René Poms (* 5. Juli 1975 in Leoben) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Mittelfeldspielers, der heute als Fußballtrainer und -funktionär tätig ist.

Spielerkarriere Karrierebeginn in der Heimat René Poms wurde am 5. Juli 1975 in Leoben geboren und begann hier im Jahre 1983 im Nachwuchsbereich des damaligen DSV Alpine seine Vereinskarriere als Fußballspieler.Anmerkung: Wie Poms unter anderem selbst bei seiner Vorstellung als Head of International Relations and Scouting des DSV Leoben gesagt hat, begann er hier 1983 mit dem Fußballspielen. Es ist nichts ganz klar, warum der ÖFB in Poms’ Spielerprofil den 1. Wiener Neustädter SC als seinen ersten Verein auflistet. Nachdem er sämtliche Nachwuchsspielklassen des Vereins durchlaufen hatte, debütierte er rund um die Zeit der Fusionierung des DSV Alpine und des 1. FC Leoben (mit damaligem Spielbetrieb in der Unterliga Nord) zum nunmehrigen DSV Leoben für die zweite Mannschaft der Leobener und war in der Spielzeit 1993/94 erstmals in der Profimannschaft seiner Heimatstadt bei Pflichtspielen im Einsatz. Am 5. April 1994 gab Poms bei einem 3:0-Auswärtssieg über den Favoritner AC sein Debüt in der zweithöchsten österreichischen Fußballliga, als er von Trainer Milan Miklavič von Beginn an eingesetzt und ab der 81. Spielminute durch Christian Pracher ersetzt wurde. Ende des Monats kam er bei einem 0:0-Heimremis gegen den FC Puch zu einem zweiten (Kurz-)Einsatz für den DSV Leoben, mit dem er im Endklassement den zehnten Tabellenplatz belegte und die restliche Saison in der zweiten Mannschaft des Vereins verbrachte. In der darauffolgenden Spielzeit, in der Leoben in der Liga abermals nicht über einen zehnten Platz hinaus kam, es im ÖFB-Cup 1994/95 jedoch bis ins Finale schaffte und in diesem dem SK Rapid Wien nur knapp mit 0:1 unterlag, war Poms ausnahmslos in der zweiten Mannschaft, sowie ab dem Frühjahr 1995 bis zum Saisonende als Leihspieler beim FC Trofaiach in der Oberliga Nord im Einsatz.

Nach seiner Rückkehr nach Leoben im Sommer 1995 wurde Poms vom Deutschen Heinz Eisengrein gleich vom ersten Spieltag an in der Startformation eingesetzt. Danach folgten unter Eisengrein und unter dem diesem nachfolgenden Interimstrainer Andreas Leutschacher abwechselnde Einsätze von Beginn an und von der Ersatzbank, ehe sich Poms bei Leutschachers letztem Spiel, einer 1:3-Auswärtsniederlagen den SV Braunau so schwer verletzte, dass er – nachdem er erst kurz nach der Halbzeit eingewechselt worden war – ausgewechselt werden musste und in weiterer Folge für mehrere Wochen ausfiel. Unter Milan Đuričić fand der Mittelfeldakteur im November 1995 wieder zurück in die Mannschaft, musste sich dabei jedoch mit der Rolle als Reservist begnügen. Als sich in der Winterpause 1995/96 für Poms ein Wechsel innerhalb der Region auftat, wechselte er im Februar 1996 zum noch immer in der Oberliga Nord spielenden FC Trofaiach.

Über Trofaiach zurück nach Leoben, weiter nach Kapfenberg und wieder retour Beim Klub aus der Nachbarstadt Trofaiach entwickelte sich Poms rasch zu einem Stammspieler und konnte nun endlich die nötige Spielpraxis sammeln. Mit fünf Punkten Rückstand auf den SC Bruck/Mur wurde er mit den Trofaiachern in seiner ersten (halben) Saison Vizemeister der fünftklassigen Oberliga Nord.Endtabelle Oberliga Nord Steiermark 1995/96 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 28. August 2023 In der nachfolgenden Spielzeit 1996/97 reichte es hinter dem Meister ATV Irdning und dem Vizemeister FC Veitsch nur für den dritten Tabellenplatz im Endklassement.Endtabelle Oberliga Nord Steiermark 1996/97 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 28. August 2023 1997/98 rangierte er mit dem FC Trofaiach in der teilweise recht dicht gestaffelten Endtabelle lediglich auf dem achten Platz und damit auf einer Platzierung im Tabellenmittelfeld.Endtabelle Oberliga Nord Steiermark 1997/98 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 28. August 2023Endtabelle Oberliga Nord Steiermark 1997/98 (Zeitung) auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 28. August 2023 Alles änderte sich in der Saison 1998/99, als der Mittelfeldakteur mit seiner Mannschaft nicht nur Herbstmeister wurde, sondern am Saisonende die nächsten Verfolger wie den SV Bad Aussee oder den SC Liezen hinter sich ließ, den Oberliga-Meistertitel sicherte und damit den direkten Aufstieg in die steirische Landesliga fixierte.Geschichte des FC Trofaiach auf der offiziellen Webpräsenz des FC Trofaiach, abgerufen am 28. August 2023Endtabelle Oberliga Nord Steiermark 1998/99 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 28. August 2023 In dieser schafften es die Trofaiacher im ersten Anlauf auf Rang 10; am Ende der Saison verließ Poms nach viereinhalb Jahren den Verein wieder in Richtung Leoben.

