Der Wohnkomplex Heringer Straße 22 / Rutnikstraße 3–5 / Möllendorffstraße 23/24 befindet sich im Ortsteil (Alt-)Lichtenberg des Berliner Bezirks Lichtenberg. Er wurde in den 1950er Jahren errichtet und steht unter Denkmalschutz.
Geschichte Die Wohnmiethäuser entstanden zwischen 1950 und 1955 im Zusammenhang mit der kompletten Umgestaltung des historischen Ortszentrums von Lichtenberg. Anstelle der meist im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert wurden viergeschossige Wohnblöcke in langen Trakten errichtet.Das Gesicht des künftigen Berlin (Foto). In: Neues Deutschland, 28. Mai 1955, S. 6; online. Das betrifft auch die Wohnhäuser Heringer Straße 22, Rutnikstraße 3–5 und Möllendorffstraße 23/24. Die zusammenhängende Bebauung setzt sich entlang des Hendrichplatzes bis zur Ruschestraße und in die Bornitzstraße fort. Die nicht denkmalgeschützten Häuser haben die gleichen Abmessungen, allerdings keinerlei Schmuckelemente an den Fassaden.
Beschreibung Die einheitliche Bauhöhe mit hellem beige-grauem Kratzputz sowie einem mit roten Dachziegeln gedeckten Satteldach führte dazu, dass im Grundriss abknickende und ineinander greifende Gebäudezeilen entstanden. Sie umfassen stark begrünte Innenhöfe mit einem Spielplatz. Als Schmuckdetails für die Fassaden kamen senkrechte starkfarbige Putzflächen von den Eingangstüren bis zur Traufe zur Anwendung. Darin finden sich Friese mit Darstellungen pflanzlicher und tierischer Symbole. Zudem wurden die Eingangstüren mit leicht vorspringenden dunkelgrauen Steinrahmen versehen, die beiderseits der Tür je eine Säule mit einem Architrav darüber andeuten. Auf der Hofseite, auf der sich die Hintereingänge befinden, sind zwar rote Schmuckstreifen um die Treppenhauserker angebracht, sie tragen jedoch keine Ornamente.
Die großen Fassadenflächen auf der Straßenseite werden dagegen von Balkonen unterbrochen, die über mehrere Fensterachsen reichen. Die Balustraden sind aus gebauchten Steinsäulen geformt. Alle Balkone beginnen in der ersten Etage. Die Dachschräge ist mit kleinen giebelartigen Gauben unterbrochen, die auf das Vorhandensein früher unter dem Dach eingerichteter Trockenböden verweisen.
Nicht als Baudenkmal ausgewiesen ist das Haus Heringer Straße 21, das jedoch die gleiche Fassadengestaltung mit dem farbigen Streifen aufweist.
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Einzelnachweise
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