Lachheim (fränkisch: LachamW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 109. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „laxəm“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Taschendorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Lachheim liegt in der Gemarkung Obersteinbach.
Geographie Das Dorf liegt in Tallage an der Steinach und zwei namenlosen rechten Zuflüssen der Steinach. Die Staatsstraße 2259 führt an der Klösmühle vorbei nach Thierberg (2,6 km westlich) bzw. nach Obersteinbach (1,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Birkach (0,9 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde im Würzburgischen Lehenbuch, das im Zeitraum von 1303 bis 1313 entstanden ist, als „Locheim“ erstmals erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist ‚lō(ch)‘ (mhd. für Hain, lichtes Gehölz) bzw. ‚lāh‘ (ahd. für Grenzmarke in Holz oder Stein).W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 109ff. Lachheim unterstand den Herren von Schwarzenberg.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 252.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lachheim im Jahre 1808 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Obersteinbach zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Lachheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Markt Taschendorf eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 1: Ehemalige Mühle
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 3: Erdgeschossiger verputztes Wohnstallhaus mit Giebel zur Straße, drei zu fünf Achsen, Anfang des 19. Jahrhunderts. Quadersockel als Hangsubtruktion; geknickte toskanische Eckpilaster. Türrahmen mit der Erbauungszeit.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 171. Ursprüngliche Hausnummerierung. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 11: Zweigeschossiges Giebelhaus von drei zu vier Achsen im Wohnteil, im Keilstein der profilierten Türverdachung bezeichnet „Matthaeus / Stubenrauch / 1849“. Erdgeschossfenster der Giebelseite zur Straße modern verändert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 79 74 96 97 104 109 86 148 85 79 78HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude und 1840 als Häuser. 17 14 14 16 16 18 17 19 20Quelle
Religion Lachheim ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Rochus (Obersteinbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Markt Taschendorf Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1303