mini|Ölbildnis Konsul Ulrich Kühn Ulrich Kühn (* 25. Juli 1690 in Rheineck im Kanton St. Gallen in der Ostschweiz; † 8. September 1757 in Berlin) war preußischer Konsul in St. Petersburg, Kommerzienrat, Kaufmann und Mitinhaber des Handelsunternehmens Pelloutier, Krusemark & Co in St. Petersburg.
Leben und Wirken Abstammung und Ausbildung Getauft wurde Ulrich Kuhn am 25. Juli 1690Heinrich L.Custer (1911-1999), Ein Rheinecker als Preussischer Konsul in St. Petersburg, Der steile Aufstieg der Familie Kuhn, ohne Datum und Angabe der Zeitung archiviert im Staatsarchiv St. Gallen, Signatur: W 076/1.61.4.27, (nicht digitalisiert, auf Anfrage wird Scan übersandt) Heinrich August Custer, Genealogie von Rheineck (Genealogie der vor 1800 in Rheineck verbürgerten Geschlechter", aus den Kirchenbüchern zusammengestellt von Apotheker und Gemeindeammann Heinrich August Custer (1869-1950). Familien: Bärlocher, Baumgartner, Beerli, Binder, Bösch, Dietrich, Diezi, Dornbierer, Gasser, Heer, Höchner, Indermauer, Kuhn, Künzler, Lutz, Messmer, Pfeiffer, Stuckli, Wettler). Nach dem Buchstaben K (Fam. Kuhn) eingebunden sind Anmerkungen über die einzelnen Geschlechter, über die verwendeten Quellen sowie eine Liste über Einbürgerungen und das "Aufbehalten des Bürgerrechts" bei Wegzug. Diese Daten wurden aus den Kirchenbüchern zusammengestellt von Apotheker und Gemeindeammann Heinrich August Custer (1869-1950). 4 Bände A - Z. Die Originalmaterialien befinden sich im Privatarchiv Custer (W 076). Dieses enthält auch die Genealogie der Familie Custer, Bürger von Altstätten, in Rheineck.Signatur, ZVA 4, einzusehen im Digitalen Lesesaal des Staatsarchivs St. Gallen in Rheineck, St. Gallen Schweiz.
Seine Eltern waren Magdalena Kuhn und Joh Kuhn FamilySearch "Ulrich Kuhn", digital. Das Geburtsdatum ist nicht angegeben. Im ersten Einwohnerregister von 1634 wurde die Familie Kuhn als eines der ältesten Rheinecker Bürgergeschlechter genanntWebsite der Ortsgemeinde Rheineck, Portrait, Geschichte, Rheinecker Bürgergeschlechter, abgerufen am 8. Mai 2026, digital. Weitere Informationen zur Abstammung sind zu finden bei Neil Jeffares Neil Jeffares, „Louis Vigée“, Dictionary of pastellists before 1800, London, 2006; online edition (Stichwort „Jassoy“) (abgerufen am 19. August 2023) pastellists.com. Auch die später genannten Familienangehörigen sind der Aufstellung von Neil Jeffares entnommen, soweit nicht zusätzliche Quellen angegeben werden.
Der Vater des Ulrich Kuhn war Johannes Kuhn, Stadtfähnrich (1658 bis 1719)Familysearch digital, der, wie schon der Grossvater Hans KuhnFamilysearch digital (1635 bis 1676) den Beinamen „abm Hof“ (auf dem Hof) führteSteiner, Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bände 16–17, 1968, Auszugsansicht (Seitenzahl und Verfasser werden leider nicht angegeben).
Alle fünf Töchter des Johannes Kuhn, zwei aus der ersten Ehe mit Magdalena Kuhn und drei aus der zweiten Ehe mit Barbara Gruber von Gais (1669 bis 1751) heirateten respektable Persönlichkeiten.
