soldiers' Detention. In: Haaretz, 29. Juli 2024; Welcome to Hell. The Israeli Prison System as a Network of Torture Camps B’Tselem, August 2024; Ido David Cohen: Israel's Channel 12 News Assigns Security to Journalist Guy Peleg Amid Threats Following Leak Scandal. In: Haaretz, 4. November 2025.
Elijahu ist verheiratet und hat sechs Kinder.
Weblinks
Amihai Eliyahu auf der Webseite der Knesset, abgerufen am 1. April 2025 (englisch)
Einzelnachweise
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