In der Liste der irischen Feuerschiffspositionen sind die Stationen der ehemaligen bemannten irischen Feuerschiffe mit ihrer geographischen Position verzeichnet. Dazugehörig sind chronologisch, soweit bekannt, die eingesetzten jeweiligen Feuerschiffe aufgelistet.

Geografisch sind die Feuerschiff-Stationen entlang der irischen Küste von Norden (North Channel), nach Osten (Irische See), nach Süden (Nordatlantik, Keltische See) aufgeführt.

Geschichte Mit der Entwicklung der Seeschifffahrt, besonders der Frachtsegler und dem enormen zahlenmäßigen Anstieg der Dampfschiffe, ging auch die navigatorische Sicherstellung durch den Bau von Leuchttürmen in Irland im 18. und 19, Jahrhundert einher. Aufgrund der örtlichen Bedingungen der Meerengen von Straits of Moyle (North Channel) zwischen Nordirland und Schottland und der Irischen See und St.-Georgs-Kanal sowie deren Schifffahrtsrouten vom Nordatlantik und der Nordsee zu den klassischen Anlandehäfen wurde auch der Einsatz schwimmender bemannter und mit einem Leuchtfeuer ausgestatteter Schiffe erforderlich. Feuerschiffe sind beleuchtete Navigationshilfen, die in tiefem Wasser oder an gefährlichen Stellen verankert wurden. Sie sind an ihrer markanten Form, dem meist roten Rumpf mit dem charakteristischen weißen Kreuz (nach der dänischen Fahne) an den Seiten mit dem Namen in schwarzen Buchstaben und der mittschiffs erhöhten Laterne zu erkennen. Es waren mehr als 10 Feuerschiff-Stationen mit weit mehr Feuerschiffen in einem Zeitraum von über 100 Jahren irischer Seefahrtsgeschichte im Einsatz. Nur wenige Feuerschiffe, mittlerweile über 100-jährig, sind heute noch als Segel-, Museum- oder Restaurant-Schiff als Zeitzeuge erhalten geblieben und sind wichtige Kulturdenkmale der irischen maritimen Geschichte. Sogar ist mit dem Abbild des Daunt Island Lightship und Mary Stanford Lifeboat anlässlich des 150. Jahrestages der Royal National Lifeboat Institution (R.N.L.I.) auf einer Briefmarkehttps://assets.lastdodo.com/image/ld_medium/plain/assets/catalog/assets/1/b/c/e/pdf_bce4ad40-e01e-012b-da35-001ff3cf7282.jpg der Irischen Post (Department of Posts & Telegraphs) von 1974 herausgegeben worden.

Dublins Hafeneinfahrt hatte von 1735 ein schwimmendes Leuchtfeuer, bekannt als Floating Light oder Palmer's Light wurde es nach James Palmer dem Betreiber benannt. Das Schiff mit dem Leuchtfeuer war bis 1768 an der Mündung des Flusses Liffey in der Nähe des heutigen Poolbeg-Leuchtturms im Einsatz. In der Neuzeit wird es üblicherweise als „Dublin Lightship“ bezeichnet (der Begriff Feuerschiff wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts geprägt). Das Schiff verfügte über zwei Laternen, die auf beiden Seiten einer quadratischen Rahe am Mast angebracht waren und nachts von Halbflut bis Halbebbe beleuchtet wurden. Tagsüber wurde eine Flagge von halber Flut bis halber Ebbe gehisst. In der Nähe waren rote und schwarze Hilfsbojen, sogenannte Wasserzeichen, vertäut.

Die Irische Schifffahrtsbehörde Commissioners of Irish Lights (CIL), gegründet 1867, ist bis heute in der Verantwortung für die maritime Tradition aller Feuerschiffe, die zuvor in Irland stationiert waren. Traditionell wurden die meisten irischen Leuchtfeuerschiffe mit Seevogelnamen bezeichnet, die auch nach dem Dienstende an die neuen Schiffe weitergegeben wurden.

Die Granuaile ist das Mehrzweckschiff der Commissioners of Irish Lights. Granuaile ist ein Traditionsname für Schiffe der irischen Leuchtturmbehörde und er stammt von der Piratin Grace O’Malley. Gleichnamige Schiffe waren von 1948 bis 1970 und von 1970 bis 2000 neben weiteren für die Commissioners of Irish Lights im Dienst.TSS GRANUAILE I auf See CIL Photographic Collection, um 1900–1910 Das Präfix des Schiffsnamens ist ILV und steht für Irish Light Vessel ( Irisches Leuchtfeuerschiff).CIL - Navigations- und Schiffsservice

Irische Feuerschiff-Stationen und ihre Schiffe Headquarters CIL, 1867 gegründet und grenzüberschreitend tätig von Dún Laoghaire – LV No.14 COMET (1899–1905), LV No.30 GUILLEMOT (1922–1939), LV No.31 ALBATROSS (1925–1970),Lightship ALBATROSS auf irishlighthouses.blogspot.com (englisch) LV No.37 CORMORANT (1964–1983).

