Siegfried Graßmann (* 1935),Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge für die Gemeindewahl am 26. Mai 2013 in der Gemeinde Ammersbek, Wahlkreis 004, Ammersbek.de, PDF-Datei, S. 5, 15. April 2013, abgerufen am 20. August 2023. auch Grassmann geschrieben,Grassmann (ß), Siegfried, Dr. phil. Oberstudiendirektor a. D., in: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 1999/2000. 38. Auflage. Schmidt-Römhild, Lübeck 1999, ISBN 3-7950-2026-3, S. 460. ist ein promovierter ehemaliger deutscher Lehrer, Schulleiter und Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands.

Leben Graßmann promovierte 1964 an der Freien Universität Berlin mit einer Studie über den Staatsrechtslehrer und Politiker Hugo Preuß, dessen politische und administrative Ideen er nachzeichnete.

Von 1970 bis 1998 leitete er als Oberstudiendirektor das Gymnasium Meiendorf in Hamburg., gymei.de In den Jahren 1972 bis 1980 war Graßmann Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands.Chronik der Vorsitzenden des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands, geschichtslehrerverband.de, abgerufen am 20. August 2023.

Siegfried Graßmann war Herausgeber und Autor der im Westermann Verlag zwischen 1978 und 1983 erschienenen Reihe „Zeitaufnahme. Geschichte für die Sekundarstufe I“ mit sieben Bänden. Diese widmeten sich im Geschichtsunterricht an den Schulen bearbeiteten Themen.Lars Müller: Diskurse und Praktiken der Schulbuchproduktion in der Bundesrepublik Deutschland und England am Beispiel von Afrikawissen. V&R unipress, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8471-1384-3, Anhang: Schulbücher Westermann, S. 511. Im Unterschied zu früheren Geschichtsbüchern der Siebzigerjahre standen die Einzelthemen und Kapitel trotz chronologischer Abfolge unter problemorientierten Überschriften und stellten einen Bezug zur Gegenwart her.Urte Kocka: Sichtachsen. Geschichte und Geschichtsunterricht in Zeiten der Reform. in: Wolfgang Hasberg (Hrsg.): Reform - Erfahrung - Innovation. Biografische Erfahrungen in der Region; ein Kapitel aus der Geschichte der Geschichtsdidaktik. LIT Verlag, Münster 2015, ISBN 978-3-643-13019-8, S. 126. Die Reihe wurde von Graßmann konzipiert und von einem Autorenteam verfasst. Der vierte Band – Von der Nachkriegszeit zur Gegenwart – war Gegenstand einer Schulbuchanalyse zum Thema Entwicklungspolitik.Lars Müller: Entwicklungspolitik als Bildungsinhalt. in: Stephanie Zloch et al. (Hrsg.): Wissen in Bewegung. Migration und globale Verflechtungen in der Zeitgeschichte seit 1945. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2018, ISBN 978-3-11-053578-5, S. 274, 278–279.

Im Ruhestand kandidierte Graßmann 2013 als FDP-Mitglied auf kommunaler Ebene für den Gemeinderat in Ammersbek.Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge für die Gemeindewahl am 26. Mai 2013 in der Gemeinde Ammersbek, Wahlkreis 004, Ammersbek.de, PDF-Datei, S. 5, 15. April 2013, abgerufen am 20. August 2023.

Berufliches Selbstverständnis Während seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Geschichtslehrerverbandes äußerte sich Graßmann 1977 dahingehend, dass Geschichtsunterricht eine antiideologische Betätigung sei; der Geschichtsunterricht erziehe nicht zu weltanschaulichen Positionen, könne diese aber durchschaubar machen.

Schriften Monografie Hugo Preuß und die deutsche Selbstverwaltung. (= Historische Studien. Band 394, ). Matthiesen Verlag, Lübeck/Hamburg 1965, .

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Einzelnachweise

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