Untere Mühle (fränkisch: Di unner MielE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 203. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „di unər mīl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hemmersheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Untere Mühle liegt in der Gemarkung Lipprichhausen.
Geographie Die Einöde liegt am linken Ufer der Gollach und an der Kreisstraße NEA 41, die der Gollach entlang nach Hemmersheim (1,5 km südwestlich) bzw. an Lipprichhausen vorbei nach Gollachostheim führt (2 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1661 als „ein Mühlen vnter Lipperichhausen an der Gollach gelegen“ erstmals eindeutig erwähnt. Der Eintrag in der Würzburger Zentbeschreibung des Jahres 1532 kann sich auch auf die Obere Mühle beziehen. Beide Mühlen unterstanden dem würzburgischen Amt Aub.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 203f.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Untere Mühle dem Steuerdistrikt Lipprichhausen und der Ruralgemeinde Lipprichhausen zugeordnet. Im Urkataster Lipprichhausen des Jahres 1834 wird die Untere Mühle als Haus Nr. 14 aufgelistet. Sie wurde als Öl- und Gipsmühle genutzt. Zum Gebäude gehörte ein Stadel, Schweineställe, ein Kellerhaus und eine Scheune.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 204.
Am 1. Januar 1972 wurde Untere Mühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Hemmersheim eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 5 6 6 9 6 7 6 10 6 4 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 2 1 1 1 1Quelle Dort als Untermühl aufgelistet.
Religion Untere Mühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Lipprichhausen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Hemmersheim Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1661