Schattseite, früher Straßburg Schattseite, ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Straßburg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. In dem Ort leben Menschen (Stand ).

Lage Die Ortschaft liegt schattseitig im Gurktal, gegenüber des Gemeindehauptorts Straßburg-Stadt. Die heute noch bestehenden Höfe der Siedlung erstrecken sich weit verstreut über ein Gebiet mit einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 3 Kilometern und einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 1 ¾ km und in einer Lage von etwa 650 bis 1000 Meter Höhe.

Zum Ort gehören im Tal rechts der Gurk, südöstlich von Straßburg-Stadt die Filialkirche St. Stefan mit den nahegelegenen Häusern Göthe-Haus (Götte, Nr. 21), Altes Messnerhaus (Nr. 22) und einem Haus ohne Vulgonamen (Nr. 23). Am Hang, vom südwestlichen Ortsrand von Straßburg-Stadt aus erreichbar, liegt die Taumberger-Hube (Tonberger, Nr. 1). Von der Gunzenberger Landesstraße L67b aus erreichbar sind einige Häuser schattseitig in Hanglage - Obere Pirker-Hube (Nr. 2, 3), Pfos-Hube (Pfoss, Nr. 4, 7), Merl-Hube (Mörl, Nr. 8), Obere Preinegger-Hube (Nr. 9) - sowie einige Häuser am Bergrücken, nahe der Gemeindegrenze zu Mölbling: Kogelnig-Hube (Gukelnig, Nr. 5), Prierissl-Keusche (Bririesel, Nr. 6) und Neu-Keusche (Mauritzen-Keusche, Nr. 19). Etwas weiter im Osten am Hang, von Mellach aus erreichbar, befinden sich die Untere Steiner-Hube (Nr. 11) und die Obere Steiner-Hube (Nr. 12).

Filialkirche St. Stefan Die katholische Filialkirche hl. Stefan ist im Kern romanisch mit einer barocken Apsis. Die von einem Friedhof mit einer Mauer umgebene Kirche wurde 1741 umgebaut, der Hochaltar ist von 1759 ().

Geschichte Seit Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts gehört Schattseite zur Gemeinde Straßburg.

Vorübergehend wies man im 19. Jahrhundert, bei der Volkszählung 1880, die gegenüber von St. Georgen gelegenen Höfe als eigene Ortschaft St. Georgen (Schattseite) aus. Am schattseitigen Hang bis hinauf zur Anhöhe in der Nähe von Gunzenberg lagen unter anderem die Höfe Grabenkeusche, Lebzelterkeusche, Unterbösenbacher (Unterer Pessenbacher), Oberbösenbacher (Oberer Pessenbacher), Sepp im Eck und Antowitzer. Von den genannten Höfen existiert heute nur mehr die Grabenkeusche.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 19 Häuser, 125 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 67. 1880: Straßburg (Schattseite) 10 Häuser, 55 Einwohner; St. Georgen (Schattseite) 9 Häuser, 31 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 54. 1890: 14 Häuser, 81 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 55. 1900: 14 Häuser, 80 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74. 1910: 13 Häuser, 72 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 37. 1923: 13 Häuser, 68 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1934: 85 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1951: 10 Häuser, 66 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Wien 1953. S. 175. 1961: 14 Häuser, 58 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255. 2001: 15 Gebäude (davon 8 mit Hauptwohnsitz) mit 16 Wohnungen; 28 Einwohner und 6 Nebenwohnsitzfälle; 11 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 5 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 124. 2011: 13 Gebäude, 35 Einwohner, 12 Haushalte, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 48. 2021: 12 Gebäude, 23 Einwohner, 10 Haushalte, 6 Arbeitsstätten

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Straßburg, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan