Ein Gefühl von Sommer ... : niederländische Moderne aus der Sammlung Singer Laren war der Titel einer Ausstellung, die vom 11. Mai bis 25. August 2019 im Museum Ostwall in Dortmund in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Kunstmuseum Singer Laren in Laren gezeigt wurde.
Ausstellung mini|Bilder in der Ausstellung Die Ausstellung zeigte Werke aus der Kunstsammlung von Anna Brugh Singer (1878–1962) und William Henry Singer (1868–1943), die das Kernstück der Sammlung des Museums Singer Laren bilden. Sie umfasst Malereien der Haager Schule, Larener Schule, Bergener Schule, des Amsterdamer Impressionismus und Werke aus dem Umfeld der Schule von Barbizon. William Henry Singer selbst war mit sechs Werken vertreten.Die Künstlerkolonie Laren und das Sammlerpaar Singer. In: Niederländische Moderne. Ausstellungskatalog zu „Ein Gefühl von Sommer … Niederländische Moderne aus der Sammlung Singer Laren“. Stadt Dortmund (Hrsg.), 2019, S. 59. Ab 1956 wurde die Sammlung durch Ankäufe, Schenkungen und Leihgaben erweitert und unter anderem mit Werken des Expressionismus, Neoimpressionismus, Pointillismus, Kubismus bis zu De Stijl und der Geometrischen Abstraktion ergänzt, die in der Ausstellung ebenfalls vertreten waren.Edwin Jacobs, Jan Rudolph de Lorm: Vorwort. In: Niederländische Moderne. Ausstellungskatalog zu „Ein Gefühl von Sommer … Niederländische Moderne aus der Sammlung Singer Laren“. Stadt Dortmund (Hrsg.), 2019, S. 8–9.Museum Singer Laren: Collectie. Abgerufen am 17. September 2023
Ausgangspunkte der Ausstellung waren die Beziehung der Singers zu Laren als auch die Besonderheit der Künstlerkolonie mit ihren zwei künstlerischen Polen. Die Ausstellung gliederte sich dementsprechend in verschiedene Themenfelder, die in zehn Kabinetten veranschaulicht wurden, wie etwa „Landschaft und Genre“, „Modernes Leben“, „Moderne Landschaft“, „Die Avantgarde“, „Die Bergener Schule“, „Der Groninger Kunstkreis De Ploeg“, „Der Weg zur Abstraktion“ und „Porträts“.Rolf Pfeiffer: Dünen, Wellen, Windmühlen – Ausstellung im „Dortmunder U“ zeigt den niederländischen Aufbruch in die Moderne. In: Revierpassagen vom 12. Mai 2019. Abgerufen am 18. September 2023. Neben den Werken von Henry Singer präsentierte ein Bereich die ersten Ankäufe der Singers mit Bildern aus der Schule von Barbizon und der Haager Schule. Zeitlich daran anschließend war ein Bereich dem Amsterdamer Impressionismus gewidmet, gefolgt von Werken der niederländischen Avantgarde.Regina Selter, Stefanie Weißhorn-Ponert: Ein Gefühl von Sommer – Aspekte einer Ausstellung. In: Niederländische Moderne. Ausstellungskatalog zu „Ein Gefühl von Sommer … Niederländische Moderne aus der Sammlung Singer Laren“. Stadt Dortmund (Hrsg.), 2019, S. 13–14.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch wandgroße Schwarzweiß-Reproduktionen alter Fotografien von Laren und Umgebung. Gleichzeitig wurden in einem eigenen Raum unter dem Titel „& Zitronenlimonade“ Beiträge von 14 Studierenden am Institut für Kunst und Materielle Kultur der Technischen Universität Dortmund unter der Leitung von Tillmann Damrau gezeigt, die den Ausstellungstitel aus ihrer Perspektive interpretierten.Technische Universität Dortmund. Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft: Malerei, Digital and Expanded Painting. Projekte: & Zitronenlimonade. Abgerufen am 18. September 2023.
Während insgesamt 110 Bilder aus der Sammlung Singer Laren in Dortmund ausgestellt waren, wurden zur gleichen Zeit 70 expressionistische Werke aus der Dortmunder Sammlung in Laren gezeigt. Kuratiert wurde die Ausstellung von Regina Selter und Stefanie Weißhorn-Ponert und eröffnet von Beate Gerlings, Botschaftsrätin für Kultur und Kommunikation des Königreichs der Niederlande.Joachim vom Brocke: Geschichte des Künstlerdorfes Laren in Holland: Ein Gefühl von Sommer im Museum Ostwall im Dortmunder U. In: Die Nordstadtblogger vom 10. Mai 2019. Abgerufen am 18. September 2023. Zur Ausstellung erschien 2019 der ausführliche Katalog Niederländische Moderne.
Das Kulturmagazin Trailer urteilte, die Ausstellung sei „ein weitgehend chronologischer Spaziergang durch die niederländischen Avantgarden im frühen 20. Jahrhundert – in Ausschnitten gewiss, aber mit etlichen wunderbaren Malereien.“ Neben der Darstellung von Landschaft und dem dörflichen Leben zeige sie Symbolismus, Jugendstil, Expressionismus und gestenreiche Figurenbilder. „Und schließlich sind, zusammengestellt am Ende der Ausstellung, Porträts zu sehen. Entdeckungen sind die zwischen Kubismus und Expressionismus angesiedelten Malereien von Else Berg (1877-1942) und die überraschend zeitlosen, netzartig organisierten Bilder von Lou Loeber (1894-1983), die durch die Präsentation noch hervorgehoben sind.“Die Moderne aus der Nähe. In: trailer. Kultur.Kino.Ruhr vom 26. Juni 2019. Abgerufen am 18. September 2023
In der Ausstellung wurden Werke niederländischer und französischer Künstler gezeigt
Gemälde in der Ausstellung