Unter Đuričićs dritter Amtszeit in Leoben kam der 1,75 m große Rechtsfuß rasch als Stammkraft zum Einsatz; nur selten brachte er es auf Kurzeinsätze oder saß ohne Einsatz auf der Ersatzbank. So brachte er es in der Saison 2000/01 auf 30 von 36 möglich gewesene Zweitligaeinsätze und rangierte am Saisonende mit dem Team auf dem vierten Tabellenplatz. Hinzu kamen noch Einsätze im österreichischen Fußballpokal 2000/01, in dem er mit dem DSV im Achtelfinale dem FC Tirol mit 1:2 unterlag. Nach nur einer Spielzeit in Leoben schloss sich Poms im Sommer 2001 innerhalb der Obersteiermark dem Regionalligisten Kapfenberger SV an. In der Böhler-Stadt fungierte er unter Trainer Hans-Peter Schaller von Beginn an als Stammspieler im Mittelfeld und feierte einen Einstand nach Maß, als er gleich bei seinem ersten Meisterschaftseinsatz, bei einem 6:1-Sieg über den FC St. Veit im Erstrundenspiel der Spielzeit 2001/02 ein Tor erzielte. In der Saison 2001/02 verpasste er lediglich zwei Meisterschaftsspiele und kam bis zum Ende, als er mit den Kapfenbergern den Meistertitel in der Regionalliga Mitte und damit die Rückkehr in den Profifußball sicherte, auf vier erzielte Tore. Da Kapfenberg nicht den direkten Aufstieg schaffte, wurde der Aufsteiger in der Relegation ermittelt. Hierbei kam Poms im Hinspiel gegen den FC Hard zu einem Kurzeinsatz; im Rückspiel saß er uneingesetzt auf der Ersatzbank. Mit einem Gesamtergebnis von 5:3 schaffte die KSV die Rückkehr in den Profibereich. Außerdem kam Poms in dieser Saison in den beiden Spielen der Kapfenberger im österreichischen Fußball-Cup 2001/02 zum Einsatz, erzielte dabei gegen den SK St. Magdalena im Erstrundenspiel ein Tor und schied mit der Mannschaft nur eine Runde später gegen den BSV Bad Bleiberg vom Wettbewerb aus.

In die Meisterschaft 2002/03 startete Poms nicht mehr für Kapfenberg, sondern wechselte wieder einige Kilometer Richtung Westen in seine Heimatstadt Leoben. Unter Petar Šegrt, der hier seine erste Profistation als Trainer hatte, fand er daraufhin jedoch kaum Berücksichtigung im Profikader der Leobener und kam bis zur Winterpause auf lediglich sieben Einsätze in der Liga und einen Auftritt im ÖFB-Cup 2002/03 – davon größtenteils Kurzeinsätze. Die restliche Zeit bis zur Winterpause 2002/03 verbrachte er in der zweiten Mannschaft des DSV mit Spielbetrieb in der sechstklassigen Unterliga Nord B.Unterliga Nord B Steiermark 2002/03 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 29. August 2023 Um zumindest etwas mehr Spielpraxis zu sammeln, bahnte sich noch in dieser Zeit ein Wechsel Poms’ ins Unterhaus an.

