mini|hochkant=1.5|„strahlenförmiger“ körperloser Kopf und begleitende Figur auf einem Gefäß der Wari-Kultur Southern Andean Iconographic Series (SAIS, deutsch etwa „Ikonografische Serie des südlichen Andenraums“) ist ein von den Andenspezialisten William H. Isbell und Patricia Knobloch vorgeschlagener Begriff für die Ikonografie, die zuvor als Tiwanaku-Ikonografie bekannt war.
Geschichte SAIS-Ikonografie entwickelte sich aus mehreren regionalen Traditionen während des Formativums und des frühen Horizonts und wurde später von den Wari- und Tiwanaku-Staaten geteilt, wobei sich letztere Staaten auf die Stabgottheit und ihre Begleitfiguren konzentrierten.Sarah I. Baitzel, David E. Trigo Rodríguez: The Tiwanaku Camelid Sacrificer: origins and transformations of animal iconography in the context of Middle Horizon (AD 400–1100) state expansion. Ñawpa Pacha (2019), S. 2
Hauptbilder der SAIS-Ikonografie mini|hochkant|Wari-Tunika-Fragment mit begleitenden Figuren
Die drei Hauptbilder der SAIS-Ikonografie sind der „strahlenförmige“ körperlose Kopf, das Stabgott-Motiv und begleitende Figuren.William H. Isbell: Nature of an Andean City: Tiwanaku and the Production of Spectacle. In: Alexei Vranich, Charles Stanish (Hrsg.): Visions of Tiwanaku. UCLA Cotsen Institute of Archaeology, Los Angeles, 2013, S. 167–196, hier S. 176 Es existieren weitere Motive, wie beispielsweise der „kamelide Opferer“Sarah I. Baitzel, David E. Trigo Rodríguez: The Tiwanaku Camelid Sacrificer: origins and transformations of animal iconography in the context of Middle Horizon (AD 400–1100) state expansion. Ñawpa Pacha (2019) und sich aufeinander zubewegende fliegende Figuren, wie z. B. beim Kantatayita-Sturz.
Galerie
Literatur William Isbell, Mauricio Uribe, Anne Tiballi, and Edward Zegarra (Hrsg.) Images in Action: The Southern Andean Iconographic Series, Cotsen Institute of Archaeology, 2013
Einzelnachweise