Sonja Kleemann (* 19. August 1932 in Dresden) istDie letzte zu Sonja Kleemann vorliegende Information ist ihr Kurzbiografie in Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010. S. 444 eine deutsche Malerin, Grafikerin und Illustratorin.
Leben und Werk Sonja Kleemann absolvierte in Dresden die Oberschule und machte das Abitur. Von 1951 bis 1956 studierte sie bei Max Erich Nicola und Rudolf Bergander an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Für ihr Diplom schuf sie das Tafelbild Verhaftung.
Sie arbeitete dann in Dresden als freischaffende Malerin und Grafikerin und war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Mitte der 1970er Jahre hatte sie einen Fördervertrag mit der damaligen staatlichen Dresdner Musikschule Paul Büttner. Neben freien Arbeiten schuf Sonja Kleemann insbesondere für den Postreiter-Verlag Illustrationen vor allem für Kinderbücher, darunter Mal- und Ausmalbücher. Davon erschienen einige auch als fremdsprachige Ausgaben. Illustrationen fertigte sie auch für das Dresdner DEFA-Studio für Trickfilme.
Im Kunstfonds des Freistaates Sachsen befinden sich mehrere Tafelbilder Sonja Kleemanns, die Großbetriebe und Institutionen in der DDR erworben hatten.
Sonja Kleemann war mit dem Maler Rudolf Kleemann verheiratet.
Werkbeispiele
Tafelbild
Der gelbe Bagger (1959, Öl, 60 × 70 cm)
Architekturbezogenes Werk
Tierkinder (1962, Wandgestaltung, Emulsionsschnitt, 0,70 × 4,50 m; Großenhain, Kinderstation des Kreiskrankenhauses)Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 50
Illustrationen
Bücher des Postreiter-Verlags Gertrud Jäkel: Welches Kind zählt geschwind? 1971 Wir gestalten mit dem Pinsel (1. und 2.). 1973 Der gestiefelte Kater. 1974 Eva Sonntag: Schneiderwerkstatt Flinke Nadel. 1974 Werner Lindemann: Das Schneeflöckchen. 1974 Unsere Friedensfahrer. 1975 Elsbeth Friemert: Unsere Patenbrigade. 1977
Bücher anderer Verlage Vom Fischer und seiner Frau. Ein Mal- und Ausmalbuch für Kinder. Verlag Bild und Heimat, Reichenbach, 1967 Am Kindertag. Ein Malheft für Kinder von 5 Jahren an. Verlag Bild und Heimat, Reichenbach, 1969 Ursula Werner-Böhnke (Hrsg.): Ich hab es gern, was mich umgibt Geschichten, Gedichte, Berichte, Reportagen und andere Texte für Vorschulkinder – Ein Arbeitsmittel für die Kindergärtnerin. Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1988 (mit weiteren Illustratoren)
Ausstellungen (unvollständig) 1960: Berlin, Pavillon der Kunst („Frauenschaffen und Frauengestalten in der bildenden Kunst. 50 Jahre Internationaler Frauentag.“) 1971: Berlin, Deutsche Akademie der Künste („Junge Künstler in der DAK“) 1972: Dresden, Bezirkskunstausstellung
Literatur
Einzelnachweise
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