mini|HUS / Hans Ulrich Siegenthaler (2022) Hans Ulrich Siegenthaler(auch Hans-Ueli Siegenthaler oder HUS). (* 17. Dezember 1952 in Bern) ist ein Schweizer Maler und Konzeptkünstler.

Leben HUS wuchs in Bern-Bümpliz auf. Er machte eine Lehre als Fernmelde-, Elektro- und Apparatemonteur (FEAM). Bevor er sich zum IT-Spezialisten weiterbilden liess, arbeitete er im Schweizerischen Institut für Nuklearforschung in Villigen. Im Bundesamt für Kultur (BAK) arbeitete HUS dann 29 Jahre als IT-Verantwortlicher. In den späten 1990er Jahren begann er seine «reale Fiktion» der "Republik Sehnah" aufzubauen, parallel zur konzeptuellen Malerei, die er seit 1975 tätigte. 2006 begann die Zusammenarbeit mit Herbert Distel. Er gestaltete die Internetseite für Distels "Schubladenmuseums" und wurde dafür von ihm zum "Direktor des MOD" (Museum of Drawers / Schubladenmuseum) ernannt. Zudem initiierte er eine erweiterte Neuauflage der Publikation von 1977 und die Restaurierung der originalen Dias. 2020 gab er das Amt des Direktors ab. Um 1990 war HUS auch Redaktor und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Alpha, wo er für die Jubiläumsnummer 50Schweizerische Nationalbibliothek vom Juni 1992 verantwortlich war, die von Bernhard Luginbühl gestaltet wurde. Neben eigenen Texten wurden darin auch Beiträge von Franz Hohler, Peter Lehner, Kurt Marti und Fritz Widmer aufgenommen.

HUS ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, lebt und arbeitet in Oberwil im Simmental und in der Stadt Bern.

Werk

HUS malt als Autodidakt in der Manier der Minimal Art. Zu seinem Repertoire gehören Videoarbeiten, Malerei, Objekte und Computerarbeiten. Das Werk «Menschheit» von 1987 endete in einer Mikrofilmarbeit mit fünf Milliarden Strichen, für jeden damals existierenden Menschen ein Zeichen. Das Werk sollte auf unerfüllten Wunsch des Künstlers von dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen übernommen werden.Presse und Unterlagen auf habalukke.ch Die zentralen Werke sind Sehnah/Habalukke und seine Einfleischungen. Als Einfleischungen bezeichnet er Farbtöne für die Darstellung nackter menschlicher Körperpartien. Er verwendet den Begriff angelehnt an den Philosophen Maurice Merleau-Ponty, der die Meinung vertritt, dass eine sinnhafte Welt nur als sinnlich verkörperte Welt existieren kann. HUS übernimmt diesen Gedanken in seine Malerei, die zum monochrom fleischfarbenen, gegenstandslosen Bild tendiert, welches nur noch «Körper» ist. Das Ausstellungsprojekt Habalukke inszenierte er in einem Archäologischen Museum mit der Begründung, dass in der Archäologie der schriftlosen Frühzeit die Artefakte auch nicht einem Künstler zugeordnet werden könnten. Darum bleibe auch er als Urheber der ausgetellten Objekte bis zum Ende des Ausstellungsparcours unbenannt. Er stellte den Titel Habalukke vor seinen Künstlernamen HUS.

Einzelausstellungen (Auswahl) 1976: Galerie Lauffohr, Brugg (CH)Presseartikel auf habalukke.ch 1977: Galerie im Doktorhaus, Oberdorf (CH)Pressetext auf habalukke.ch 1978: Galerie Szene, Bern (CH)Presseartikel der Berner Zeitung auf habalukke.ch 1991: Galerie Hermes, Solothurn (CH)Presseberichte auf habalukke.ch 1994: Mühle Galerie, Bern (CH)Ausstellungsansicht und Plakat auf habalukke.ch 1997: Galerie Mürner, Murten (CH)Der Murtenbieter auf habalukke.ch 1999, 2012: Galerie Theater, Bern (CH)Informationen auf habalukke.ch 2003: Galerie Kulturkeller, Bern (CH)Einladung und Informationen auf habalukke.ch 2005: Galerie Rathauskeller, Aarberg (CH)Installationsansicht auf habalukke.ch 2016: Neues Museum Biel (NMB) Biel (CH)Webseite des NMB 2017: Collection des moulages de l’Université de Genève (CH)Webseite der Universität Genf 2022: Archäologisches Museum Colombischlössle Freiburg (D)Webseite des Colombischlössle

Gruppenausstellungen (Auswahl) 1996: Alpenglühn, Forum Schlossplatz, Aarau (CH), kuratiert von Beat GuggerAnsichten und Presse auf habalukke.ch 1998: Von Colombo nach New Delhi, Galerie 5a, Bern (CH)Ausstellungsansichten auf habalukke.ch

Publikationen (Auswahl) Marie-Louis Schaller, Galerie Hermes (Hrsg.): Ausstellung Solothurn, 1993.Quelle: Schweizerische Nationalbibliothek Ludivine Marquis, Jonas Kissling, Elise Maillard: Habalukke – Trésors d’une civilisation oubliée. In: AS / Archäologie Schweiz. Nr. 39, 2016, EAN 9770255900004, S. 40 ff. Habalukke – Schätze einer vergangenen Zeit. In: Sammeln / Collection. Nr. 118, April/Mai 2016, EAN 9771422471006 00118, S. 2 ff. Neues Museum Biel (Hrsg.): Berena-News: le journal de la République de Sehnah NMB, 27.02 – 29.05.2016. / Die Zeitung der Republik Sehnah: Ausstellung NMB 27.02–29.05 2016 (Aufl. 58'000 Expl.). Mario Frasa (Autor) / Hans Ulrich Siegenthaler (Illustration): Cartoline dal Nord, Edizioni Pagine d'Arte, Tesserete / CH, 2024, EAN 9788894904611

Weblinks Website von HUS Galerievertretung bei «arting»

Reale Fiktion Website der Republik Sehnah Website der Habalukke-Kultur Berena News. Website des Presseorgans der Republik Sehnah

Audiovisuelle Medien Trailer zur Ausstellung im Colombischlösschen in Freiburg im Breisgau, 2022, auf YouTube Habalukke Film von art-tv, NMB, 2016 Schubladenmuseum Animation der ersten MOD - Webseite, 2009 Im Banne Habalukkes Galerie Rathauskeller, Aarberg, 2005 HUS bei Land in Sicht HUS als Gast bei Kurt Aeschbacher am 16. Oktober 2003

Texte Habalukke, Schätze einer vergessenen Zivisation. museen.de, 7. April 2022. Habalukke, eine archäologische Entdeckung. Badische Zeitung, 17. April 2022. Habalukke - Trésors d'une civilisation oubliée. Universität Genf, 2017 (französisch) Habalukke, 2016 Text von Véronique Dasen zu Sehnah / Habalukke Berena News, 2016 Katalog (Publikation) zur Ausstellung im NMB Neues Museum Biel Habalukke im NMB, 2016 Ausstellung NMB, 2016 Artikel vom Seniorweb Schweiz Schriften von / über Hans Ulrich Siegenthaler in der Schweizerischen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

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