Das Amt Griethausen war bis 1969 ein Amt im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen. Es ging im Wesentlichen aus der Bürgermeisterei Griethausen hervor. Sein Gebiet gehört heute zur Stadt Kleve im Kreis Kleve.
Bürgermeisterei Griethausen
Der Raum Kleve gehörte vor der Franzosenzeit zum Herzogtum Kleve, das seit dem 17. Jahrhundert zu Preußen gehörte. Von 1798 bis 1814 stand der linke Niederrhein unter französischer Herrschaft. Während dieser Zeit wurde nach französischem Vorbild die Mairie die Mairie Griethausen eingerichtet, die zum Kanton Kleve im Arrondissement Kleve des Rur-Departements gehörte.GenWiki: Kanton Kleve
Nachdem 1814 das Gebiet des Herzogtums Kleve wieder an Preußen gefallen war, kam der Raum Kleve zum neuen Kreis Kleve in der Provinz Jülich-Kleve-Berg, der späteren Rheinprovinz. Aus der Mairie Griethausen der Franzosenzeit wurde die preußische Bürgermeisterei Griethausen.
Die Bürgermeisterei Griethausen umfasste sieben Gemeinden:Otto v. Mülmann: Statistik des Regierungsbezirks Düsseldorf , 1867, S. 1002 Brienen Griethausen Kellen Salmorth Schenkenschanz Warbeyen Wardhausen Die Gemeinde Schenkenschanz wurde am 1. April 1911 in die Gemeinde Salmorth eingegliedert.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1911, S. 162
Amt Griethausen
Am Ende des Jahres 1927 wurde die Bezeichnung aller rheinischen Landbürgermeistereien in „Amt“ geändert.Gesetz über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927: „Die Landbürgermeisterei in der Rheinprovinz führt hinfort die Bezeichnung Amt.“ Die Bürgermeisterei Griethausen hieß seitdem Amt Griethausen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden 1945 die Verwaltungsstrukturen im Kreis Kleve durch die britischen Besatzungsbehörden geändert: Kellen wurde in die Stadt Kleve eingemeindet. Wardhausen schied aus dem Amt Griethausen aus und kam zum neuen Amt Rindern. Die Gemeinden Emmericher Eyland und Huisberden wechselten aus dem Amt Kalkar ins Amt Griethausen. Die Eingemeindung von Kellen in die Stadt Kleve wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster im Mai 1951 wieder aufgehoben, woraufhin Kellen wieder in das Amt Griethausen zurückkehrte.www.nrz.de: Hickhack um Kellen Das Amt Griethausen umfasste seitdem sieben Gemeinden: Brienen Emmericher Eyland Griethausen Huisberden Kellen Salmorth Warbeyen Am 1. Juli 1969 wurde das Amt Griethausen durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Kleve aufgelöst. Emmericher Eyland kam zur Stadt Kalkar, Huisberden zur neuen Gemeinde Bedburg-Hau, und alle übrigen Gemeinden wurden in die Stadt Kleve eingegliedert.
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1828 2241 Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf 1829, S. 155 1871 2736 Gemeindeverzeichnis Rheinprovinz 1871 1885 3044 Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland 1885 1895 3666 Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland 1898 1910 5546 1933 6860 1939 7220 1950 3425 Volkszählung 1950 1961 9654 Volkszählung 1961 (1950 ohne Kellen)
Einzelnachweise
Griethausen Kategorie:Geschichte (Kreis Kleve) Kategorie:Organisation (Kleve) Griethausen Kategorie:Aufgelöst 1969