Burchard Stöter (* um 1465 in Neustadt am Rübenberge; † 5. Februar 1528 in Loccum) war ein deutscher Ordensgeistlicher.
Stöter trat in das Kloster Loccum ein, das unter Abt Boldewin Clausing (1504–1519) während der Hildesheimer Stiftsfehde schwer zu leiden hatte. Er wurde nach Boldewins Tod am 18. November 1519 zum Abt von Loccum gewählt.
Im Jahre 1520 schickte er zwei Loccumer Mönche, Ludolf Herzog und Antonius Corvinus, zum Studium nach Leipzig. Am 5. Februar 1528 wurde Abt Burchard von einem Münchehager Bauern namens Hans Meyer im Streit um eine Landvergabe mit einer Axt erschlagen. Der Abt wurde in der Klosterkirche beigesetzt. Sein Nachfolger als Abt wurde Magnus Schlüter (1528–1536).
Eine Kreuzsteinplatte aus Sandstein innen an der Wand des nördlichen Seitenschiffs in der Klosterkirche erinnert an die Mordtat. Die lateinische Inschrift lautet:
Literatur Christoph Erich Weidemann: Geschichte des Klosters Loccum. Mit Urkunden und einer Kupfertafel. Nach Weidemann’s Manuscripte bearbeitet, fortgesetzt und herausgegeben von Friedrich Burchard Köster. Baier, Göttingen 1822. (Digitalisat aus Wien und Digitalisat aus Harvard von Google Bücher)
Einzelnachweise
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