Anna Elisabeth Fehrs (* 1875 in Itzehoe; † 1962 ebenda) war eine Schleswig-Holsteiner Komponistin und Klavierlehrerin.

Leben Anna Elisabeth Fehrs war die Tochter des Itzehoer Lyrikers und niederdeutschen Erzählers Johann Hinrich Fehrs und seiner Frau Maria Amalia Fehrs (geb. Rehquate), welche Mitbegründerin der Auguste-Viktoria-Schule in Itzehoe war, zu damaligen Zeiten eine höhere Mädchenschule. Sie wuchs als einziges überlebendes Mädchen mit fünf Brüdern auf.Kay Dohnke, Alexander Ritter: Johann Hinrich Fehrs, ein Erzähler der Provinz: Studien zu Leben, Werk und Wirkung. Steinburger Studien Bd. 5, Boyens, 1987, ISBN 978-3-8042-0370-9, S. 32

Anna Elisabeth Fehrs vertonte zahlreiche (hochdeutsche sowie niederdeutsche) Texte ihres VatersManuel Hopp, Uwe Gleßmer: Der Nachlass der Kunsthistorikerin Dr. Gisela Hopp und das Bild >Mühlenbarbeck< von Heinrich Stegemann. BoD 2017, o. S. für Gesang mit anspruchsvoller Klavierbegleitung und veröffentlichte die Noten u. a. in den Bänden „Holstenlieder“ und „Heideweben“ (1926). In einem zeitgenössischen Kalender wird sie beschrieben als „melodisch sehr begabte, volkstümlich-schlicht empfindende Komponistin namentlich der plattdeutschen Gedichte ihres Vaters“.Schleswig-holsteinischer Kunstkalender, Verlag P. Hartung 1915, S. 71.

Die Noten sind im Besitz der Fehrs-Gilde, die das Erbe von Johann Hinrich Fehrs und seiner Familie bewahrt und pflegt.

Veröffentlichungen Vier Lieder im Volkston. Für eine Singstimme mit einfacher Klavierbegleitung, 1914 Holstenlieder. Für eine Mittelstimme mit einfacher Begleitung. Oscar Brandstetter Verlag, Leipzig 1926 Heideweben. 5 Gedichte von Johann H. Fehrs. Für eine Mittelstimme mit einfacher Begleitung. Oscar Brandstetter Verlag, Leipzig 1926 Drei Neue Lieder. Für eine Mittelstimme mit Klavierbegleitung. Oscar Brandstetter Verlag, Leipzig 1935

Einzelnachweise

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