Immanuel Guttentag (geb. 20. Oktober 1817In der gemeinsamen Normdatei (GND), „Guttentag, Immanuel“, nid=140871098, https://d-nb.info/gnd/140871098 ist vermerkt: „Geburtsjahr abweichend 1815“ in Breslau; gest. 21. Februar 1862 in Berlin) war ein deutscher Verlagsbuchhändler. Er begründete die Verlagsbuchhandlung I. Guttentag.

Lebensweg

Ludwig Joseph Immanuel Guttentag wurde am 20. Oktober 1817 in Breslau als Meyer GuttentagGemeinsamen Normdatei (GND), „Guttentag, Immanuel“, nid=140871098, https://d-nb.info/gnd/140871098 geboren.

Guttentag ging nach Berlin und arbeitet als Disponent der Sortimentsbuchhandelssparte der Sortiments- und Verlagsbuchhandlung T. Trautwein für Bücher und Musikalien in der Breiten Straße 8, die Traugott Trautwein (geb. 1787, gest. 5. Oktober 1865 in Berlin) im Oktober 1820 in Berlin begründet hatte„Traugott Trautwein“, Biographische Informationen aus der WeGA, aus: Carl Maria von Weber Gesamtausgabe (WeGA), https://weber-gesamtausgabe.de/de/A001979.html und gemeinsam mit seinem Teilhaber Samuel Ferdinand Mendheim (1786–1860) führte. Im Jahr 1842 erwarb Guttentag die Firma Trautwein und führte sie unter seinem eigenen Namen weiter. Im Jahr 1853 verkaufte Guttentag die Sortimentsabteilung und den Musikalienverlag an Martin August Bahn (geb. 2. April 1826 in Berlin; gest. 21. Mai 1902 ebenda) und widmete sich ausschließlich dem Verlagsgeschäft. Den Schwerpunkt seines Verlagsprogramms legte Guttentag auf juristische Fachbücher.

Immanuel Guttentag heiratete Agnes Friederike, geborene Guttentag (1819–1881). Deren Tochter Marie Sophie Agnes Guttentag heiratete etwa im Jahr 1864 den Verleger Franz Vahlen.

Nach seinem frühen Tod im Alter von 44 Jahren führten Immanuel Guttentags Witwe Agnes Guttentag und sein Schwiegersohn Franz Vahlen die Firma I. Guttentag in der Unterwasserstr. 8Beilage zum Königlich Preußischen Staatsanzeiger, No. 68, Sonntag 19. März 1865, S. 865, in: Königlich Preußischer Staats-Anzeiger: 1865, Vom Januar bis Ende Juni, Decker, Berlin 1865, S. 865, https://books.google.de/books?id=FoVNAAAAcAAJ&pg=PA865&lpg=PA865 weiter. Am 1. April 1871 übernahm dann Daniel Collin die Verlagsbuchhandlung I. Guttentag, die er bis Ende 1889 führte.Robert L. Prager, Nachruf auf Daniel Collin (1824–1910), in: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 289, 14. Dezember 1910, Nichtamtlicher Teil, https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Brsfded_39946221X-19101214/Brsfded_39946221X-19101214_tif/jpegs/Brsfded_39946221X-19101214.pdf Von 1890 bis 1898 war Hugo Heimann Alleininhaber der Verlagsbuchhandlung I. Guttentag.Richard Sperl, Hugo Heimann (1859-1951), in: Bewahren, Verbreiten, Aufklären. Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn-Bad Godesberg 2009, S. 108–116, ISBN 978-3-86872-105-8, https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-17.pdf

Literatur und Quellen

Karl Friedrich Pfau, „Guttentag, Immanuel“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 49 (1904), S. 652, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140871098.html#adbcontent Rudolf Schmidt, Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 2. Berlin/Eberswalde 1903, S. 350–352, http://www.zeno.org/nid/20011435534 Ulrike Henschel, Vermittler des Rechts: Juristische Verlage von der Spätaufklärung bis in die frühe Nachkriegszeit, Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 25. September 2015, S. 135, https://books.google.de/books?id=cqWnCgAAQBAJ&pg=PA135&lpg=PA135 Beilage zum Königlich Preußischen Staatsanzeiger, No. 68, Sonntag, 19. März 1865, S. 865, in: Königlich Preußischer Staats-Anzeiger: 1865, Vom Januar bis Ende Juni, Decker, Berlin 1865, S. 865, https://books.google.de/books?id=FoVNAAAAcAAJ&pg=PA865&lpg=PA865

Einzelnachweise

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