Lerchenhöchstadt (fränkisch: Lärng-höschdiW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 120. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lęrŋhöšdi“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Taschendorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Lerchenhöchstadt liegt in der Gemarkung Obersteinbach.
Geographie Der Weiler liegt an einem namenlosen rechten Zufluss der Steinach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obersteinbach zur Staatsstraße 2259 (0,8 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur St 2259 (0,7 km nördlich).
Geschichte Im Würzburger Lehenbuch, das im Zeitraum von 1303 bis 1313 entstanden ist, wurde ein Ort namens „Hofsteten“ erwähnt. Ob dieser mit Lerchenhöchstadt identisch ist, kann nicht sicher geklärt werden. Der erste eindeutige Beleg datiert im Jahr 1346 als „Herchenhoefstet“. Die heutige Form wird erstmals 1616 bezeugt und ist eine Umdeutung. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hericho.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 120f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lerchenhöchstadt dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Obersteinbach zugeordnet. Vor 1837 erfolgte die Umgemeindung nach Thierberg, vor 1877 kam Lerchenhöchstadt wieder zur Gemeinde Obersteinbach. Am 1. Januar 1972 wurde Lerchenhöchstadt im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Markt Taschendorf eingemeindet.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 7: Erdgeschossiges Bauernhaus, im Türsturz unter dem Oberlicht bezeichnet „J. H. 1828“. Verputzter Massivbau von drei zu vier Achsen, mit Satteldach und Giebel zur Straße. Geknickte Eckpilaster.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 179. Ursprüngliche Hausnummerierung. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 9: Erdgeschossiges Bauernhaus von drei zu fünf Achsen, im Schlussstein der Tür datiert „1868“. Verputzter Massivbau mit geknickten Eckvorlagen; der Giebel zur Straße mit Gitterfachwerk. Fenster und Fütren mit profilierten Hausteinrahmen, Fenster mit profilierten Sohlbänken.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 49 57 44 37 43 44 50 43 38 35 31HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude und 1840 als Häuser. 12 12 11 9 9 8 8 8 9Quelle
Religion Lerchenhöchstadt ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Rochus (Obersteinbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Markt Taschendorf Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1346