Nordirland 1886–1967 Skulmartin – Glocken-Boot (1877–1886). LV No.8 PETREL (1886–1920),Skulmartin und South Rock LV auf portaferrylifeboat.com (englisch) LV No.29 PETREL (1962–1965), 1967 Ersetzt durch HFP-Bojenstation.

1877–1982 South Rock – Ersatz für den alten Leuchtturm Kilwarlin von 1797. () LV No.18 CORMORANT (1878–1902),Lightship CORMORANT UK-Reg.No.2732Ligtship CORMORANT-Blog LV No.8 PETREL (18??–1920),Lightvessel PETREL at South Rock, Juli 1907 CIL Photographic Collection, um 1900–1910 LV No.23 KITTIWAKE (1898–1956),Lightship KITTIWAKE auf irishlighthouses.blogspot.com, 2008 (englisch) LV No.29 PETREL (1940–1945), LV No.33 OSPREY (1955–19??) und LV No.35 KITTIWAKE (1959–1981, 2005),Lightship KITTIWAKE auf afloat.ie, 2021 (englisch) LV No.36 SKUA (1960–19??)Wikidata-ID Q33189014 LV SKUA wikidata.com (englisch) 1982 Automatisiert und umgebaut in ein Automated Light-Float (ALF), Besatzung abgezogen. LV No.32 GANNET (2007–2009). 2009 Ersetzt durch Super-Buoy mit Racon- und AIS-Transponder.

Irland 1735–1768 Dublin – LV No. 1 (1735–1768), ersetzt durch Leuchtturm Poolbeg. ()

1811–1965 Kish – LV KISH BANK (1855, Mate Alexander Crighton), LV No.2 RICHMOND (1811–1826), LV No.17 ALBATROSS (1875–1902),LV ALBATROSS at Kish Station auf wrecksite.eu (englisch)Sinking of the Kish Lightship auf irishlights.ie (englisch) LV No.18 CORMORANT (1902–1942),Lightvessel CORMORANT at Kish-Bank, 1908 CIL Photographic Collection, um 1900–1910 LV No.29 PETREL (1934–1939), LV No.32 GANNET (1954–1965).Wikidata-ID Q109895568 South Rock wikidata.com (englisch) Ersetzt durch Leuchtturm Kish Bank, ().

1867–1976 Kodling – LV (1867–1976). Ersetzt durch LANBY (Large Automatic Navigation BuoY).

1865–1867 Wicklow Swash – Aufgelöst

1867–1920 North Arklow – LV (1867–1920).Arklow Lightship vor der Küste, Co. Wexford CIL Photographic Collection, um 1900–1910 Ersetzt durch Bojenstation.

1825–1976 South Arklow – LV ARKLOW BANK (1857, Mate William Bradden), – LV No.14 COMET (1867–1899), LV No.13 GANNET (1899–1928?), LV No.16 OSPRAY (1905–1915), LV No.22 GUILLEMOT (18??–1917),LV GUILLEMOT at South Arklow Station auf wrecksite.eu (englisch) LV (19??–1976). Ersetzt durch LANBY.

1857–1968 Blackwater – LV (1857–1966). LV No.29 PETREL (1966–1968).Lightship PETREL, UK-Reg.No.2782 Ersetzt durch Bojenstation.

1868–1939 Lucifer – LV (1868–1939).Lucifer Shoals Lightship vor der Küste, Co. Wexford CIL Photographic Collection, um 1900–1910 LV No.12 RELIEF (1868–1925).Lightvessel RELIEF at Lucifer Shoals, Juni 1907 CIL Photographic Collection, um 1900–1910 Eingestellt.

1880–1941 Barrels – LV (1880–1941).Barrelsrock Lightvessel vor der Küste, Co. Wexford CIL Photographic Collection, um 1900–1910 LV No.16 OSPREY (1880–1904). 1960–1970 Re-Aktiviert, danach Eingestellt und ersetzt durch Bojenstation.

1824–1982 Coningbeg – LV No.3 SEAGULL (1824–1854), LV No.13 GANNET (1865–18??), LV No.29 PETREL (1931–1933, 1951–1960),Wikidata-ID Q33189335 LV PETREL wikidata.com (englisch) 1982 Automatisiert, Besatzung abgezogen. LV No.36 SKUA (1960–2001), LV No.32 GANNET (2001–2007).CONINGBEG Lightship vor der Küste, Co. Wexford CIL Photographic Collection, um 1900–1910 2007 durch Super-Buoy mit Racon- und AIS-Transponder. ersetzt.

1874–1974 Daunt – Glocken-Boot (1865–1874). LV No.13 GANNET (18??–1884), LV No.20 PUFFIN (1887–1896),LV PUFFIN at Daunt's Rock Station auf wrecksite.eu (englisch)Wikidata-ID Q7258883 LV PUFFIN wikidata.com (englisch)Bell of the Daunt' Lightvessel PUFFIN, Rushbrook, 1897 CIL Photographic Collection, um 1890–1900 LV No.26 COMET (1904–1936), LV No.27 PENGUIN (1910–1966),Lightship PENGUIN, UK-Reg.No.655 LV No.33 OSPREY (19??–1974).Wikidata-ID Q2365441 Le Batofar wikidata.com (englisch) Ersetzt durch Bojenstation.

Lage der Stationen Irischer Feuerschiffe