Der Radball-Weltcup 2022 war die 20. Austragung des von der UCI veranstalteten Radball-Weltcups. Die Turnier-Serie begann am 11. Juni und endete am 26. November mit dem Weltcup-Finale in Sulgen.
Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein vom RV Dornbirn verteidigten ihren Weltcup-Gesamtsieg aus dem Vorjahr. Für Schnetzer war es bereits der achte Weltcup-Gesamtsieg.
Modus
Die Spielorte wurden Mitte März von der UCI bekanntgemacht. Nach dem Ausfall des Weltcups 2020 und einem reduzierten Spielplan 2021 infolge der Corona-Pandemie gab es erstmals wieder einen annähernd normalen Spielplan mit sechs von acht möglichen Vorrunden. Eine Weltcup-Runde in Asien stand nicht im Programm, dennoch beteiligte sich je ein Team aus Japan und Hongkong an einer Runde in Europa. Maikel Moons und Patrick Dennis, die beim HZG Beringen in Belgien beheimatet sind, vertraten erstmals die Farben Ghanas.
Für den Weltcup qualifizierten sich je drei Teams aus den vier besten Nationen der letzten Weltmeisterschaft und zwei Teams aus der fünftplatzierten Nation. Aus allen weiteren Ländern war maximal ein Team teilnahmeberechtigt. Hinzu kamen noch die Teams, welche mit einer Wildcard des jeweiligen Turnierveranstalters teilnehmen konnten.
Turnier-Übersicht Turnier Austragungsort Datum Gewinner Zweiter Dritter 1. Turnier 11. Juni RSC Schiefbahn RV Dornbirn 1 RV ObernfeldRV Obernfeld spielte in der 1. Runde in der Besetzung André Kopp und Janek Voß. 2. Turnier 27. August RV Obernfeld RV Dornbirn 1RV Dornbirn 1 spielte in der 2. Runde in der Besetzung Simon König und Stefan Feurstein. RSC Schiefbahn 3. Turnier 10. September RSC Schiefbahn RMV Pfungen RMC Stein 4. Turnier 24. September RMC Stein RMV Pfungen VCE Dorlisheim 1 5. Turnier 15. Oktober RMC Stein RMV Pfungen RV Dornbirn 1 6. Turnier 29. Oktober RV Obernfeld RMC Stein TJ Sokol Zlín U23 Finale 26. November RV Dornbirn 1 RMV Pfungen RV Obernfeld
Punktestand Für jedes Weltcupturnier wurden Weltcuppunkte vergeben. Nach den ersten sechs Turnieren wurden die Punkte jedes Teams addiert, und die acht Teams mit den meisten Punkten gelangten ins Finale. Ebenfalls im Finale spielte das beste Team aus Asien und das Heimteam (Wildcard) des Veranstalters.
Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte 50 45 40 35 30 25 20 18 16 14
Der Punktestand entschied nur darüber, welche Teams ins Finale gelangten. Dort hatten jedoch alle Teams die Chance auf den Gesamtsieg. Die mit gelb hinterlegten Teams waren fürs Finale qualifiziert. Rechts sind die Ränge bei den einzelnen Turnieren dargestellt.
