mini|hochkant|Jean Musy, 2012 Jean Musy (* 18. Dezember 1947 in Levallois-Perret; † 26. April 2024) war ein französischer Komponist, Arrangeur, Orchesterleiter und Pianist und Organist.
Leben und Werk Jean Musy war als Pianist Autodidakt. Als Kind begann er nach dem Gehör Piano zu spielen; erste öffentliche Auftritte hatte er im Alter von 7 Jahren, als er in Jean Nohains Sendungen für Radio Luxembourg dessen Gäste am Piano begleitete.Le maestro Jean Musy se ressource à Saint-Amand-en-Puisaye Le Journal du Centre, 25. Oktober 2020, abgerufen am 18. September 2023
Ab dem Alter von 13 Jahren spielte er Piano und Hammondorgel in Pariser Jazzclubs, wie dem „Le Chat qui pêche“ und „Aux trois Mailletz“.Jean Musy All Conductors of Eurovision Mit 16 Jahren gründete er das Jean Musy Orchestra und veröffentlichte unter diesem Namen erste Jazz-Alben, die bei WEA Records herausgebracht wurden. In dieser Zeit lernte er den amerikanischen Gitarristen Mickey Baker kennen, der damals als Studiomusiker und Arrangeur für Johnny Halliday arbeitete. Baker engagierte ihn für eine einjährige Konzerttournee als Begleiter von Nino Ferrer.Jean Musy Agence Ritournelle, abgerufen am 18. September 2023 Aus ihrer Zusammenarbeit entstand die EP Je veux être noir (1966).
Entscheidend für seine weitere Karriere war die Begegnung mit Joe Dassin, für den er den Hit Les Champs-Élysées arrangierte.Jean Musy, biography sonolize, abgerufen am 18. September 2023 Ab dieser Zeit wurde er zu einem gefragten Arrangeur vieler französischer Chanson- und Popsänger, wie Charles Aznavour, Barbara, Gilbert Bécaud, Yves Duteil, Françoise Hardy, Michel Jonasz, Mireille Mathieu, Nicolas Peyrac, Serge Reggiani, Demis Roussos, Richard de Bordeaux, Véronique Sanson u. v. a.
Ab Mitte der 1970er Jahre arbeitete er auch als Arrangeur und Filmkomponist für das Kino und das Fernsehen, überwiegend in Frankreich. Eine seiner ersten Arbeiten war die Musik für die französisch-japanische Miniserie Die Vögel im Park von Meiji Jingu mit Claudine Auger in der weiblichen Hauptrolle. In den späten 1970er Jahren hat er intensiv mit Francis Lai kooperiert, für den er zahlreiche Arrangements (Bilitis, International Velvet) geschrieben hat. 1975 und 1978 leitete Musy beim Eurovision Song Contest das Orchester.
Insgesamt hat Jean Musy für mehr als 200 Filme die Musik komponiert. Jean Musy hat u. a. eine Oper sowie ein Oratorium komponiert. Er verwendete u. a. Texte von Stefan Zweig für seine Musik. Diese Adaptionen bleiben postum.
Jean Musy war mit der Sängerin Claire d’Asta (* 1953) verheiratet. Er ist der Vater der Musikerin, Übersetzerin und Malerin Cécile Musy, des Musikers, Tontechnikers und Kameramanns Pierre Musy und des Filmkomponisten Clément Musy.
Filmografie (Auswahl) 1979: Die Liebe einer Frau (Clair de femme), Regie: Costa-Gavras 1981: Einzigartige Chanel (Chanel solitaire), Regie: George Kaczender 1983: Papy fait de la Résistance, Regie: Jean-Marie Poiré 1984: Falsche Vertraulichkeiten (Les fausses confidences), Regie: Luc Bondy 1987: Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen (Journal d’un fou), Regie: Roger Coggio 1988: Baby Blues, Regie: Daniel Moosmann 1989: Geheimauftrag Erdbeer Vanille (Vanille fraise), Regie: Gérard Oury 1989: Weiße Hochzeit (Noce blanche), Regie: Jean-Claude Brisseau 1990: The rainbow thief, Regie: Alejandro Jodorowsky 1994: Ein schwarzer Engel (L’ange noir), Regie: Jean-Claude Brisseau 2000: Die armen Leute und der liebe Gott (Les savants du bon Dieu), Regie: Jean-Claude Brisseau 2006: Teuflische Engel – Heimliche Spiele 2, Regie: Jean-Claude Brisseau 2008: Gefallene Engel – Heimliche Spiele 3, Regie: Jean-Claude Brisseau 2018: Les ombres du passé, Regie: Marcus Cole 2022: Mémoire trouble, Regie: Denis Malleval
Preise und Auszeichnungen
2016: Grand Prix SACEM de la musique pour l’imageChristophe Dilys: "À quand la Palme ?" Remise des prix de l'Union des Compositeurs de Musique de Films Radio France, abgerufen am 17. September 2023
2017: Les Prix de l’UCMF (Union des compositeurs de musiques de film). 2017: Prix de la Musique à l’Image für den Film Mon frère bien-aimé abgerufen am 18. September 2023
Weblinks
Jean Musy - Œuvres musicales de cet auteur BnF, Data Diskographie DisCogs Filmographie Crew United Jean Musy, biography sonolize Jean Musy All Conductors of Eurovision
Einzelnachweise
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