Neu-Ehringsdorf oder NeuehringsdorfEs gibt beide Schreibweisen. ist ein Ortsteil von Weimar, der westlich von Schloss Belvedere liegt.
Der Ortsteil entstand 1947–49 als Siedlung für Neubauern aus dem Grundbesitz des Rittergutes Ehringsdorf im Zuge der Bodenreform. Es wurden vierzehn neue Höfe gebaut. Diese stehen beidseits der von Weimar-Possendorf abgehenden Stichstraße. Sie sind im verputzten Ziegelmauerwerk errichtet. Der verwendete Haustyp Ohl/BackenRainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen Bd. 4.2: Stadt Weimar. Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 969. hatte Wohnräume, aber auch Stallungen bzw. Scheunen.Art. Neuehringsdorf, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 331. Das Erscheinungsbild hat sich durch spätere Umbauungen verändert. In Weimar gab es von 1948 bis 1951 eine Lehmbauschule im Gasthof zu Goldenen Schwan, dem heutigen Bienenmuseum in Oberweimar.Gerd, Seidel, Walter Steiner: Baustein und Bauwerk in Weimar (= Ständige Kommissionen Kultur der Stadtverordnetenversammlung Weimar und des Kreistages Weimar-Land in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Weimar (Hrsg.): Tradition und Gegenwart.). Weimarer Schriften. Heft 32. Weimar 1988, S. 51. ISBN 3-910053-08-4 In der Rainer-Maria-Rilke-Straße und in Neu-Ehringsdorf wurden 1948 Neubauerngehöfte in Lehmbauweise errichtet.Art. Lehmbauschule, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 274. Genauere Angaben liegen zum Neubauernhof Neu-Ehringsdorf 13 vor.
Im Bereich von Neu-Ehringsdorf liegen der denkmalgeschützte Lindenhof und der Sender Weimar. Unter den auf der Liste der Naturdenkmale in Weimar befindet u. a. sich hier das Olympiawäldchen mit einem kleinen Teich.
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Weimar