Nilbar Güreş (geboren 1977 in Istanbul) ist eine Künstlerin, die sowohl kurdische, wie türkische Wurzeln hat. Sie lebt und arbeitet in Wien, Neapel und Istanbul.
Ausbildung Ihre künstlerische Ausbildung erhielt Nilbar Güreş zunächst an der Marmara-Universität in Istanbul, später an der Akademie der bildenden Künste, wie der Universität für angewandte Kunst Wien.
Werk In ihrem vielschichtigen Werk arbeitet Nilbar Güreş in freier Weise mit verschiedensten Materialien und Medien. Neben zarten kleinformatigen Zeichnungen umfasst es Collagen, Malereien, Fotografien, filmische Arbeiten, Installationen und Mixed-Media-Skulpturen, die bisweilen monumentale Größe annehmen können und von hoher poetischer Ausstrahlungskraft sind.
Eine ihrer besonderen Vorlieben gilt dabei dem Arbeiten mit Textilien aller Arten und Herstellungstechniken. Auch tritt Nilbar Güreş in Performances auf. In ihren Werken erforscht sie Themen um weibliche Identität und Sexualität, soziokulturelle Rollenzuschreibungen der Frau, Beziehungen zwischen Frauen und ihren Häusern und öffentlichen Räumen sowie Beziehungen zwischen Frauen. Sie beschäftigt sich auch mit dem Bild der muslimischen Frauen in Europa.
Auszeichnungen und Stipendien
2012: Aufenthalt im International Studio & Curatorial Program in New York, unterstützt vom BMUKK, Wien. 2013: Hilde-Goldschmidt-Preis 2014: Otto-Mauer-Preis 2015: die fünfte Ausgabe des BC21 (Belvedere Contemporary) Art Award in Österreich 2018: Artist Award der London Art Fair 2021: De'Longhi Art Projects 2021: Prix Maud Mottier Award 2023: Outstanding Artist Award für Fotografie des Ministeriums für Kunst und Kultur Wien 2023: Forschungsstipendium des Ministeriums für Kunst und Kultur Österreich
Ausstellungstätigkeiten Nilbar Güreş kann auf äußerst vielfältige, internationale Ausstellungstätigkeiten zurückblicken, die ein breites, globales Medienecho hervorgerufen haben. Sie hat, unter anderem auf der 6. Berlin Biennale (2010), der SeMA Biennale Mediacity, Seoul (2012), der 31. Biennale von São Paulo (2014) und der 20. Biennale von Sydney (2016) ausgestellt.
Einen Höhepunkt ihrer künstlerischen Karriere stellt das Jahr 2026 dar. Von der Istanbul Foundation for Culture and Arts wurde sie zur Repräsentantin des türkischen Pavillons auf der 61. Venedig-Biennale ausgewählt. Die Kuratierung übernahm Başak Doğa Temür.
Literatur
Weblinks
Website der Künstlerin
Einzelnachweise
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