mini|Brigadier Philipp Ségur-Cabanac Philipp Ségur-Cabanac (* 19. Juni 1975 in Wien) ist ein österreichischer Offizier des Bundesheeres im Rang eines Generalmajors.
Familie Philipp Ségur-Cabanac wurde 1975 als Sohn des späteren Generalleutnants Christian Ségur-Cabanac (* 1948) und dessen Ehefrau Maria Isabella (Maribelle) Banfield-Mumb von Mühlhaim (* 1947) geboren. Die Familie entstammt einer alten, ursprünglich französischen Adelsfamilie, der Grafen von Ségur, deren österreichischer Familienzweig sich in der Zeit der Französischen Revolution bildete und die seit Generationen Politiker und Militärs stellt. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Militärische und akademische Laufbahn Philipp Ségur-Cabanac begann seinen Dienst beim Bundesheer im Jahr 1993. Er absolvierte zunächst die Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung in der Waffengattung Jäger beim Landwehrstammregiment 73 in Villach. Von 1995 bis 1998 wurde Philipp Ségur-Cabanac an der Theresianischen Militärakademie zum Truppenoffizier ausgebildet und musterte als Angehöriger des Jahrganges „Admiral von Sterneck“ zum Jägerbataillon 25 aus, wo er bis 2002 als Zugskommandant und stellvertretender Kompaniekommandant Dienst versah.
In den Jahren 2002 und 2003 war er Teilnehmer am 32. Jagdkommandogrundkurs und wurde im Anschluss daran als Zugskommandant in der Jagdkommandokompanie bzw. von 2003 bis 2007 als deren Kommandant verwendet.
Von 2007 bis 2010 war Philipp Ségur-Cabanac Teilnehmer am 18. Generalstabskurs und war danach bis 2012 als Lehrer an der Landesverteidigungsakademie tätig.
Im Jahr 2010 schloss er ein nebenberufliches Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien ab.
In den Jahren 2012 bis 2014 nahm er am französischen Generalstabslehrgang teil.
Von 2014 bis 2019 war er Referatsleiter und stellvertretender Abteilungsleiter in der Abteilung Militärstrategie im Generalstab.
Von 2019 bis 2024 war Philipp Ségur-Cabanac der Kommandant des Jagdkommandos.
Am 1. Jänner 2021 erfolgte die Beförderung zum Brigadier.
Von Mitte 2024 bis Mitte 2025 nahm er am „Global Strategy Programme“ – ein Vorbereitungskurs auf „senior leadership“ im öffentlichen Sicherheitsbereich – am Royal College of Defence Studies in London teil.
Seit der Rückkehr aus Großbritannien war Brigadier Philipp Ségur-Cabanac Projektleiter Militärstrategisches Konzept in der Direktion Fähigkeiten & Grundsatzplanung im Bundesministerium für Landesverteidigung.
Am 5. Dezember 2025 wurde bekanntgegeben, dass Brigadier Philipp Ségur-Cabanac als Nachfolger des mit Ablauf des Jahres 2025 in den Ruhestand übertretenden Generalmajor Karl Pronhagl als Kommandant der Theresianischen Militärakademie vorgesehen ist.
Im Zuge eines Festaktes am 11. Dezember 2025 wurde Ségur-Cabanac durch die Übernahme der Akademiefahne mit „der Führung der Theresianischen Militärakademie betraut“.
Am Montag, dem 26. Jänner 2026, wurde er durch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner rückwirkend mit 1. Jänner 2026 zum Kommandanten der Theresianischen Militärakademie bestellt. Damit einhergehend erfolgte auch die Beförderung zum Generalmajor.
Auslandseinsätze von April bis Juli 1999 in Albanien als Zugskommandant eines Personenschutz-, Wach-, Sicherungs- und Eingreifzug von August 1999 bis April 2000 im Kosovo als Zugskommandant eines Personenschutz-, Wach-, Sicherungs- und Eingreifzug 2002/2003: Kommandant einer Special Operations Task Unit im Kosovo 2011: Chef des Stabes der KFOR/Multinational Battlegroup West im Kosovo
Einzelnachweise
Kategorie:Brigadier (Zweite Republik Österreich) Kategorie:Generalstabsoffizier (Österreich) Kategorie:Bundesministerium für Landesverteidigung Kategorie:Kommandant der Theresianischen Militärakademie Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Person im Kosovokrieg (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Mann