Die BetVictor English Open 2023 waren ein Snookerturnier der World-Tour-Saison 2023/24, das vom 2. bis 8. Oktober ausgetragen wurde. Zum zweiten Mal war das Brentwood Centre Austragungsort des Turniers. Die Kleinstadt Brentwood am Rand von London war im Vorjahr erstmals als Austragungsort ausgewählt worden. Nach zwei Jahren mit veränderter Reihenfolge waren die English Open in ihrer achten Ausgabe wieder Auftaktturnier der Home Nations Series. Die Qualifikation fand im September in Leicester statt.
Der Engländer Mark Selby hatte 2022 das Turnier gewonnen. Diesmal war für ihn bereits in der ersten Hauptrunde Schluss. Das Finale bestritten Judd Trump und Zhang Anda aus China, der erstmals in einem Endspiel stand. Der Engländer gewann mit 9:7 und holte nach 2020 zum zweiten Mal den Titel. Für ihn war es der 24. Ranglistensieg und insgesamt der 36. Profititel.
Preisgeld Im Vergleich zum Vorjahr blieb das Preisgeld bei den English Open und den anderen Home-Nations-Turnieren stabil.
Preisgeld Sieger 80.000 £ Finalist 35.000 £ Halbfinalist 17.500 £ Viertelfinalist 11.000 £ Achtelfinalist 7.500 £ Letzte 32 4.500 £ Letzte 64 3.000 £ Höchstes Break 5.000 £ Insgesamt 427.000 £
Hauptturnier Ab 2. Oktober wurden in Brentwood die 17 ausstehenden Partien der beiden Qualifikationsrunden ausgetragen. Daran schloss sich das Hauptturnier mit den verbliebenen 64 Spielern an.
Bis zum Achtelfinale galt für alle Spiele der Modus Best of 7 (wer zuerst 4 Frames gewinnt, gewinnt das Match). Ab dem Viertelfinale stieg das auf Best of 9, Best of 11 und schließlich im Endspiel Best of 17.
Bereits in der ersten Runde war Schluss für den Titelverteidiger Mark Selby, der zwei Tage zuvor noch das Finale der British Open bestritten hatte und wegen des Transfertags Qualifikation und Erstrundenmatch unmittelbar hintereinander bestreiten musste. Er scheiterte am diesjährigen Tourrückkehrer Martin O’Donnell. Eine Überraschung war auch das Aus von Ryan Day, Nummer 16 der Rangliste, gegen den am niedrigsten gesetzten Spieler im Hauptturnier He Guoqiang (Nummer 122). Der Chinese schlug anschließend auch die Nummer 17 Hossein Vafaei, bevor er gegen O’Donnell ausschied. Mit Mark Allen scheiterte ein weiterer Topgesetzter Spieler früh im Turnier in Runde 2 an Matthew Selt. Die beiden verbleibenden Spieler der Top 4, Ronnie O’Sullivan und Luca Brecel, verabschiedeten sich im Achtelfinale.
O’Sullivan-Bezwinger Zhang Anda überstand anschließend mit zwei Siegen über chinesische Landsleute nicht nur im vierten Anlauf erstmals in seiner Karriere ein Viertelfinale, ihm gelang sogar der Finaleinzug. Die beiden verbliebenen Top-10-Spieler Judd Trump und John Higgins behielten gegen die Überraschungsspieler Selt bzw. O’Donnell im Viertelfinale jeweils mit 5:1 die Oberhand und trafen im Halbfinale aufeinander. Obwohl der Schotte 4:1 und 5:2 führte, gewann Trump mit 6:5 und war damit der zweite Finalist.
Finale Das Finale wurde von Judd Trump und Zhang Anda bestritten. Trump stand zum dritten Mal bei den English Open und insgesamt zum 39. Mal in einem Ranglistenfinale. Für Zhang war es nicht nur das erste Finale, zum ersten Mal war er über das Viertelfinale eines Profiturniers hinausgekommen.
In der ersten Session dominierte, ähnlich wie im Halbfinale von Judd Trump, dessen Gegner. Zudem hatte Trump große Probleme mit seiner Pomeranze, was zu mehreren Miscues (Fehlstößen) führte, daher ließ er sich in der Pause zwischen den Sessions eine neue Pomeranze montieren. Am Ende der ersten Session stand es 5:3 für Zhang Anda, der den Vorsprung zu Beginn der Abendsession auf 7:3 ausbauen konnte. Dann kam Trump aber wieder auf, er gewann sechs Frames in Folge und gewann das Finale mit 9:7.
Qualifikation 127 der 130 Profis hatten für das Turnier gemeldet. Mit Ryan Davies und Bradley Cowdroy kamen noch zwei Spieler dazu, die eine Wildcard des englischen Verbands erhalten hatten. Um die erste Runde mit 128 Spielern austragen zu können, mussten die beiden Amateure vorab ein Ausscheidungsspiel austragen.
Wie im Vorjahr wurde die Qualifikation in zwei Teilen ausgetragen. 47 Partien wurden vom 6. bis 8. September in Leicester gespielt. Die Partien mit den Wildcard-Spielern und die Partien der Top 16 der Weltrangliste fanden erst im Oktober in Brentwood statt.
Die Qualifikation in Leicester wurde von sechs auf drei Tage verkürzt, 4 Sessions mit jeweils 4 Partien (3 Partien in der Abschlusssession) pro Tag wurden angesetzt. Modus aller Matches war Best of 7 (4 Gewinnframes).
WC = Wildcard-Spieler des englischen Verbands EPSB
Vorqualifikation
Hauptqualifikation
Century-Breaks 40 Spieler erzielten zusammen 71 Breaks mit 100 oder mehr Punkten. Das höchste Break mit 145 erzielte John Higgins im Achtelfinale. Der Turniersieger Judd Trump spielte mit sieben Centurys die meisten. John Higgins 145, 137, 132, 124 Judd Trump 140, 137, 135, 120, 111, 103, 102 James Cahill 140, 111 Tom Ford 140, 135 Julien Leclercq 139 Matthew Selt 135, 114 Graeme Dott 135 Ricky Walden 134, 121, 102 Barry Hawkins 134 Cao Yupeng 132 Stephen Maguire 131, 130 Robert Milkins 129 Zhang Anda 128, 127, 116, 109, 101 Ali Carter 128 Jimmy Robertson 128 Mark Allen 127, 114, 104 (2×), 103 Mark Selby 127 Mark J. Williams 123 (2×), 111, 100 Ronnie O’Sullivan 122, 109, 105 Stan Moody 121 Luca Brecel 120 Martin O’Donnell 120 He Guoqiang 116, 112 Andrew Higginson 116 Marco Fu 113 Martin Gould 111 Liam Highfield 110 Jackson Page 109 Gary Wilson 108, 102 Mark Davis 106 Zhou Yuelong 106, 102 David Gilbert 105, 103 Wu Yize 104 Jamie Clarke 102 Peng Yisong 102 Michael White 102 Ding Junhui 101 Si Jiahui 101 Jack Lisowski 100 Noppon Saengkham 100
Quellen
Weblinks 2023 English Open bei CueTracker
#2023 Kategorie:Snookerveranstaltung 2023 Kategorie:Home Nations Series Kategorie:Billardturnier in England Kategorie:Brentwood (Essex) Kategorie:Sport (Borough of Brentwood)