Dazu gehören nach Heinrich L. Custer Custer folgende Schwestern: Anna Kuhn (1681 bis 1733), die Laurenz Heer, Stadtammann von Rheineck (1684 bis 1760) heiratete. Laurenz Heer errichtete nach dem Stadtbrand von 1746 das Haus Baron von Franz. Das Haus markiert am nordwestlichen Anfang der Hauptstrasse den Beginn der Altstadt.Website der Gemeinde Rheineck, abgerufen am 31. Mai 2026, digital
Magdalena Kuhn (1696 bis 1768) heiratete auch aus der bekannten Familie Heer den Johann (Giovanni I) Heer (1680 bis 1752), den Erbauer des LöwenhofesPeter Eggenberger, Einzigartiger Palast in Rheineck, aktualisiert 3. November 2022, in der Tageszeitung «Der Rheintaler», digital. Der prunkvolle Löwenhof gilt als grossartigstes Herrschaftsgebäude des 18. Jahrhunderts im Kanton St. Gallen. Er wurde von dem wohlhabenden Kaufmann Giovanni Heer, dem das Gebäude mit seinem grosszügigen Umschwung als Sommerresidenz diente, erbaut. Heer hatte in Verona eine Firma gegründet, die mit dem Handel von Seiden- und Wollstoffen äusserst erfolgreich warPeter Müller: "Heer, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version von 2003 (Artikel aus der HLS-Druckversion, bearbeitet am 29. Juli 2010). , abgerufen am 4. Juni 2026.
Anna Catharina Kuhn (1705 bis 1764) den Johann de Conrad Heer (1703 bis 1781), Quartierhauptmann.
Alle fünf Töchter des Johannes Kuhn, zwei aus der ersten Ehe mit Magdalena Kuhn und drei aus der zweiten Ehe mit Barbara Gruber von Gais (1669 bis 1751) heirateten respektable Persönlichkeiten.
Dazu gehören nach Heinrich L. Custer Custer folgende Schwestern: Anna Kuhn (1681 bis 1733), die Laurenz Heer, Stadtammann von Rheineck (1684 bis 1760) heiratete. Laurenz Heer errichtete nach dem Stadtbrand von 1746 das Haus Baron von Franz. Das Haus markiert am nordwestlichen Anfang der Hauptstrasse den Beginn der Altstadt.Website der Gemeinde Rheineck, abgerufen am 31. Mai 2026, digital
Magdalena Kuhn (1696 bis 1768) heiratete auch aus der bekannten Familie Heer den Johann (Giovanni I) Heer (1680 bis 1752), den Erbauer des LöwenhofesPeter Eggenberger, Einzigartiger Palast in Rheineck, aktualisiert 3. November 2022, in der Tageszeitung «Der Rheintaler», digital. Der prunkvolle Löwenhof gilt als grossartigstes Herrschaftsgebäude des 18. Jahrhunderts im Kanton St. Gallen. Er wurde von dem wohlhabenden Kaufmann Giovanni Heer, dem das Gebäude mit seinem grosszügigen Umschwung als Sommerresidenz diente, erbaut. Heer hatte in Verona eine Firma gegründet, die mit dem Handel von Seiden- und Wollstoffen äusserst erfolgreich warPeter Müller: "Heer, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version von 2003 (Artikel aus der HLS-Druckversion, bearbeitet am 29. Juli 2010). , abgerufen am 4. Juni 2026.
Anna Catharina Kuhn (1705 bis 1764) den Johann de Conrad Heer (1703 bis 1781), Quartierhauptmann.
Folgende Söhne des Johannes Kuhn (1658 bis 1719) sind nach Heinrich L. Custer besonders erwähnenswert:
Johannes (1685 bis 1708) starb in jungen Jahren in Lyon. Custer nimmt in seinem Zeitungsbericht über Ulrich Kuhn an, dass er im Auftrag der Firma Heer dort weilte.
Conrad Kuhn (1699 bis 1768) spielte im Hause Heer ebenfalls eine bedeutende Rolle. Er führte in Rheineck die Geschäfte der Firma, während sein Schwager (Giovanni Heer) und Chef meist im Filialgeschäft in Verona weilte. Conrad Kuhn soll auch den Bau des Löwenhofes in den Jahren 1742 bis 1746 beaufsichtigt haben. Conrad Kuhn war nicht verheiratet.
