Unterrimbach (fränkisch: UndarimbiW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 152. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „undərimbi“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Unterrimbach liegt in der Gemarkung Seitenbuch.
Lage Das Dorf liegt am Rimbach und ist im Norden wie auch Süden von Erhebungen des Steigerwaldes flankiert. Die Staatsstraße 2261 führt nach Oberrimbach (2 km westlich) bzw. nach Burghaslach (2,5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Harthof (1,1 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Würzburgischen Lehenbuch, das zwischen 1335 und 1345 entstanden ist, als „Inferiori Rintpach“ erstmals erwähnt. Das zugrundeliegende Hydronym Rimbach bedeutet ‚zum Rinderbach‘.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 152ff. In Unterrimbach waren die Grafen von Castell zu Remlingen, die Fürsten von Schwarzenberg und der Hochstift Würzburg begütert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 644.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Unterrimbach dem Steuerdistrikt Burghaslach und der Ruralgemeinde Kirchrimbach zugeordnet. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Unterrimbach am 1. Januar 1972 nach Burghaslach eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 19: Ehemaliges Gasthaus
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 8: Erdgeschossiges Wohnstallhaus. An der Giebelseitig dreiachsig, an der Traufseite im Wohn- und Stallteil je dreiachsig. Im Sturz des rechteckigen Türrahmens (mit Oberlicht) bezeichnet „MCP / 1836“. Verputzter Bruchsteinbau mit geknickten Quadervorlagen in Kratzputz auch die doppelten Leisten an den Giebelschrägen und das doppelte Wellenband an der Giebelsohle. An der dem Hof abgewandten Traufseite mit Zwerchgiebel angebautes Waschhaus.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 360. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 11: Erdgeschossiges Wohnhaus von drei zu drei Achsen mit Satteldach. Das verputzte massive Untergeschoss Anfang des 19. Jahrhunderts; die Fachwerkgiebel 18. Jahrhundert. Zweigeschossiger stehender Dachstuhl mit Zweidrittelstreben zu seiten der Stuhlsäulen. Im Türsturz Schlussstein mit Hufeisen. Im hinteren Teil der Traufseite Vorbau mit Stichbogengewölbe; Kellereingang. Tür an der Giebelseite mit Oberlicht. Felsenkeller. Gegenüber dem Stallgebäude bei Haus Nr. 1. Rundbogiger hausteingerahmter Eingang des 19. Jahrhunderts.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 94 113 107 107 103 99 85 107 81 60 57HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 16 13 18 18 18 17 17 17Quelle
Religion Unterrimbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Mauritius (Kirchrimbach) gepfarrt.
Persönlichkeiten Georg Friedrich Vicedom (1903–1974), lutherischer Theologe und Missionswissenschaftler
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Burghaslach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1335