Lloyd A. Simandl (geb. 1948) ist ein polnischer Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er ist vor allem als Filmschaffender von B-Movies und Sexploitationfilmen in Erscheinung getreten. Weiter ist er Gründer der kanadischen Filmproduktionsfirmen North American Pictures und North American Releasing.Playback: Yaletown, North American sign 50-pic deal auf playbackonline.ca, abgerufen am 30. August 2023.North American Pictures | Czech Film Commission, abgerufen am 30. August 2023.

Filmkarriere Simandl blickt auf ein umfangreiches Werk zurück, so war er bei 55 Filmen für die Produktion verantwortlich, bei 49 Filmen führte er Regie. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war insbesondere seit der Jahrtausendwende der Sexploitationfilm für die Bound Heat-Filmreihe.

Anfänge, 1979 bis 1990er-Jahre 1979 veröffentlichte Simandl mit der von ihm gegründeten Filmproduktionsfirmen North American Pictures seinen ersten Film Playmate Lady O. (Originaltitel: Autumn Born), der zum Genre der Sexploitation zählt. Simandl führte Regie und Produktion und arbeitete auch (einmalig in seiner Karriere) als Kameramann. In den 1980er-Jahren gründete er ebenfalls die Filmproduktionsfirma North American Releasing und arbeitete ab 1987 vor allem als ausführender Produzent, teils auch als Regisseur, an zumeist Action- und Science-Fiction-Filmen, so etwa American Slow Burn (1989), The Bronx 2001 (1989), Xtro II – Die zweite Begegnung (1991), Silhouette (1991), The Runner (1992), Shadowchaser (1992), Time Warrior – Der Time Runner mit Hauptdarsteller Mark Hamill, Cracker Jack (1994), Downdraft (1996), Crackerjack 2 (1997), USS Legacy (1997), Sleeping Dogs (1997), Act of War (1998), Escape Velocity (1999) und Lethal Target (1999).

Aufgrund der steigenden Filmproduktionskosten in Nordamerika begann Simandl auch in Tschechien zu produzieren.

Fokus auf Sexploitation, 2000er- und 2010er-Jahre Nachdem Simandl den Sexploitationfilm zugunsten von Action- und Science-Fiction-Filmen vernachlässigt hatte – Ausnahmen waren Ladies of the Lotus (1987), Chainted Heat – Exzesse im Frauengefängnis (1993) und Dangerous Prey (1995) – begann Simandl sich ab 1998 wieder verstärkt dem Sexploitationfilm zu widmen. 1998 führte er Regie und Produktion bei Dark Confessions, einem Film, dessen handlungsarmer Inhalt sich nahezu ausschließlich auf die bildliche Darstellung von weiblicher Sexsklaverei, Bondage, BDSM und lesbischen softpornografischen Inhalten fokussiert. Dieses Konzept führte Simandl in den folgenden Jahren mit seinen Unternehmen fort und veröffentlichte bis einschließlich 2013 eine ganze Reihe von entsprechenden Filmen, bei denen er zumeist Regie führte, teils das Drehbuch schrieb und gemeinhin die Produktion verantwortete. Die entsprechenden Filme sind bekannt als Bound Heat-Reihe und werden exklusiv von einer gleichnamigen Tochterfirma vertrieben.About Us – Lesbian Slaves and Mistress Movies - Boundheat.com, abgerufen am 30. August 2023.

Neben dem Sexploitationfilm wirkte Simandl an weiteren Action- und Science-Fiction-Filmen mit, so etwa an Fatal Conflict (2000), Last Stand (2000), Deadly Engagement (2002), Starfire Mutiny (2002), Ariana's Quest (2002), Killer Love (2002), Ripper 2 (2004), Within (2005) und The Cycle (2009).

Karriereende Seit 2014 ist Simandl, vermutlich aus Altersgründen, nicht mehr als Filmschaffender in Erscheinung getreten.

Filmografie (Auswahl)

R: als Regisseur, P: als Produzent, D: als Drehbuchautor, K: als Kameramann

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann