mini|Blick in die Dreienbrezelstraße, links das Eckhaus Tischlerbrücke 8, rechts die Häuser Dreienbrezelstraße ab Hausnummer 1 mini|Dreienbrezelstraße auf einem Stadtplan aus den 1880er Jahren Die Dreienbrezelstraße () war eine Straße in Magdeburg im heutigen Sachsen-Anhalt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Straße aufgegeben und überbaut.

Lage und Verlauf Die Straße befand sich in der Magdeburger Altstadt. Sie begann an der Tischlerbrücke gegenüber der Einmündung der Judengasse und verlief in nordöstlicher Richtung bis zur Großen Junkerstraße.

Die Hausnummerierung verlief von der Nummer 1 nahe am südwestlichen Ende aufwärts entlang der Südseite. Nach der Nummer 10 ging nach Südosten die Schmiedehofstraße und nach Nummer 12 die kurze Straße Warte ab. Ein kurzes Stück später mündete die Dreienbrezelstraße in die Große Junkerstraße ein. Auf der Nordseite verlief die Nummerierung zurück, wobei nach kurzer Strecke die Hartstraße einmündete. Erst dann kam die Hausnummer 13, wonach die Fettehennenstraße abging, gefolgt von der Nummer 14. Nach der 14 folgte die Lödischehofstraße, worauf sich die Nummern 15 bis 17 anschlossen.

Heute befindet sich an dieser Stelle das Allee-Center. Die Dreienbrezelstraße würde im westlichen Teil des Centers beginnen und in nordöstlicher Richtung durch das Center und letztlich über die Ernst-Reuter-Allee verlaufen, bis sie südlich auf der Freifläche südlich des Magdeburger Rathauses enden würde.

Geschichte Der Name der Straße war erst ab Ende des 18. Jahrhunderts gebräuchlich und ging auf das Haus Zu den drei Prätzeln an der Adresse Dreienbrezelstraße 9 zurück, in welchem sich eine Bäckerei befand. Zuvor wurde die Straße häufig In den Kleinschmieden genannt, da mehrere Kleinschmiede in der Straße wohnten. Der Name war aber eher eine Gebietsbezeichnung als ein konkreter Name für die Straße. Noch in den 1930er Jahren befanden sich zwei Messerschmiedeläden nebeneinander in der Straße, die auf diese Tradition zurückgingen. In der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert war für die Straße auch der Name Kleinschmiedebrücke gebräuchlich. Ab Ende des 17. bis in das 18. Jahrhundert wurde der östliche Teil zwischen Fettenhennenstraße und Großer Junkerstraße zum Teil auch Hohe Brücke genannt. Spätestens ab 1807 hatte sich jedoch der Name Dreienbrezelstraße durchgesetzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bereich stark zerstört. In der Zeit der DDR wurde die Straße nicht wieder aufgebaut, sondern war unbebaut Teil des Zentralen Platzes. Im östlichen Abschnitt erfolgte eine Überbauung durch die Verkehrsfläche der Wilhelm-Pieck-Allee, der heutigen Ernst-Reuter-Allee. In den 1990er Jahren wurde auf der Fläche dann das Allee-Center errichtet.

Dreienbrezelstraße in Kunst und Literatur 1854 wurde im Nationaltheater das Stück Helene aus der Dreibrezelstraße von Ferdinand Heyl gespielt.

Historische Häuser der Dreienbrezelstraße