Das Glücksgefühle Festival ist ein Musikfestival in den Musik-Genres Pop, Rock, Hip-Hop und EDM. Es wird auf dem Hockenheimring in Hockenheim veranstaltet. Die erste Ausgabe fand vom 14. bis 17. September 2023 statt.

Allgemeines mini|Markus Krampe (links) und Lukas Podolski auf dem Glücksgefühle Festival 2023 Das Festival wird vom Musikmanager Markus Krampe und dem Fußballspieler Lukas Podolski organisiert. Als Vertretung der Glücksgefühle Entertainment GE ist Krampe eingetragen.

Veranstaltungsort ist der Innenbereich des Hockenheimrings.

Bei der Erstausgabe 2023 wurden laut Veranstalter rund 130.000 Tickets verkauft.

Ausgaben 2023 mini|Wincent Weiss auf der „Euphoria Stage“ beim Glücksgefühle Festival 2023 Camping: 14. bis 17. September, Festivalbetrieb: 15. und 16. September.

Das Line-Up verteilte sich auf die beiden Hauptbühnen „Euphoria Stage“ sowie „Cloud 9 Stage“ im Bereich des Motodroms und die kleinere „Good Vibes Only Stage“ nahe der Osttribüne.

Euphoria: Marteria, Sido, Cro, Milky Chance, Sarah Connor, Clueso, Wincent Weiss, Gentleman, Nico Santos, Donots, LEA, Zoe Wees, Joris, Leony, Kayef, Kamrad.

Cloud 9: Alle Farben, ATB, Felix Jaehn, Neelix, Paul van Dyk, Robin Schulz, Steve Aoki, Timmy Trumpet, Topic, VIZE, David Puentez, Gestört aber geil, Glockenbach, Harris & Ford, HBz, Mausio, Mia Julia, Moguai, OBS, Stella Bossi, YouNotUs, Max Bering, Valentino West.

Good Vibes Only: Avaro, Brandon, CARSTN, Deniz Koyu, Kryder, Leon Brooks, Liquidfive, Mark Bale, Micha Moor, Mylø, Steve L, Eedion, Alex Hövelmann, Felix Caso, Fortella, Daniel Cline, Rewi B2B Blvckcrowz, Oliver Magenta, Lizot, Noel Holler, Avaion.Vgl. in App und Social Media veröffentlichter Zeitplan.

2024 Das Festival fand vom 12. bis 15. September 2024 erneut auf dem Hockenheimring statt. Etwa 200.000 Menschen besuchten das Event.

Aufgetreten sind u. a.:

Tokio Hotel, Salvador Solar, Jan Delay, Kontra K, Backstreet Boys, ClockClock, Bausa, Wincent Weiss, Die Fantastischen Vier, Shirin David.

2025 Das Festival fand vom 11. bis 14. September 2025 auf dem Hockenheimring statt.

2026 Das Festival fand vom 3. bis 6. September 2026 statt und zählte laut Veranstalter rund 250.000 Besucher.

Medienpartner Im Jahr 2026 wurden Eindrücke des Festivals an den beiden Haupttagen am 4. und 5. September vom Axel Springer Verlag live bei BILD.de übertragen. Neben Konzertübertragungen gab es auch Reportagen und Interviews zu sehen.

Kritik An der Außendarstellung des Festivals wird kritisiert, dass es Größenangaben teils verzerrt darstelle, um mit Superlativen zu werben. So meldete das Festival 2023 mehr als 135.000 Besucher. Dabei wurden jedoch Gäste der Preparty, am Freitag und Samstag addiert. Wer Freitag und Samstag da war, wurde zweimal gezählt. 135.000 Besucher seien daher nicht zwangsläufig 135.000 verschiedene Menschen gewesen.

Im August 2026 reichte der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Unterlassungsklage gegen die Veranstaltergesellschaft ein. Beanstandet wird eine zusätzliche Gebühr beim verpflichtenden Bezahlsystem auf dem Festival und diverse Regelungen zur Rückerstattung von Restguthaben.