Ulrich Kuhn (1690 bis 1757) heiratete am 14. Juni 1711 in Rheineck Magdalena Kuhn (1689-1717) FamilySearch , die Tochter von Balthass Kuhn FamilySearch und Elena Regina Zoll FamilySearch . Aus dieser Ehe entstammt Sabina Kuhn, die im September 1711, also nur 2 Monate nach der Eheschliessung in Rheineck getauft wurde. FamilySearch Die Mutter starb 1717 Family search . Weitere Angaben zur Tochter sind nicht bekannt. Diese Ehe wird von Heinrich L. Custer nicht erwähnt. Sie ist auch nicht in dem Datenblatt von Heinrich August Custer enthalten
Heinrich L.Custer erwähnt nicht den am 8. Dezember 1679 in Rheineck unter dem Namen Geörg Kun getauften Sohn der Eheleute Johannes Kuhn mit Magdalena Kuhn, Johann Georg Kuhn. In einer Bescheinigung der Stadt Rheineck, die sich im Geheimen Staatsarchiv in Berlin befindet Geheimes Staatsarchiv in Berlin, Inventarnummer VI. HA Familienarchive und Nachlässe FA Klaatsch / Wilms Nr. 2 , wird bestätigt, dass der 8. Dezember 1679 in Rheineck geborene Johann Georg Kuhn der Bruder von Ulrich Kuhn gewesen sei. Er habe sich im Mannesalter nach Paris begeben, und seinen Namen geschrieben Joh. George Cuen, auch dort in im Jahre 1738 gestorben sei. Aus einer weiteren Urkunde, an der die Geschwister beteiligt gewesen sind, ergibt sich, dass er beim Tod unverheiratet gewesen sei
Über Ulrich Kühns Ausbildung und die Zeit bis zur Tätigkeit in der damaligen Hauptstadt St. Petersburg des Zarenreiches ist bislang nichts bekannt.
Ob er im Auftrag der Firma Heer ins Ausland zog, oder ob er dies frei und ohne eine solche Verpflichtung tat, weiss Heinrich L. Custer leider nichts. Im Jahre 1732 gelangte schliesslich aus St. Petersburg (Leningrad) ein Lebenszeichen von ihm nach Rheineck und zwar in Form einer Spende von 100 Gulden zugunsten der «freiten Schul».
Berufliche Tätigkeit Kaufmännische Tätigkeit Kühn war seit 1730 Mitinhaber des Pelloutier, Krusemark & Cie und wirkte 1738 als Kurator der großen Konkursmasse des Holzkaufmanns Simon Brumberg.Steiner, Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bände 16–17, 1968. S. 243, Erik Amburger, Fremde und Einheimische im Wirtschafts- und Kulturleben des neuzeitlichen Russland: ausgewählte Aufsätze, S. 248, Auszugsansicht Gesellschafter des Handelshauses waren der Kaufmann Jean Barthélemy Pelloutier (ca. 1694–vor 1736), der Sohn des Kaufmanns Jean Pelloutier und Bruder des Simon Pelloutier (1694–1757), Historiker, Theologe und Altertumsforscher. Er war seit 1722 verheiratet mit Charlotte JassoyFamilySearch Geburtsurkunde (1700–1773), der Tochter des Juweliers Piérre Jassoy (1658–1714) und seiner Ehefrau Catherine Jassoy geb. Sechehaye aus Metz, die, wie die Familie Pelloutier, als Hugenotten nach Deutschland ausgewandert waren. Die Schwester von Charlotte Jassoy war Rachel Jassoy, die Ehefrau des Berliner Kaufmanns Jean George Hainchelin (1689–1751). Nachdem Jean Barthélemy Pelloutier verstorben war, heiratete Ulrich Kühn dessen Witwe Charlotte Jassoy in St. Petersburg im Jahre 1736. Über die aus Metz stammende Familie Jassoy sind wir gut informiert durch das Buch von August Jassoy.August Jassoy, Unsere Hugenottischen Vorfahren, 1908,
Über den Firmenmitinhaber Krusemark ist nichts Näheres bekannt. Amberger erwähnt aber, dass Kühn 1730 Mitglied einer holländischen Handelsgruppe wurde und er 1742 das Amt des preußischen Kommerzienrates übernahmErik Amburger, Fremde und Einheimische im Wirtschafts- und Kulturleben des neuzeitlichen Russland: ausgewählte Aufsätze, S. 248, Auszugsansicht. Jean Pelloutier wird als herausragende Persönlichkeit geschildert, der im Namen der Berliner Kaufmannsgesellschaft handelte, die in der Zeit zwischen den 1720er Jahren und 1730 in scharfem Wettbewerb mit den britischen Händlern das Exklusivrecht für die Lieferung von Stoffen für die russische Armee besaßVictor N Zakharov, Gelina Harlaftis, Olga Katsiardi-Herin, Merchant Colonies in the Early Modern Period, 2015, S. 116 .
Diplomatische Tätigkeit