Grethe Berit Rytter Hasle (* 3. Januar 1920 in Borre (Horten); † 9. November 2013) war eine norwegische Planktologin. Sie war eine der ersten Professorinnen für Naturwissenschaften an der Universität Oslo und spezialisierte sich auf das Studium des Phytoplanktons.

Die Standard-Autorenabkürzung Hasle wird verwendet, um Grethe Rytter Hasle als Autorin anzugeben, wenn ein botanisches Taxon zitiert wird.International Plant Names Index: Hasle.

Persönliches Leben Hasle wurde in Borre (Horten) als Tochter des Reeders Johan Kristian Rytter (1890–1966) und seiner Frau Nicoline Olava Nielsen (1885–1976) geboren. Sie heiratete Hans Martin Hasle († 1971) und nahm seinen Namen an. Sie wohnte in Ekeberg in Norwegen und starb im November 2013.

Karriere Sie absolvierte 1942 das Elverum Teachers' College und schloss 1949 ihr Studium an der Universität Oslo ab, wo sie mit Trygve Braarud zusammenarbeitete. 1950 veröffentlichte sie ihre erste Arbeit, „“ („Phototaktische Vertikalwanderung bei marinen Dinoflagellaten“). 1968 promovierte sie zum Dr. philos. mit der Arbeit „“ („Eine Analyse des Phytoplanktons im pazifischen Südpolarmeer“).

mini|links|Bacillariophyceae (Kieselalgen) Sie wurde 1961 als Dozentin an die Universität Oslo berufen und war dann von 1977 bis 1990 Professorin für Meeresbotanik. Sie war die dritte Professorin an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften und wurde 1980 als einzige Wissenschaftlerin der Naturwissenschaften in die Norwegische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Von 1968 bis 1969 war sie außerdem Gast­wissen­schaftlerin an der Texas A&M University. Berühmtheit erlangte sie vor allem durch ihre Studien zum Phytoplankton im Allgemeinen und zur Klasse der Bacillariophyceae (Kieselalgen) im Besonderen. Von großer Bedeutung sind auch ihre Überarbeitungen der morphologischen Taxonomie der Gattungen Thalassiosira, Nitzschia und Fragilariopsis.

Ehrungen Die marine Kieselalgengattung Haslea , 1974 (Naviculales)WoRMS: https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&id=149210 Haslea R. Simonsen, 1974 (Genus). wurde nach ihr benannt.

Sie wurde mit einer Festschrift zu ihrem siebzigsten Geburtstag geehrt und erhielt im Jahr 2000 den Award of Excellence der Phycological Society of America und 2003 den Yasumoto Lifetime Achievement Award der International Society for the Study of Harmful Algae.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Greta A. Fryxell, Grethe R. Hasle: Thalassiosira eccentrica (Ehrenb.) Cleve, T. Symmetricasp. nov., and Some Related Centric Diatoms. In: Journal of Phycology, Band 8, Nr. 4, 1972, S. 297–317; doi:10.1111/j.1529-8817.1972.tb04044.x ().

Weblinks

Francisco Rodriguez: Greta and Grethe Blog zur Arbeit von Grete Hasle und Greta Fryxell mit Fotos der beiden Wissenschaftlerinnen sowie von Lynn Margulis. Auf: Oceanicas (). Grethe Hasle Diatom Collection. Auf: University of Oslo (UiO), Natural History Museum. Memento im Webarchiv vom 17. September 2021.

Einzelnachweise "Grethe Rytter Hasle". Store norske leksikon (). Jahn Throndsen: "Grethe Rytter Hasle". In: Knut Helle (Hrsg.): Norsk biografisk leksikon (), Band 4. Kunnskapsforlaget, Oslo 2001. Death announcement (Todesanzeige). Memento im Webarchiv vom 2. Dezember 2013 (PDF). (Am 3. Januar wird sie 90 Jahre alt: Die emeritierte Professorin Grethe Rytter Hasle), Norwegian News Agency, 16. Dezember 2009 ().

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