Siegfried Karl Hermann Kötscher (genannt auch Kötscher Friede) (geb. am 20. Februar 1886 in Weimar; gest. am 5. Dezember 1954 ebenda) war ein deutscher Maler und Graphiker sowie ein Weimarer Stadtoriginal.

Leben und Werk Er war Schüler der Kunsthochschule in Weimar und wohnhaft in der Belvederer Allee 60. Seine Fassaden- und Wandmalereien, die größtenteils übermalt sind, trugen zum volkstümlichen Weimarbild bei. Darunter waren Wald- und Jagdszenen am Haus Geleitstraße 9, wo die Büchsenmachermeister Georg und Alfred Seelig ansässig waren. Er hatte in zahlreichen Gaststätten gemalt, so in der "Scharfen Ecke" in der Geleitstraße, im Hotel "Chemnitius" (Nachtwächtermotive) und im Bahnhofswartesaal. Erhalten geblieben sind seine Wandbilder im Vereinshaus „Zur Linde“ in Ehringsdorf. Dort ist der Ehringsdorfer Urmensch das Thema. Diese Bilder wurden von Norbert Gladis restauriert.https://www.genios.de/presse-archiv/artikel/TA/20140129/vor-dem-verfall-gerettet/37769282-APOLDA.html Seine Tätigkeiten in den Lokalen brachten ihm den Beinamen Kneipen-Raffael ein. Im Stadtmuseum Weimar hängt das Bild "Die Einmündung der Erfurter Straße mit Torhaus" (Öl auf Sperrholz) von 1942, auf dem ein Zug mit Dampflok vor dem ehemaligen Bahnhof, dem Torhaus an der Erfurter Straße zu sehen ist. Vier weitere Gemälde von 1939, bei Renovierungsarbeiten frei nachgestaltet im Jahre 2002 von Klaus Ritter, befinden sich im Rathausinneren zur Geschichte der Stadt Rastenberg.

Literatur Art. Kötscher, Siegried Karl Hermann, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 260.

Weblinks https://www.ehringsdorf-bei-weimar.de/HEIMATVEREIN/Heimatverein.htm

Einzelnachweise

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