Christoph Burckhardt & Co. (abgekürzt CBC, auch Christoph Burckhardt & Cie.) war ein Handelshaus mit Sitz in Basel, Schweiz. Das Unternehmen existierte von 1789 bis 1812. Es war im internationalen Grosshandel mit Baumwollstoffen und Kolonialwaren tätig. Der Hauptsitz befand sich im Segerhof am Blumenrain in Basel.

Geschichte Christoph Burckhardt & Co. entstand aus dem Vorgängerunternehmen Christoph Burckhardt & Sohn im Haus ‘zur Goldenen Müntz’. Unter dieser Firma wurde das Unternehmen von Christoph Burckhardt-Vischer (1708–1789) und seinem Sohn Leonhard Burckhardt-Mieg, -von Schenksfeld (1729–1817) geführt. 1766 trat der jüngere Sohn Christoph Burckhardt-Merian als Teilhaber ein. 1789, nach dem Tod des Vaters, trennten sich die beiden Brüder. Der ältere führte im Ernauerhof das Geschäft unter dem alten Firmennamen weiter, der jüngere, Christoph Burckhardt-Merian gründete die Firma Christoph Burckhardt & Co.Peter Haenger, Robert Labhardt, Niklaus Stettler: Baumwolle, Sklaven und Kredite – Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004, ISBN 3-85616-212-7, S. 45.

Wie bei anderen Basler Firmen jener Zeit, zum Beispiel Frères Merian, lag auch der Schwerpunkt von Christoph Burckhardt & Co. beim Handel mit Textilien und Kolonialwaren, vor allem Baumwollstoffen. Im Kontext der Revolutionskriege und der Kontinentalsperre war die Geschäftstätigkeit volatil und risikoreich. Die Filiale Bourcard Fils & Co. in Nantes unter Christoph Burckhardts zweitem Sohn Christoph Burckhardt junior (1766–1815)Peter Haenger, Robert Labhardt, Niklaus Stettler: Baumwolle, Sklaven und Kredite – Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004, ISBN 3-85616-212-7, S. 79–83, 181ff. war in den transatlantischen Sklavenhandel involviert, der als Dreieckshandel ablief. Sie beteiligte sich an Sklavenschiffen.Peter Fierz: Eine Basler Handelsfirma im ausgehenden 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts - Christoph Burckhardt & Co. und verwandte Firmen, Zürich 1994, S. 185–226.Peter Haenger, Robert Labhardt, Niklaus Stettler: Baumwolle, Sklaven und Kredite – Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004, ISBN 3-85616-212-7, S. 69–70, 82–86, 96–113. So brachte das Schiff Le Cultivateur in 1817 mit Transport von 178 Männern, 90 Frauen, 166 Jungen und 85 Mädchen nach Abzug von 27 unterwegs Verstorbenen 16236 Franc ein.Hans Fässler: Die Schuld der Eidgenossen, Mare No. 167, Dezember 2024, S. 71.

Im Kontext der des Kriegs zwischen Frankreich und Grossbritannien ging die Filiale in Nantes auch Beteiligungen an französischen Korsarenschiffen ein. Peter Fierz: Eine Basler Handelsfirma im ausgehenden 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts - Christoph Burckhardt & Co. und verwandte Firmen, Zürich 1994, S. 27–306.Peter Haenger, Robert Labhardt, Niklaus Stettler: Baumwolle, Sklaven und Kredite – Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004, ISBN 3-85616-212-7, S. 114–135.

Literatur Peter Fierz: Eine Basler Handelsfirma im ausgehenden 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts – Christoph Burckhardt & Co. und verwandte Firmen, Zürich 1994 Niklaus Stettler: Regionalisierung trotz Globalisierungsstrategie: die Grosshandelsfirma Christoph Burckhardt & Co. in Basel und ihre Tochtergesellschaft Bourcard Fils & Comp. in Nantes, 1789–1813. In: Schweizerische Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Band 19. 2003. S. 99–11 (Digitalisat). Peter Haenger, Robert Labhardt, Niklaus Stettler: Baumwolle, Sklaven und Kredite – Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004, ISBN 3-85616-212-7

Weblinks

Basler Bauten - Segerhof am Blumenrain, abgerufen am 12. November 2023.

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Textilhandel) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Textilindustrie) Kategorie:Unternehmen (Basel) Kategorie:Unternehmensgründung 1789 Kategorie:Aufgelöst 1812