mini|Kirk Baily, 2022 Kirk William Baily (* 2. Februar 1963 in Adrian, Michigan; † 28. Februar 2022 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben Baily war der Sohn von Harold Baily, einem Veteranen der United States Navy aus Adrian, der im Zweiten Weltkrieg unter George S. Patton diente, und Barbara Moats, einer Lehrerin aus Ney, Ohio. Er wuchs zusammen mit vier Brüdern auf. Baily nannte Abbott und Costello, Dick Van Dyke, The Three Stooges und Tim Conway als frühe kreative Einflüsse, da er und seine Brüder sie in der Kindheit gerne im Fernsehen gesehen hatten.

Er machte 1981 seinen Abschluss an der Adrian High School, an der er Baseball spielte und in der Schwimmmannschaft war. Nach der Schulzeit studierte er ab 1981 Theaterwissenschaften an der Miami University, die er 1985 abschloss. Er war Mitglied von Ohio Lambda, der Phi Kappa Psi-Bruderschaft. Im Abschlussjahr spielte er die Hauptrolle in einer Produktion von The Front Page.

Von 1993 bis zu ihrer Scheidung im Jahr 2019 war er mit Peggy Ziegler verheiratet; das Paar hatte zwei Kinder, Bella Clare und Bowen.

Baily und Michael Ray Bower waren 1998 Trauzeugen bei der Hochzeit ihres ehemaligen Salute Your Shorts-Schauspielkollegen Danny Cooksey.

Im August 2021 wurde bei Baily Lungenkrebs festgestellt, er erklärte aber, er werde weiterhin als Synchronsprecher arbeiten, solange er dazu in der Lage sei. Zu seinen letzten Arbeiten gehörten Sprechrollen in Paws of Fury: The Legend of Hank und DC League of Super-Pets, die ihm beide gewidmet wurden.

Er verstarb im Alter von 59 Jahren in Sherman Oaks an Herzversagen in Folge seiner Krebserkrankung. Er hinterließ seine Partnerin, die Schauspielerin Ranjani Brow, und seine beiden Kinder. Der Radiomoderator Sam Roberts gedachte Baily am 2. März 2022 in einer Folge seiner Sendung Sam Roberts Now.

Karriere Nach dem Studium wechselte er nach New York City, wo er seine schauspielerischen Fähigkeiten weiterentwickelte und als Schauspiellehrer arbeitete. 1987 zog er nach Los Angeles und trat bei den Groundlings und bei The Second City auf.

Neben der Arbeit auf der Bühne war Baily auch vor der Kamera zu sehen, begann seine Karriere allerdings als Tonkoordinator für den Film Killer Klowns From Outer Space aus dem Jahr 1988 und arbeitete auch als ADR-Looper (dt. Nachsynchronisierung) für Film und Fernsehen. Bereits während seiner Zeit in New York in den 1980er Jahren hatte er einige Gastrollen in Seifenopern, die vor Ort gedreht wurden.

Von 1991 bis 1992 spielte er die Rolle des Camp-Betreuers Kevin „Ug“ Lee in der Sitcom Salute Your Shorts auf Nickelodeon; im Jahr 1991 verletzte er sich das linke Trommelfell, als er bei Dreharbeiten zur Folge Ug’s Girlfriend is Coming in einem See im Franklin Canyon Park tauchte.

Baily, der auch manchmal als Bo Williams auftrat, war in mehreren Fernsehserien als Darsteller zu sehen, beispielsweise in NAM – Dienst in Vietnam, Palm Beach-Duo, Models Inc., Beverly Hills, 90210, in Die Larry Sanders Show, Pacific Blue – Die Strandpolizei, in Eine himmlische Familie und Für alle Fälle Amy, Felicity und in New York Cops – NYPD Blue.

1999 hatte er eine wiederkehrende Rolle als Greg Madigen in der letzten Staffel von Melrose Place und in Star Trek: Raumschiff Voyager als Magnus Hansen, Vater von „Seven of Nine“.

In Filmen war er sowohl als Darsteller zu sehen und als Sprecher zu hören. Er lieh zahlreichen Anime- und Zeichentrick-Charakteren seine Stimme; er hatte unter anderem Rollen und Sprechrollen in Mobile Suit Gundam 00, Anna – Der Film, Der Hausfreund, Outside Ozona, Asterix & Obelix: Mission Kleopatra, Buried – Lebend begraben, Der Mohnblumenberg, ParaNorman, Hotel Transsilvanien, The Call – Leg nicht auf!, Die Eiskönigin – Völlig unverfroren, Baymax – Riesiges Robowabohu und in Bumblebee als Brawl. Darüber hinaus war er für zahlreiche Kinofilme in der Nachvertonung tätig (engl. ADR looper).

Er war auch in Werbespots zu sehen, beispielsweise 1993 für Mentos, und hatte einen Auftritt in dem Musikvideo zu If This Is It von Huey Lewis & the News aus dem Jahr 1984.

Baily arbeitete regelmäßig als Synchronsprecher: Er sprach unter anderem die Rolle des Tetsuya Kajiwara in Fushigi Yûgi, Millions Knives in Trigun, Shin in Cowboy Bebop und Garma Zabi in Mobile Suit Gundam – The Movie Trilogy. Er vertonte Computerspiele wie Galerians, Star Trek: Voyager – Elite Force, Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht, Shadow Hearts: Covenant, Condemned 2: Bloodshot, Dead Space: Downfall, Kessen II und mehrere Teile der Spielereihe .hack.

