Sebastian Euringer (* 20. Januar 1865 in Augsburg; † 10. Juli 1943 in Dillingen an der Donau) war ein deutscher Theologe und Orientalist.

Leben Er studierte in München, Oxford und Jerusalem. Nach der Priesterweihe 1887 promovierte er 1890 (Der Masorahtext des Koheleth). Nach der Habilitation 1900 (Die Auffassung des Hohenliedes bei den Abessiniern) wurde er außerordentlicher und 1910 ordentlicher Professor für Altes Testament am Lyzeum in Dillingen, ab 1923 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Dillingen, wo er bis 1924 lehrte. Er war ein ausgezeichneter Kenner der altäthiopischen Sprache und Literatur.

Sebastian Euringer ist Bruder des Bankiers und Schriftstellers Gustav Euringer (1854–1922) sowie Onkel des Schriftstellers Richard Euringer (1891–1953).

Schriften (Auswahl)

Verzeichnis der abessinischen Handschriften des Völkermuseums in Stuttgart. In: Orientalia. Commentarii periodici de rebus Orientis antiqui. 4 (1935), S. 465–483. jstor.org

Literatur Georg Graf: Prälat Dr. Sebastian Euringer. In: Dillingen und Schwaben. Dillingen 1949, S. 66–77, . Jürgen Bärsch: Euringer, Sebastian. In: LThK³, Bd. 3, 1995, Sp. 993, ISBN 3-451-22003-2.

Weblinks opac.regesta-imperii.de Stadtlexikon Augsburg Schuljahresbericht Dillingen 1906/07

Einzelnachweise

Kategorie:Alttestamentler Kategorie:Hochschullehrer (Philosophisch-Theologische Hochschule Dillingen) Kategorie:Orientalist Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1865 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann