hochkant=1.15|mini|Der Genossenschaftliche Wohnhof in Augsburg-Hochfeld, nordöstliche Gesamtansicht hochkant=0.85|mini|Südwestliche Teilansicht hochkant=0.85|mini|Hofansicht, südliche Gebäudetrakte Der Genossenschaftliche Wohnhof, auch Gottfried-Bösch-Karree genannt, mit den Adressen Bauernfeindstraße 2 bis 10 (gerade), Firnhaberstraße 27 bis 31 (ungerade), Hennchstraße 1 bis 9 (ungerade) und Hochfeldstraße 58 bis 64 (gerade) in Augsburg-Hochfeld, einem südlich der Innenstadt liegendem Stadtbezirk, wurde von Gottfried Bösch (auch als G. E. Bösch bezeichnet) von 1927 bis 1929 erbaut. Die Gebäude sind als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen., Denkmalnummer D-7-61-000-1173.
Geschichte Um die konstante Wohnungsnot in den Augsburger Arbeitervierteln in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zu lindern, gründete sich 1924 die Gemeinnützige Bau- und Spargesellschaft der Freien Gewerkschaften in Augsburg und Umgebung (kurz Gebas).Elke Fröhlich-Broszat: Bayern in der NS-Zeit. Herrschaft und Gesellschaft im Konflikt: Teil B. R. Oldenburg Verlag, München, 1981, ISBN 3-486-42381-9, Seite 25. Zusammen mit der zugehörigen Bauhütte Schwaben und NeuburgGeschäftsbericht der Bauhütte Schwaben und Neuburg 1945, Seite 6 (Online-Version). und dem Augsburger Architekten Gottfried Bösch errichtete sie anschließend am damaligen südlichen Bebauungsrand des noch relativ jungen Stadtteils Hochfeld zwischen 1927 und 1929 einen geschlossenen Wohnhof mit rund 120 Wohnungen.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Stadt Augsburg, Seite 25.Diese Geschichten erzählen die Straßennamen in Augsburg-Hochfeld. In: Augsburger Allgemeine, erschienen am 26. August 2016, Seite 31.
Die alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude ohne nennenswerte Schäden,gemäß Luftbildkartierung 1945 sodass das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten blieb.
Beschreibung Das Gottfried-Bösch-Karree, das zu den schönsten Profanbauten des Expressionismus in Augsburg gehört, ist eine auffallend repräsentative und große Wohnanlage. Sie besteht aus fünf durch Torbögen verbundene dreigeschossige Walmdachbauten mit fünfgeschossigen, hofseits durch Stufengiebel akzentuierten Eckblöcken zur Firnhaberstraße. Die Gebäudearchitektur wird betont durch viele Dreiecksformen in den gestaffelten Erkern, den Dachlinien und an den Türen. Über den Türen prangen Reliefs mit handwerklichen Szenen, die arbeitende Menschen – in Hausfrauen- und Maurertätigkeiten – zeigen.Kunst im öffentlichen Raum: Von der Sphinx zum Jagdflieger. In: Augsburger Allgemeine, erschienen am 20. Januar 2021, Seite 26.
Supraporten
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Augsburg-Hochfeld Kategorie:Bauwerk des Expressionismus in Bayern Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren Kategorie:Wohngebäude in Augsburg