Seine letzten Auftritt vor der Kamera hatte er 2021 in der Fernsehserie Love, Death & Robots und 2022 als Sprecher in dem Film Paws Of Fury: Die Legende von Hank.

Im deutschen Sprachraum wurde Baily unter anderem von Nicolas Böll, Uwe Büschken, Peter Flechtner, Rainer Fritzsche, Matthias Klages, Michael Pan und Manfred Trilling synchronisiert.

Filmografie (Auswahl) Film 1981: Mobile Suit Gundam 00 1981: Kidô senshi Gandamu II: Ai senshihen 1988: Anna – Der Film 1988: Alexa 1990: Voodoo Blood (Voodoo Dawn) 1990: Welcome to Bunk 13: The Unaired ‘Salute Your Shorts’ Pilot (Kurzfilm) 1991: Zwischen Leben und Tod (Absolute Strangers; Fernsehfilm) 1994: Augenblicke des Todes (Caroline at Midnight) 1994: Greyhounds – Schnüffler gehen nie in Rente (Fernsehfilm) 1995: Der Hausfreund 1995: Tage der Angst (Black Day Blue Night) 1997: Der Teamgeist (The 6th Man) 1997: Stone Cold II – Heart of Stone (Back in Business) 1998: Ninja Kids – Mission Freizeitpark (3 Ninjas: High Noon at Mega Mountain) 1998: Den Kopf in der Schlinge (Fernsehfilm) 1998: Outside Ozona 1999: Soccer Dog – Ein Hund bleibt am Ball (Soccer Dog: The Movie) 2000: Das Mercury Projekt (Fernsehfilm) 2000: Oh! My Goddess: Der Film 2001: Spion wider Willen (Sprechrolle) 2001: Robotic Angel 2001: Cowboy Bebop – Der Film 2001: Armitage: Dual Matrix (Video) 2002: Asterix & Obelix: Mission Kleopatra 2002: .hack//Liminality Vol. 1: In the Case of Mai Minase (Video) 2003: .hack//Liminality Vol. 4: Trismegistus (Kurzvideo) 2004: Life on Liberty Street (Fernsehfilm) 2005: Sentô yôsei shôjo tasukete! Mave chan (Kurzvideo) 2006: Ab durch die Hecke 2006: Jagdfieber 2007: Nobel Son 2008: Bottle Shock 2008: Dead Space: Downfall (Video) 2010: Buried – Lebend begraben 2010: Jagdfieber 3 2010: Knucklehead – Ein bärenstarker Tollpatsch (Knucklehead) 2010: Yogi Bär 2011: Der Mohnblumenberg 2011: Die Schlümpfe – Eine schlumpfige Weihnachtsgeschichte (Kurzfilm; auch: Weihnachten mit den Schlümpfen) 2011: Five (Fernsehfilm) 2012: Zahnfee auf Bewährung 2 (Video; Sprechrolle) 2012: ParaNorman 2012: Hotel Transsilvanien 2013: The Call – Leg nicht auf! 2013: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren 2014: Liebe geht durch den Magen (Kurzfilm) 2014: Baymax – Riesiges Robowabohu 2015: Mermaids – Meerjungfrauen in Gefahr 2017: Bo und der Weihnachtsstern 2018: Bumblebee (Stimme von Brawn) 2019: Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer 2020: SpongeBob Schwammkopf: Eine schwammtastische Rettung 2021: Night of the Animated Dead 2022: Paws Of Fury: Die Legende von Hank

Fernsehen 1990: NAM – Dienst in Vietnam 1990: Lifestories 1991: Kidô senshi Gundam 0083: Stardust Memory (Mobile Suit Gundam 0083: Stardust Memory) 1991–1992: Salute Your Shorts 1994: Palm Beach-Duo 1994: Models Inc. 1995: Fushigi Yûgi 1995: Ein Strauß Töchter (Sisters) 1996: Beverly Hills, 90210 1996: Fushigi Yûgi: Memories First OAV (Miniserie) 1996: Kidô senshi Gundam: Dai 08 MS shôtai (Miniserie) 1997: Die Larry Sanders Show 1997: Fushigi Yûgi: The Mysterious Play – Reflections OAV 2 (Miniserie) 1997: Pacific Blue – Die Strandpolizei 1997: Vampire Miyu 1998: Eine himmlische Familie 1998: Rurôni Kenshin – Meiji kenkaku romantan 1998: Trigun 1999: Star Trek: Raumschiff Voyager 1999: Melrose Place 1999: Dual! Parallel Trouble Adventure 1999: Cowboy Bebop 2000: Gate Keepers 2000: Carried by the Wind: Tsukikage Ran 2000: Hand Maid May 2000: Jinzô ningen Kikaidâ: The Animation (auch: Android Kikaider: The Animation) 2001: Für alle Fälle Amy 2001: FreakyLinks 2001: Arli$$ 2001: Felicity 2002: New York Cops – NYPD Blue 2001–2002: Fushigi Yûgi: The Mysterious Play – Reflections OAV 3 (Miniserie) 2002–2004: Ghost in the Shell: Stand Alone Complex 2004–2005: Sentō Yōsei Yukikaze 2021: Love, Death & Robots

Computerspiele 1999: Galerians 2000: Star Trek: Voyager – Elite Force 2002: Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht 2002: Kessen II 2002: .hack//Infection Part 1 2002: .hack//Akusei heni vol. 2 2002: .hack//Shinshoku osen vol. 3 2003: .hack//Zettai houi vol. 4 2004: Shadow Hearts: Covenant 2008: Condemned 2: Bloodshot 2011: Rio (Computerspiel zum gleichnamigen Film)

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