Volker Hermes (* 1972 in Wegberg) ist ein deutscher bildender Künstler.
Leben Volker Hermes studierte von 1995 bis 2002 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Dieter Krieg, ab 2000 als dessen Meisterschüler. 1999 bis 2001 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Seine Arbeiten zeigt Hermes national wie international in Ausstellungen und Projekten. Insbesondere seine Serie der Hidden Portraits findet internationale Aufmerksamkeit. Im Juni 2023 stellte ihn das Metropolitan Museum of Art New York online in seiner Reihe Perspectives vor, das Cover der Oktoberausgabe 2022 des New York Review of Books zeigte seine Arbeit und Christie’s New York realisierte mit ihm ein Projekt zur Classic Week 2020. Eine auch jenseits der Kunstszene bestehende mediale Resonanz zeigt sich in zahlreichen Features u. a. von der amerikanischen Vogue, Harper’s Bazaar, aber auch dem ZEITmagazin in Deutschland.
Werk Ausgangspunkt und Zentrum seines künstlerischen Werkes ist für Hermes die Malerei und die mit ihr verbundenen Fragen von Wirklichkeitsdarstellung im Allgemeinen sowie – im gesellschaftlichen Kontext – Repräsentation von Macht und Selbstdarstellung. Künstlerischen Ausdruck findet Hermes in unterschiedlichen Formaten, Techniken und genreübergreifenden Projekten. Er arbeitet in großen Themenkomplexen, denen gemeinsam ist, dass sie mit Bezügen zur Kunstgeschichte arbeiten, aus denen er seine eigene zeitgenössische Bildsprache entwickelt.
Zentrale Werkreihen von Volker Hermes sind: Parforce, Humboldt-Hybride und Hidden Portraits. Während Parforce eine – vornehmlich malerische – Auseinandersetzung mit dem Genre der Seestücke ist, beschäftigt sich Hermes bei den Humboldt-Hybriden in Gemälden, Zeichnungen und digitalen Collagen mit der Darstellung rationaler Erkenntnis in Kombination mit dem Moment der Entdeckung und lehnt sich dabei an Zeichnungen aus frühen wissenschaftlichen Expeditionen an. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Hermes vor allem mit seiner Hidden Portraits-Serie. Dabei handelt es sich um digitale Collagen historischer Porträts. Der Künstler interessiert sich dabei besonders für die historischen Zeichen und Symbole der Selbstdarstellung, die im Genre der Portraitsmalerei zu finden sind. In seinen Arbeiten analysiert und überzeichnet er sie.
Stipendien 1999–2001: Studienstiftung des Deutschen Volkes 2000: Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf 2002: Stipendiat des Kunstvereins Düsseldorf 2003: Künstlerstipendium der Bundesrepublik Deutschland, Deutsches Studienzentrum in Venedig, Venedig 2005: Artist in Residence in Ein Hod, Israel
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2025: Hidden Portraits / Portraits Cachés, Chateau d'Azay-le-Rideau, Frankreich 2025: The Look, James Freeman Gallery, London (zusammen mit Derrick Guild) 2024: Auge und Zeit, Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen 2023: Ruff Hood, James Freeman Gallery, London 2023: Rococo madness, Nationalmuseum Breslau, Wroclaw 2021: Inszenierungen des Zeigens, Kunsthaus Nordrhein-Westfalen Kornelimünster, Kornelimünster 2020: Hidden Portraits. Identità s-velate, Musei civici di Pavia, Italien 2020: Christie’s featuring Hidden Portraits, Christie’s, Rockefeller Center, New York 2018: fly like paper (für Mira), Galerie Bräuning Contemporary, Hamburg 2014: Humboldt Hybride, Galerie Bräuning Contemporary, Hamburg 2012: Parforce, Galerie Bräuning Contemporary, Hamburg 2011: Tape modern, Berlin 2011: Kleine Welten, CAS Galerie, Salzburg 2008: Ich suche Du, Kunstverein Region Heinsberg, Heinsberg 2005: delicious suicide, Galerie Kunstbüro Düsseldorf 2004: Spört ist Mörd, CircualtionsCentralen Gallery, Malmö, Schweden 2003: Finde Klarheit in dunklen Wassern und brenne, Kunst Klub Aquarellbluten, Köln 2002: bel air bench, Het Glazen Huis, Amsterdam
Gruppenausstellungen 2025: Rococo Reboot! Modemuseum Hasselt, Belgien 2022: UltraQueer, Museum Palazzo Merulana, Rom 2022: Unveiled, The Beany House, Canterbury Museums, Canterbury 2020: you are here, Kunsthaus NRW, Kornelimünster 2017: Akademie, Kunst im Tunnel, Düsseldorf 2016: 50 contemporary artists, Enter Art Foundation, Berlin 2013: Hang zur Kunst, Pop-up-Show, Stuttgart 2006: Kunstrasen 2006, Ersatzbank der Gefühle, Stadtmuseum Halle, Halle/Saale 2004: co_op, Kunstverein Hildesheim (mit Jörg Rothhaar) 2002: Ich und Wolfgang, Galerie Kunstbüro Düsseldorf 2002: Bildräume, Kunstverein Landau 2001: Paper Jam, Kunstverein Bielefeld, Bielefeld 2000: Flag Parade, Museum Abteiberg Mönchengladbach
Projekte (Auswahl) 2025: Portrait und Mensch, Online-Ausstellung mit der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten 2022: Vortrag und Talk, Lebanese American University, Beirut 2022: A new voice in an old world, Talk im Rahmen des Art History Festivals UK 2021: Podcast Athena Art Foundation, New York 2021: Face off Symposium, Fashion Institute der Metropolitan University, Manchester 2020: Podcast Colnaghi Foundation, London / New York 2020: Podcast Dress:Fancy, London 2019: Ziggy-Medal (mit Rita McBride), Gestaltung eines Künstlerordens, Düsseldorf 2018: Île Flottante, Britischer Pavillon, Architekturbiennale, Venedig 2016: Originalbemalung von Kostümen für Die Sache Makropulos von Leoš Janáček, Deutsche Oper, Berlin 2013: Bildbeiträge für den Kinofilm Only Lovers Left Alive, Regie: Jim Jarmusch 2011: Originalbemalung von Kostümen für Tristan und Isolde von Richard Wagner, RuhrTriennale 2010: Originalbemalung von Kostümen für die Uraufführung der Oper Gisela von H. W. Henze, RuhrTriennale 1999–2002: Mitgründer und Kurator des Ausstellungsraum PLUS e. V. in Düsseldorf
Texte & Medien Artists on Artists, Gespräch mit Peter Brathwaite, National Gallery, London Hidden Portraits by Volker Hermes, Deutsche Welle TV, 2021 Ist uns das Lachen vergangen? Beitrag zu Volker Hermes in aspekte, ZDF, 2021 (nicht mehr online) Meet the artist: Volker Hermes at James Freeman Gallery, Athena Art Foundation, 2023 (englisch) The Portraits of Volker Hermes, Christopher Alessandrini, The MET Perspectives, New York (englisch) Classic Week’s Hidden Portraits, Interview mit Volker Hermes, Christie’s New York (englisch) These Masked Portraits Are an Instagram Sensation, Tiziana Cardini, in Vogue USA, 2020 (englisch) Hidden Leighton: Volker Hermes Reimagined Historical Paintings, Interview mit Volker Hermes, Leighton House Museum, London (englisch) Die maskierten Porträts des deutschen Künstlers Volker Hermes werden gerade zur Internet-Sensation, Hanna Buehrle in Vogue Germany, 2021 History revisited, Vogue, Portugal, (englisch) Podcast with Volker Hermes – Colnaghi Foundation, 2021 Athena Livestream with Volker Hermes, Athena Art Foundation, 2022 (englisch) Die Gesichter interessieren ihn nicht – nur die Details! Christoph Heim in: Tagesanzeiger Kultur, 2021 In Conversation with the artist Volker Hermes, Talk with Curator Dr. Benjamin Wild, Manchester Institute of Fashion, 2021 Hidden Portraits by Volker Hermes, The Dorf, Magazin für Düsseldorf, 2022 Die Macht des Portraits, Interview mit Volker Hermes – Qiio Magazin, 2020 Whimsical, Surreal & Insightful: The Masked Portraits of Volker Hermes, yatzer (englisch) volker hermes’ hidden portraits explore historical fashion through modified antique paintings, designboom (englisch) Overly Grand Manners: Volker Hermes Exaggerates Historical Portraits with Ostentatious Absurdity, colossal magazine, 2023 (englisch) Volker Hermes – Tools of The Past, compulsive contents (englisch)
Schriften Volker Hermes Hidden Portraits, Alte Meister – Neuer Blick, Elisabeth Sandmann Verlag GmbH München, 2024, ISBN 978-3-949582-34-9.
Weblinks Website des Künstlers
Website des Künstlers zu seinen digitalen Arbeiten (NTFs) Volker Hermes bei James Freeman Gallery Volker Hermes bei Bräuning Contemporary
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Kategorie:Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Medienkünstler (Deutschland) Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Bildender Künstler (Düsseldorf) Kategorie:Konzeptkünstler (Deutschland) Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann