Die Liste der Stolpersteine in Vercelli enthält die Stolpersteine in der italienischen Stadt Vercelli, die an das Schicksal der Menschen aus dieser Stadt erinnern, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine () wurden von Gunter Demnig verlegt.
Die Stolpersteine liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers. Die erste Verlegung in Vercelli fand am 27. Januar 2023 statt.
Verlegte Stolpersteine In Vercelli wurden sieben Stolpersteine an vier Adressen verlegt.
Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben HIER WOHNTEADELE CARMIGEBOREN 1877VERHAFTET 1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 6.2.1944 Via Morosone, 19 (1877–1944) HIER WOHNTEANNETTA JONAGEBOREN 1881VERHAFTET 29.7.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 28.10.1944 Piazza Massimo D'Azeglio (1881–1944) 120px HIER WOHNTEENRICHETTA JONAGEBOREN 1919VERHAFTET 11.5.1944DEPORTIERTAUSCHWITZGESTORBEN 9.5.1945THERESIENSTADT Via Emanuele Foà, 58 geboren am 9. Oktober 1919 in Vercelli. Sie war die Tochter von Felice Jona und Regina Segre und arbeitete vor ihrer Verhaftung als Grundschullehrerin. Nach Zwischenstationen landete sie mit ihren Eltern im Durchgangslager Fossoli und wurde am 26. Juni 1944 mit einem Sammeltransport nach Auschwitz deportiert, wo sie vier Tage später am 30. Juni 1944 anlangte. Sie entging zunächst der Selektion und wurde nach Theresienstadt verlegt. Dort starb sie nach der Befreiung des Lagers an Erschöpfung. 120px HIER WOHNTEFELICE JONAGEBOREN 1878VERHAFTET 11.5.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 30.6.1944 Via Emanuele Foà, 58 geboren am 20. April 1878 in Vercelli. Der Stoffhändler heiratete am 9. September 1914 Regina Segre. 1919 wurde ihre Tochter Enrichetta geboren. Felice Jona wurde zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter verhaftet. Die Familie wurde zunächst in ein Sammellager bei Vercelli und dann in das Durchgangslager Fossoli gebracht und schließlich am 26. Juni 1944 nach Auschwitz deportiert. Nach der Ankunft in Auschwitz am 30. Juni 1944 wurde er umgehend in die Gaskammer geschickt. 120px HIER WOHNTEREGINAJONA SEGREGEBOREN 1889VERHAFTET 11.5.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET Via Emanuele Foà, 58 geboren am 13. Juli 1889 in Casale Monferrato. Sie war seit 1914 mit Felice Jona verheiratet und teilte zunächst das Schicksal der Familie. Nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 30. Juni 1944 wurde sie dort zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet. 120px HIER WOHNTEGIUSEPPE EMANUELELEBLISGEBOREN 1873VERHAFTET 20.12.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 6.2.1944 Via Monte di Pietà geboren am 25. Juli 1873 in Vercelli. Der als Ingenieur und Lehrer tätige Leblis war Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Vercelli. Nach der deutschen Besetzung Italiens am 8. September 1943 flüchtete er in das Susatal nach Mocchie, einem Ortsteil der Gemeinde Condove. Dort wurde er am 20. Dezember 1943 verhaftet und in das Gefängnis nach Turin gebracht. Vor seiner Verhaftung organisierte er die Flucht von italienischen und ausländischen Juden über die DELASEM. Anschließend landete er im San-Vittore-Gefängnis im Mailand, das als Sammellager diente. Giuseppe Emanuele Leblis wurde am 30. Januar 1944 vom Bahnhof Milano Centrale zusammen mit weiteren 704 jüdischen Gefangenen, darunter Liliana Segre, ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Nach der Ankunft in Auschwitz-Birkenau am 6. Februar 1944 wurde er zusammen mit weiteren 476 Deportierten umgehend in die Gaskammer geschickt. HIER WOHNTEDELIASEGRE MARONIGEBOREN 1891VERHAFTET 27.9.1943DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET Via Morosone, 19 (1891–1943/45)
Verlegedatum 27. Januar 2023: Via Emanuele Foà 58, Via Monte di Pietà 9. November 2023: Piazza Massimo D'Azeglio, Via Morosone 19
Weblinks
Stolpersteine.eu, offizielle Website des Stolperstein-Projekts von Gunter Demnig
Einzelnachweise
Kategorie:Vercelli Vercelli