mini|St. Jakobus und Nikolaus
Gollachostheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gollhofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Zum Gemeindeteil zählt die Jörgleinsmühle. Die Gemarkung Gollachostheim hat eine Fläche von 5,781 km². Sie ist in 590 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9798,83 m² haben.
Lage Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am linken Ufer der Gollach. Die Kreisstraße NEA 41 führt nach Gollhofen zur Bundesstraße 13 (3,4 km östlich) bzw. an der Unteren Mühle vorbei nach Hemmersheim (3,5 km westlich). Die Kreisstraße NEA 50 führt nach Rodheim (2,3 km nördlich) bzw. nach Adelhofen zur Staatsstraße 2256 (3,5 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde wohl bei der fränkischen Landnahme des 7. Jahrhunderts gegründet. 802 wurde er als „Ostheim“ erstmals urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit einer Schenkung eines Dietmunds an das Kloster Fulda.siehe Gollachostheim auf der Website gollhofen.de Gollachostheim gehörte zur Zent des würzburgischen Amtes Aub.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 361.
Von 1797 bis 1808 unterstand Gollachostheim dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Gollachostheim gebildet, zu dem Jörgleinsmühle und Rodheim gehörten. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Gollachostheim, zu der Jörgleinsmühle gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Uffenheim für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 5,823 km². Am 1. Mai 1978 wurde Gollachostheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gollhofen eingegliedert.
Baudenkmäler Kirchplatz 1: Ehemaliges Wohnstallhaus Kirchplatz 7: St. Jakobus und Nikolaus, evangelische Kirche
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2014Einwohner 298 316 330 347 356 376 340 336 342 345 352 353 320 294 328 314 329 309 294 481 446 387 299 241 225 195HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 64 61 64 62 61 66 61 61 64 61 Quelle Für die Gemeinde Gollachostheim zuzüglich Jörgleinsmühle (S. 45). Im Historischem Gemeindeverzeichnis werden abweichend 318 Einwohner für die Gemeinde angegeben.
Religion Gollachostheim ist Sitz der Pfarrei St. Jakobus und Nikolaus, die seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Gollhofen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 802 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim