Karl Heiner Südekum (* 11. Mai 1950 in Klein Bülten jetzt Ilsede) ist ein deutscher Bibliothekar.Eigener Lebenslauf in der Dissertation Universität Würzburg.

Wirken Südekum legte 1970 das Abitur an der GaußschuleSchulleitung, Lehrer und Schüler (Hrsg.): 75 Jahre Gaußschule 1909–1984. Döring, Braunschweig 1984, S. 119. in Braunschweig ab, diente als Soldat auf Zeit bei der 1. Panzergrenadierdivision und studierte ab 1972 Geschichte, Germanistik, und Sozialwissenschaft an der Universität Würzburg. Nach dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (1978) arbeitete er von 1980 bis 1982 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Würzburger Forschergruppe“ und Mitherausgeber der Rechtssumme Bruder Bertholds an der Universität Würzburg mit. Nach der Promotion zum Dr. phil. (1981) absolvierte er an der Universitätsbibliothek Würzburg und an der Bayerischen Bibliotheksschule in München das Bibliotheksreferendariat. Nach dem Assessorexamen (1984) war Südekum bis 1985 als wiss. Mitarbeiter an der Universitätsbibliothek Würzburg tätig, ab 1985 an der Universitätsbibliothek Bamberg. 1990 wechselte Südekum an die Universitätsbibliothek Würzburg, übernahm verschiedene Tätigkeiten der Fachreferats- und Teilbibliotheksbetreuungen, 1995 die Leitung der Katalogabteilung, 1996 zusätzlich die Leitung der Erwerbungsabteilung und von 1998 bis 2016 die Leitung der Bibliothek.

Südekum engagierte sich in landes- wie bundesweiten Verbänden und Vereinigungen der Bibliotheks- und Informationslandschaft, so im Bayerischen Bibliotheksverband (Vorstand), im Deutschen Bibliotheksverband (Vorstand) und in der Deutschen Gesellschaft für Information & Wissen (Präsidium).

2017 erhielt Südekum die Bene Merenti-Medaille in Silber der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und 2018 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Veröffentlichungen (Auswahl) Die deutsche Otto-Vita des Konrad Bischoff aus dem Jahre 1473 (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Reihe 1, Bd. 4). Degener, Neustadt/Aisch 1982, ISBN 3-7686-9067-9 (Dissertation Universität Würzburg). Eine Otto-Legende in „Der Heiligen Leben“. In: Dieter Karasek (Hrsg.): Buch und Bibliothek in Bamberg. Festschrift zur Einweihung des zentralen Bibliotheksgebäudes der Universitätsbibliothek (= Schriften der Universitätsbibliothek Bamberg, Bd. 3). Bamberg 1986, S. 379–396, ISBN 3-923507-05-4. als Hrsg. mit Georg Steer, W. Klimanek. D. Kuhlmann und Freimut Löser: Die ‚Rechtssumme‘ Bruder Bertholds. Eine deutsche abecedarische Bearbeitung des ‚Summa Confessorum‘ des Johannes von Freiburg. Synoptische Edition der Fassungen B, A und C (= Texte und Textgeschichte. Band 11–14). 4 Bände. Tübingen 1987. Über die deutschsprachige Otto-Überlieferung. In: Bericht / Historischer Verein Bamberg für die Pflege der Geschichte des Ehemaligen Fürstbistums, Bd. 125 (1989), S. 189–196. Universitätsbibliothek Würzburg. In: Bernd Hagenau (Hrsg.): Regionalbibliotheken in Deutschland (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderhefte, Bd. 78). Klostermann, Frankfurt/M. 2000, S. 389–394, ISBN 3-465-03085-0. Die Reform der bibliothekarischen Ausbildung in Bayern. Aktueller Stand und Perspektiven. In: Margit Brauer (Hrsg.): Spezialbibliotheken zwischen Auftrag und Ressourcen. Geschäftsstelle der ASpB. Marburg 2005, S. 167–174. Sonntagsöffnung an der Universitätsbibliothek Würzburg. In: Bibliotheksforum Bayern, Bd. 34 (2006), S. 236–242. Erwerbung elektronischer Ressourcen. Auswirkungen auf die Etatentwicklung. In: Evelinde Hutzler (Hrsg.): Bibliotheken gestalten Zukunft. Kooperative Wege zur digitalen Bibliothek ; Dr. Friedrich Geißelmann zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag, Göttingen 2008, S. 127–134, ISBN 978-3-940344-43-4.

Literatur Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der deutschen Bibliotheken, Bd. 66 (2015/2016), S. 512.

Einzelnachweise

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