mini|Karte der Eifel Die Rureifel liegt in der Nordeifel in den Kreisen Düren und Euskirchen sowie der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Sie ist ein Naherholungsgebiet für den Raum Köln, Aachen, Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Bonn. Seinen Namen hat das Gebiet von der Rur.
Die Rureifel umfasst geografisch die Städte Nideggen, Heimbach, Schleiden und Monschau sowie die Gemeinden Simmerath, Hürtgenwald, Kreuzau und Hellenthal. Als Ferienregion und Tagesausflugsziel ist sie mit der zweitgrößten Talsperre Deutschlands, der Rurtalsperre, Schwammenauel und dem Nationalpark Eifel sowie dem Naturpark Nordeifel weithin bekannt.
Die Rur prägt diesen Teil der Eifel, mit ihrem eigenen Tal und den Tälern ihrer Nebenflüsse und Bäche sehr. Beispiele dafür sind das Rinnebachtal (Kleinhau/Obermaubach) und das Kalltal, geprägt durch die Kall. Zudem prägen das Rurtal neben dem Rursee auch weitere Stauseen die Landschaft: Stausee Heimbach und das Staubecken Obermaubach.
Ihren Ursprung hat die Rur im belgischen Hohen Venn in der Provinz Lüttich.
Die Rurtalbahn (Rurtalbahn GmbH) verbindet im Südteil die Städte Heimbach und Düren miteinander, auf ihrem Nordteil die Städte Linnich und Düren.
Naturräumliche Gliederung Im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands bildet die Rureifel die Haupteinheit 282 und gehört zur Haupteinheitengruppe 28, Westeifel. Sie ist wie folgt weiter untergliedert:Ewald Glässer: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 122/123 Köln/Aachen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1978. → Online-Karte (PDF; 8,7 MB)Heinz Fischer, Richard Graafen: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 136/137 Cochem. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1974. → Online-Karte (PDF; 5,6 MB)
282 Rureifel 282.0 Dürener Eifelfuß 282.1 Hürtgener Hochfläche 282.2 Monschauer Heckenland 282.3 Rur-Urft-Olef-Täler 282.30 Monschau-Rurberger Rurtal 282.31 Gemünder Urft- und Oleftäler 282.32 Urftseegebiet 282.33 Rurseegebiet 282.34 Heimbach-Maubacher Rurtal 282.4 Monschau-Hellenthaler Waldhochfläche 282.5 Dreiborner Hochfläche 282.6 Hollerath-Broicher HochflächeEine Grenzlinie zwischen den beiden Hochflächen ist auf keiner der beiden Karten eingezeichnet, jedoch liegt die Hollerather Hochfläche weitgehend auf Blatt Cochem und die Broicher auf Blatt Köln. 282.60 Hollerather Hochfläche 282.61 Broicher Hochfläche 282.7 Wildenburger Hochfläche 282.8 Kermeter Wald
Wirtschaft Das Schaf war ein wichtiges Nutztier. Eifelbauern waren arme Bauern. Für Getreide und Rinder war der Boden zu karg, der Kunstdünger noch nicht erfunden. Wo die Milchkuh kümmerte, brachte das Eifelschaf Ertrag. Schafe waren in der Eifel einmal ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Vom einstigen Wohlstand der Wollweber und Tuchhändler zeugen noch heute deren prachtvolle Häuser in Monschau. Im 18. Jahrhundert wurden Schafherden aus der Eifel sogar auf die Märkte von Paris getrieben. Große Schafherden bedeuteten Wolle, Tuch und Filz. Allein in Heimbach gab es vier Schäfereien. Hier arbeitete eine Wollspinnerei und eine Walkmühle, lebten Färber und Weber. Heute erhalten die Schafe die traditionelle Kulturlandschaft, die grünen Täler der Eifel mit Orchideen, Hummeln und Schmetterlingen.
Das nordrhein-westfälische Landesumweltamt hat 2024 ein neues Wolfsgebiet „Rureifel“ in der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren ausgewiesen.
Weblinks
Rureifel Tourismus
Einzelnachweise
Kategorie:Landschaft in der Eifel Kategorie:Tourismus (Eifel) Kategorie:Geographie (Kreis Düren) Kategorie:Geographie (Städteregion Aachen) Kategorie:Geographie (Kreis Euskirchen) Kategorie:Naherholungsgebiet