Hans Georg Wirz (geboren am 18. Dezember 1885 in Zürich; gestorben am 15. September 1972 in Bern) war ein Schweizer Historiker, Bibliothekar, Autor und Generalstabsoffizier.

Leben und Werk Hans Georg Wirz entstammte dem alten Zürcher Geschlecht der Wirz von Uerikon. Er war ein Sohn des Philologen Hans Wirz (1842–1914) und der Louise (1858–1940) sowie ein Grossneffe von Henry Wirz.

Wirz studierte Geschichte und politische Ökonomie in Zürich, München und Heidelberg. 1912 holte er sich den Doktortitel sowie das Diplom für das höhere Lehramt. Im gleichen Jahr wurde er zum Chef der Eidgenössischen Militärbibliothek, heute Bibliothek am Guisanplatz, ernannt. Von 1914 bis 1918 amtete er als Chef der Zentralstelle für Soldatenfürsorge.

Zusammen mit Theophil Sprecher von Bernegg gründete er 1918 die Stiftung Schweizerische Nationalspende. Wirz amtete bis 1964 als deren Schriftführer. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Soldatenbibliothek in die Stiftung Schweizerische Volksbibliothek überführt. Dort war er als Oberbibliothekar bis 1956 tätig. Hermann Escher, Felix Burckhardt und Marcel Godet (1877–1949), Präsident der Internationalen Bibliothekarenvereinigung und Mitherausgeber des Historisch-Biographischen Lexikons der Schweiz, unterstützten ihn in seiner Tätigkeit.

alternativtext=Hans Georg Wirz (1885–1972) Historiker, Bibliothekar, Autor, Generalstabsoffizier. Grab 81351, Friedhof Enzenbühl, Zürich|mini|Grab von Hans Georg Wirz, Friedhof Enzenbühl, Zürich Von 1925 bis 1956 war Wirz ausserordentlicher Professor für Schweizer Geschichte und allgemeine Kriegsgeschichte an der Universität Bern. Zudem verfasste er zahlreiche militärhistorische Publikationen vor allem zum Spätmittelalter. Unter Leitung von Wirz und Markus Feldmann (Vater von Markus Feldmann) bearbeiteten Schweizer HistorikerSchweizer Kriegsgeschichte, bearbeitet von Schweizer Historikern unter Leitung von M. Feldmann und H. G. Wirz. 4 Bände. Bern 1915–1935. die Reihe Schweizer Kriegsgeschichte.

Hans Georg Wirz war mit Regina, geborene Lauener (1899–1989), verheiratet. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Enzenbühl in Zürich.

Literatur

F. M.: Nachruf für Prof. Dr. Hans Georg Wirz. In: Nachrichten / Vereinigung Schweizerischer Bibliothekare, Bd. 48, Heft 5, 1972, S. 236–237 (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich).

Weblinks

Wirz, Hans Georg In: Deutsche Biographie Wirz, Hans Georg in der bibliografischen Datenbank WorldCat

Einzelnachweise

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