Amateurspieler im Paltental und steirischen Salzkammergut So wechselte er noch im Winter zum steirischen Landesligisten SV Rottenmann, der zu dieser Zeit auf Rang 4 der Tabelle stand.Landesliga Steiermark 2002/03 auf der offiziellen Webpräsenz des Steirischen Fußballverbands, abgerufen am 29. August 2023 Nach Poms’ Wechsel ins Paltental konnte der Verein jedoch nur zwei seiner restlichen 15 Ligapartien gewinnen und rangierte nach zehn Siegen, zehn Unentschieden und zehn Niederlagen am Saisonende auf dem siebenten Tabellenplatz. Als Stammspieler hatte der Mittelfeldakteur in der darauffolgenden Spielzeit einen erheblichen Anteil an den Erfolgen der Rottenmanner, die zum Ende der Meisterschaft in einem zweiten Tabellenplatz – mit sechs Punkten Rückstand auf Meister Kalsdorf – gipfelten. Während der erfolgreichen Hinrunde des Vereins aus der Bergstadt Rottenmann verließ Poms in der Winterpause 2004/05 den Klub und folgte dem Ruf des in den 1990er Jahren ebenfalls beim DSV Leoben aktiv gewesenen Gernot Stradner zum SV Bad Aussee, der zu dieser Zeit ebenfalls noch in der steirischen Landesliga vertreten war. Im Ausseerland konnte er rasch Fuß fassen und wurde mit dem Klub zum Saisonende Meister der steirischen Landesliga, was mit dem Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Mitte verbunden war. Noch vor dem Aufstieg in die Drittklassigkeit wurde der gebürtige Leobener im Sommer 2005 – bis zur Winterpause – an den Viertligisten SC Weiz verliehen.Alpenpost. Zeitung des Steirischen Salzkammergutes, Ausgabe Nr. 2, 26. Jänner 2006, S. 30, abgerufen am 30. August 2023

Bei den Oststeirern absolvierte er eine erfolgreiche Hinrunde, rangierte mit dem Team über weite Teile des Herbstdurchgangs auf dem ersten Tabellenplatz und kam bis zum Winter auf sechs Treffer bei 15 Ligaeinsätzen, von denen er allesamt über die komplette Matchdauer durchspielte. Nach der Rückkehr ins steirische Salzkammergut wurde Poms im Frühjahr 2006 von Stradner als Stammkraft im Mittelfeld eingesetzt. Aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre verpasste er die letzten drei Saisonspiele, brachte es jedoch auf elf Regionalligaeinsätze sowie ein -tor und beendete die Saison mit den Ausseern auf dem zehnten Rang. Danach kehrte der 1,75 m große Rechtsfuß wieder zum Landesligisten Rottenmann zurück,Alpenpost. Zeitung des Steirischen Salzkammergutes, Ausgabe Nr. 15, 27. Juli 2006, S. 31, abgerufen am 30. August 2023 war dort jedoch auch nur für eine Saisonhälfte aktiv und trat daraufhin einen weiteren Vereinswechsel an. Für die Rottenmanner, die die Saison in weiterer Folge auf dem 14. Rang und damit einem Abstiegsplatz beendeten, kam er bis zum Winter 2006/07 in 13 von 15 möglich gewesenen Ligapartien zum Einsatz und steuerte einen Treffer bei.

Wechsel nach Bruck und Start ins Trainergeschäft Die zweite Saisonhälfte absolvierte er daraufhin bereits beim Ligakonkurrenten SC Bruck/Mur, zu dem er in der Winterpause wechselte. Dabei kam er in 14 Meisterschaftsspielen zum Einsatz und kam hierbei auf eine Bilanz von drei Treffern. Als Vorletzter der Liga stiegen die Brucker am Saisonende ebenfalls in die nächsttiefere Fußballspielklasse, die Oberliga Nord, ab. Nach dem Abstieg in die Fünftklassigkeit übernahm der mittlerweile 32-Jährige das Traineramt der Obersteirer und blieb dem Verein die nächsten vier Jahre als Spielertrainer erhalten. In seiner Doppelfunktion als Spieler und Trainer war er maßgeblich am raschen Wiederaufstieg in die steirische Landesliga beteiligt. Mit vier Punkten Vorsprung auf den SC Liezen und elf Punkten Vorsprung auf den SVA Kindberg wurde er 2007/08 mit Bruck Oberliga-Meister und schaffte damit den direkten Aufstieg zurück in die Landesliga. Die darauffolgende Landesliga-Saison schloss er mit der Mannschaft auf Rang 7 ab, hatte mit den Bruckern jedoch nur sechs Punkte Rückstand auf Meister SV Flavia Solva. Hinzu kamen noch Einsätze für die Gebietsliga-Mannschaft der Brucker, die in der vorangegangenen Spielzeit nur knapp den Klassenerhalt in der Liga geschafft hatte. Mit dem SC Bruck/Mur II rangierte er am Saisonende ebenfalls auf dem siebenten Tabellenplatz. Kurzweilig spielte er im Frühjahr 2009 auch auf Leihbasis für den oberösterreichischen Landesligisten SV Bad Goisern.