Bei der Festival-Ausgabe 2026 wurde die Band Alphaville am 4. September, wenige Tage vor ihrem geplanten Auftritt, von den Veranstaltern zunächst ausgeladen, mit der Begründung, dass diese „keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf [ihrer] Bühne dulden“. Der Alphaville-Sänger Marian Gold hatte sich bei Konzerten mehrfach auf der Bühne gegen rechtsradikale Tendenzen und für Freiheit, Demokratie und Toleranz zu Wort gemeldet. Der Entscheidung der Festival-Veranstalter entgegnete er, dass diese einem "Maulkoberlass" gleiche, wie man ihn aus Diktaturen kenne. Die Düsseldorfer Band Die Toten Hosen spielte am 2. September 2026 daraufhin gemeinsam mit Marian Gold den Alphaville-Song Forever Young bei einem ihrer Konzerte, um Solidarität mit Gold zu bekennen, nachdem Campino die Entscheidung des Glücksgefühle-Managements heftig kritisiert hatte. Auch die Band Brings, die selbst zweimal bei dem Festival auftrat, äußerte sich kritisch über die Ausladung, während die für 2026 gebuchte Band Culcha Candela betonte, sich wie auch bei ihren sonstigen Auftritten von der Bühne aus politisch zu positionieren. Jenny Elvers und der Kieler DJ Beauty & the Beats sagten ihre Auftritte aufgrund der Entscheidung ab, Alle Farben, Tom Gregory und Nura setzten bei ihren Auftritten Zeichen, Felix Jaehn kündigte an, die Bühne zu nutzen. Krampe beauftragte die Rechtsanwaltskanzlei Höcker, die Social-Media-Äußerungen des Alphaville-Sängers zu überprüfen.Marcel Schwamborn: Nach Festival-Eklat: Glücksgefühle-Veranstalter rudern zurück – Alphaville lehnt Auftritt ab, Kölner Stadt-Anzeiger, 3. September 2026Nach Alphaville-Eklat: Weitere Stars sagen "Glücksgefühle"-Festival ab, t-online, 4. September 2026Nach Eklat um Alphaville: Künstler setzen Zeichen beim Glücksgefühle-Festival, web.de, 5. September 2026 Nach der massiven medialen Kritik an seinem Verhalten entschuldigte sich Krampe am 3. September für die Ausladung, betonte die Bedeutung der Meinungsfreiheit und lud die Band wieder ein. Diese bekundete, von einem Auftritt nun abzusehen und die Gage zu spenden.

Samira Straub vom SWR stellt die Tatsache heraus, dass das Glücksgefühle Festival weniger eine bestimmte Musikszene, ein Genre oder eine Festivalkultur bediene, sondern vor allem die Vorstellung eines gelungenen Wochenendes. Musik würde hier mehr konsumiert als zelebriert. Da Glücksgefühle auf jegliche Genre-Abgrenzung im Line-Up verzichte, entstehe hierdurch zwar Gemeinschaft, es fehle jedoch an gezielter Kuratierung. Livemusik bestehe nicht immer nur aus abgespieltem Werk, sondern auch aus Ansagen, Gesten, Kleidung, Selbstinszenierung und Publikumsansprache. Daher sei die vom Festival im Jahr 2026 herausgestellte Grenze zwischen politischer Haltung und politischer Äußerung auf der Bühne, schwer zu ziehen, da ein Konzert auch aus Ansagen bestehen könne. Wenn das Festival unpolitisch sein wolle, müsse es auch definieren, was genau nur als bloße Unterhaltung gelte, was schwer umzusetzen sei. Ausgerechnet der Versuch, Politik von der Bühne fernzuhalten, sei selbst politisch, da er festlege, welche Äußerungen im öffentlichen Raum erwünscht seien und welche nicht.

Die Medienpartnerschaft des Festivals 2026 mit Bild bezeichnete Thomas Correll von den Nürnberger Nachrichten als "fragwürdige Rolle". So hätte Bild exklusiv die Entschuldigung Krampes veröffentlicht und hierfür Unterstützung durch "fleißige Klicks" gesammelt, während Bild zuvor noch ausführlich über die Ausladung berichtet hätte.

Weblinks

Einzelnachweise

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