mini|Feuerhalle Villach, Krematorium mit Aufbahrungshalle auf dem Waldfriedhof Die Feuerhalle Villach befindet sich auf dem 15 HektarStadtwerke Klagenfurt: 50.000ste Einäscherung im Krematorium Villach, Zugriff am 1. September 2023 großen Villacher Waldfriedhof und ist das einzige Krematorium in Kärnten. Die Feuerhalle ist im Besitz der Stadt Villach und wird durch die Bestattung Kärnten GmbH verwaltet, welche 2008 durch den Zusammenschluss der städtischen Bestattungen von Villach und Klagenfurt entstand und mit dem Zeremonium Kalsdorf bei Graz seit 2019 auch ein Krematorium in der Steiermark betreibt. Die in klaren kubistischen Formen unter flachen Walmdächern errichteteDehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1027. Feuerhalle Villach und die daran angeschlossenen Gebäude stehen unter der Bezeichnung „Aufbahrungshalle und Krematorium im Waldfriedhof“ unter Denkmalschutz.
Geschichte Die Feuerhalle auf dem Villacher Waldfriedhof wurde in den Jahren 1952 bis 1953 nach Plänen des Architekten Erich Boltenstern errichtet und ist in einfachen, vom Gedanken der Zweckmäßigkeit bestimmten äußeren Formen gehalten. Boltenstern hatte zuvor bereits die Pläne für das in den Jahren 1931 bis 1932 errichtete Grazer Krematorium geliefert und war zur Zeit der Errichtung des Urnenhains Linz-Urfahr Mitarbeiter von Julius Schulte gewesen (1927 bis 1928). Das Villacher Krematorium war seinerzeit das sechste in Österreich und das erste, das nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut wurde.
In den Jahren 2002 bis 2006 erfolgte im Auftrag des Magistrats Villach ein tiefgreifender Umbau, durch den die in der Zwischenzeit durch diverse Zubauten erweiterten Gebäude der Feuerhalle saniert, geordnet und für den Einbau eines weiteren Verbrennungsofens vorbereitet wurden. Zudem wurde eine Begrünung der Feuerhalle realisiert.Architekturbüro Toralf Fercher: Projekt Krematorium Waldfriedhof Villach (2002-2006), Zugriff am 1. September 2023 Das u. a. mit Krastaler Marmor neu gestaltete Krematorium wurde 2006 in Betrieb genommen.Geschichte der Bestattung Kärnten: Krematorium Villach (1953-2014), Zugriff am 1. September 2023 Im Herbst 2008 fand in der Feuerhalle auf dem Villacher Waldfriedhof die Einäscherung von Landeshauptmann Jörg Haider statt, wodurch die Anlage österreichweit bekannt wurde.
2014 wurde die Feuerhalle in achtmonatiger Bauzeit um eine zweite Ofenanlage sowie um Kühlräume erweitert,Geschichte der Bestattung Kärnten: Krematorium Villach (1953-2014), Zugriff am 1. September 2023 so dass sie heute (2023) mit einem elektrisch betriebenen und einem mit Gas befeuerten Kremationsofen ausgestattet ist. Die erwähnte zweite Ofenanlage, ein mit Gas befeuerter Etagenofen, wurde von der Firma Ruppmann Verbrennungsanlagen GmbH aus Stuttgart gebaut.Ruppmann Verbrennungsanlagen GmbH: Projektbeschreibung "Neubau einer 2. Kremationslinie mit Etagenofen Etagenofen Typ 071/9-4 für die Bestattung Kärnten GmbH, Villach", Zugriff am 5. September 2023 Die 50.000. Einäscherung in der Feuerhalle Villach erfolgte im Jänner 2016.Stadtwerke Klagenfurt: 50.000ste Einäscherung im Krematorium Villach, Zugriff am 1. September 2023 Die Feuerhalle führt für über 30 Kärntner Bestattungsunternehmen Feuerbestattungen durch,Stadtwerke Klagenfurt: 50.000ste Einäscherung im Krematorium Villach, Zugriff am 1. September 2023 jährlich werden hier etwa 1300 Verstorbene verbrannt.
Siehe auch Krematorien in Österreich Liste der denkmalgeschützten Objekte in Villach
Weblinks
Feuerhalle Villach: Und der letzte Weg geht durch das Feuer (23. Oktober 2020)
Einzelnachweise
Villach Kategorie:Bestattung (Österreich) Kategorie:Bauwerk in Villach Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Kulturdenkmal (Kärnten) Kategorie:Jörg Haider