Rang Team Spieler Spieler Punkte 1 RMC Stein Gerhard Mlady Bernd Mlady 185 – – 2 RSC Schiefbahn Sven Holland-Moritz Marius Hermanns 175 – 4 – 3 RMV Pfungen Severin Waibel Benjamin Waibel 170 – 4 – 4 RV Obernfeld André Kopp Raphael Kopp 160 – 7 – 5 RV Dornbirn 1 Patrick Schnetzer Stefan Feurstein 148 – 8 – 6 RS Altdorf Timon Fröhlich Yannick Fröhlich 130 – – 4 4 5 5 7 VC Dorlisheim 1 Quentin Seyfried Mathias Seyfried 125 – 5 5 6 – 8 TJ Favorit Brünn Jan Havlíček Robert Zvolánek 101 5 – 6 5 9 – 9 RV Dornbirn 2 Pascal Fontain Patrick Köck 93 – 8 7 – 7 4 10 RMV Mosnang Björn Vogel Rafael Artho 87 4 10 – – 8 7 11 TJ Sokol Zlín Ludvík Písek Miroslav Gottfried 68 6 6 8 – – – 12 RV Sulz Philipp Schwendinger Maximilian Schwendinger 62 9 – 9 9 10 – 13 HZG Beringen Brecht Damen Niels Dirikx 50 – – – 6 – 6 14 TJ Sokol Zlín U23 Tomáš Horák Radek Adam 40 – – – – – 15 ATB Frauenfeld Manuel Mutti Severin Zimmermann 20 7 – – – – – MO Svitávka Jiří Hrdlička jun. Roman Staněk 20 – 7 – – – – 17 ARBÖ St. Pölten Michael Schlachtner Manuel Schlachtner 18 8 – – – – – RSV Osaka Yusuke Murakami Yuma Takahashi 18 – – – – – 8 19 VCE Dorlisheim 2 Yann Leclerc Thomas Leclerc 16 – 9 – – – – Wing Tai Ho Ka Kin Kenny Chan 16 – – – – – 9 21 RVG Nord-Berlin Christian Rochler Behnke Godehardt 14 – – 10 – – – Baj KSE Viktor Ruttner Árendás Tamás 14 10 – – – – – RSV Hardt Florian Müller Matthias Müller 14 – – – 10 – – Maikel Moons Patrick Dennis 14 – – – – – 10
Weltcup-Finale
Die Wildcard im Finale erhielt das heimische Team des RV Edelweiß Sulgen. Die aus den Vorrunden qualifizierte Mannschaft des TJ Favorit Brünn verzichtete, es rückte die neuntplatzierte Mannschaft RV Dornbirn 2 nach.
Die zehn Teams wurden in zwei Fünfer-Gruppen unterteilt, innerhalb derer jeder gegen jeden spielte. Danach spielten die Fünftplatzierten der beiden Gruppen um Rang 9 und 10, die beiden Viertplatzierten um Rang 7 und 8 und die beiden Drittplatzierten um Rang 5 und 6. Die Sieger der beiden Gruppen spielten im Halbfinale gegen den Zweitplatzierten der anderen Gruppe um einen Finalplatz. Die Verlierer der beiden Halbfinale spielten um Rang 3 und 4 und die beiden Gewinner um den Weltcup-Gesamtsieg.
Vorrunde Gruppe 1
4-Meter-Schießen um Platz 1: RMC Stein – RV Obernfeld 5 : 4
Gruppe 2
Finalrunde
1. Halbfinale RMC Stein – RV Dornbirn 1 6 : 7 2. Halbfinale RV Obernfeld – RMV Pfungen 2 : 3 Spiel um Platz 9 und 10 RV Edelweiß Sulgen – RSV Osaka 5 : 2 Spiel um Platz 7 und 8 RV Dornbirn 2 – RSC Schiefbahn 2 : 6 Spiel um Platz 5 und 6 RS Altdorf – VCE Dorlisheim 1 3 : 4 Spiel um Platz 3 und 4 RMC Stein – RV Obernfeld 7 : 7 (9 : 11 n. V.) Finale RV Dornbirn 1 – RMV Pfungen 4 : 0
Endstand Rang Team Spieler Spieler RV Dornbirn 1 Patrick Schnetzer Stefan Feurstein RMV Pfungen Severin Waibel Benjamin Waibel RV Obernfeld André Kopp Raphael Kopp 4 RMC Stein Gerhard Mlady Bernd Mlady 5 VC Dorlisheim 1 Quentin Seyfried Mathias Seyfried 6 RS Altdorf Timon Fröhlich Yannick Fröhlich 7 RSC Schiefbahn Sven Holland-Moritz Marius Hermanns 8 RV Dornbirn 2 Pascal Fontain Patrick Köck 9 RV Edelweiß Sulgen Lukas Öhler Manuel Ehrmann 10 RSV Osaka Yusuke Murakami Yuma Takahashi
Einzelnachweise und Anmerkungen
Weblinks Alle Infos auf www.radball.at
#2022 Kategorie:Radsportveranstaltung 2022