mini|Friedenskirche
Ingolstadt (, fränkisch: InglschdadW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 86. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „iŋḷšdad“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Ingolstadt hat eine Fläche von 5,887 km². Sie ist in 551 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10684,72 m² haben.
Geografische Lage Das Kirchdorf liegt in der breiten Talebene Kleine Ehe und ist von Acker- und Grünflächen umgeben. Die Kreisstraße NEA 32 führt nach Krautostheim zur Staatsstraße 2256 (3 km südlich) bzw. nach Krassolzheim (1,8 km westlich). Die Kreisstraße NEA 31 führt nach Ezelheim (1,8 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1220 als „Ingelenstat“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Ingilo, eine Diminutivform von Ingo. Ingolstadt war ein Lehen des Hochstifts Würzburg. Um 1790 gab es im Ort 34 Untertansfamilien. Grundherren waren das würzburgische Amt Bibart (28), die Reichsstadt Windsheim (1) und die Herrschaft Sugenheim (5).W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 86.
Im Jahre 1806 kam Ingolstadt zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) entstand der Steuerdistrikt Ingolstadt und die Ruralgemeinde Ingolstadt. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Bibart zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Iphofen. Ab 1862 war das Bezirksamt Scheinfeld für die Verwaltung (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und ab 1879 das Rentamt Markt Bibart für die Finanzverwaltung zuständig (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, von 1929 bis 1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Bibart, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 5,884 km². Am 1. Januar 1972 wurde Ingolstadt im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Sugenheim eingemeindet.
Baudenkmäler In Ingolstadt gibt es zehn Baudenkmäler: Friedenskirche (Ingolstadt), evangelisch-lutherische Kirche Klein- und Wohnstallhäuser
Bodendenkmäler In der Gemarkung Ingolstadt gibt es zwei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 190 205 184 187 202 208 207 205 210 192 184 183 177 175 156 142 151 154 145 218 200 181 151 130 121HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 40 38 39 38 40 38 35 33 33 30Quelle
Religion Ingolstadt ist nach St. Johannes (Krautostheim) gepfarrt seit der Reformation evangelisch-lutherisch gepfarrt. Die Friedenskirche (Ingolstadt) ist eine Filiale von Krautostheim.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Sugenheim Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1220 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim