Wiedergeburt (Pali: Punabbhava; Sanskrit: punarbhava; auch: Wiederdasein bzw. Wiederwerden oder erneute ExistenzPunabbhava (englisch)) ist im buddhistischen Kontext ein Begriff aus der indischen Philosophie, der bereits vor dem Erscheinen des Gautama Buddha bekannt war. Buddha übernahm den Begriff und passte ihn seinen eigenen Erkenntnissen an.

Wiedergeburt und Nicht-Selbst Innerhalb der indischen Philosophie postulierten verschiedene an den Veden orientierte philosophische Strömungen (siehe Astika und Nastika) die Existenz einer "Seele" (Sanskrit: Atmān, Pali: Attā). Buddha jedoch verneinte die Existenz eines Atman und sprach von "Nicht-Selbst" (Sanskrit: Anātman, Pali: Anattā).

Im Buddhismus wird unter Wiedergeburt also nicht das Weitergehen einer Seele wie in manch anderen religiösen Überlieferungen zur Reinkarnation verstanden, sondern ein neues Entstehen des Prozesses der Existenz. Dazu steht im Milindapanha:

Die Anguttara-Nikaya erläutert den Einfluss von Karma auf die Wiedergeburt:

Das Visuddhimagga unterscheidet im Kapitel Durch die Karmaformationen bedingt ist das Bewußtsein 19 Arten des 'karmagewirkten Bewußtseins'palikanon.de: Visuddhi Magga XVII (II-III) "Durch die Karmaformationen bedingt ist das Bewußtsein" (sankhāra-paccayā viññānam) (s. a. Vijnanas).

Zu den ältesten Bildtypen buddhistischer Malerei zählt das Lebensrad (Sanskrit: Bhavachakra), eine Darstellung des 'leidhaften Wiedergeburtenkreislaufs' Samsara.

Siehe auch Jataka

Weblinks Wiedergeburt von Max Ladner

Einzelnachweise

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