miniatur|200px|Mahsun Kırmızıgül Mahsun Kırmızıgül (* 26. März 1969Kurzbiografie www.sinemalar.com (türkisch) im Dorf Vezir im Landkreis Hani der türkischen Provinz Diyarbakır als Abdullah Bazencir) ist ein türkischer Sänger, Schauspieler und Regisseur zazaisch-kurdischer Abstammung.
Biografie Herkunft und Kindheit Mahsuns Mutter war mit 18 Jahren Witwe und hatte drei Söhne. Ihr zweiter Ehemann und Vater von Mahsun war aus Bingöl.
Mahsuns Familie mütterlicherseits sowie väterlicherseits spricht Zazaisch, wie er es mehrmals in seinen Interviews erwähnt hatte.Interview mit der Hürriyet Er kam 1969 auf die Welt und erhielt den Namen Abdullah.
Diesen Namen behielt er jedoch nicht lange, denn sein Vater hatte für ihn einen Personalausweis mit seinem Wunschnamen Mahsun ausstellen lassen. Mahsun sah seinen Vater das erste Mal mit sechs Jahren. Die Vaterrolle übernahmen die älteren Brüder, von denen der jüngste, Mahmut, sich sehr um ihn sorgte. Mahmut starb im Alter von 21 Jahren an einem elektrischen Schlag.
Mahsun fing in jungen Jahren an, sich für die Musik zu interessieren, und sang auf vielen Veranstaltungen. Er nahm 1983 an einem Gesangswettbewerb in Diyarbakır teil und wurde Erster. 1984 wurde er bei einem Wettbewerb in Mersin wieder Erster. Er nahm ein Demotape auf, das schließlich bei dem Produzenten Mustafa Güneş vom Label Güneş Plak aus Istanbul landete. Dieser machte mit Mahsun einen Vertrag über vier Kassetten und änderte eigenmächtig Mahsuns Nachnamen in Kırmızıgül (dt.: Rote Rose) um. Als er aber nach mehreren Alben keinen Erfolg hatte, trennten sich die beiden. Mahsun beschloss, eine Musikerausbildung am Konservatorium der İTÜ zu beginnen.
Karriere Den Durchbruch schaffte er 1994 mit seinem Album Alem Buysa, das er beim damals neu gegründeten Label Prestij-Müzik veröffentlichte. Zusammen mit seinen Musiker-Freunden Özcan Deniz und Haluk Levent macht er Prestij-Müzik bekannt, das jedoch später bankrottgehen sollte.
Höhepunkt seiner Karriere war sein 1998 veröffentlichtes und bis heute über 1.800.000-fach verkauftes Album Yıkılmadım. Es brachte ihm mehrere Auszeichnungen ein, unter anderem die Preise für das meistverkaufte Album 1998 und für das beste Lied 1998 „Yıkılmadım“. Er wurde zum besten Musiker seiner Musikrichtung gewählt und gewann so den Altın Kelebek Award als bester türkischer Volksmusiker und anschließend noch einen Preis als bester türkischer Musiker im Arabesk/Fantezi. Sein letztes Album Dinle war mit etwa 260.000 verkauften Alben den Umständen entsprechend ein Erfolg, da kaum mehr jemand in dieser Branche mehr als 500.000 verkauft.
Musikstil und Bedeutung Er wird häufig der Arabeskmusik zugerechnet, lehnt diese Bezeichnung wie die meisten Künstler für seine Musik jedoch ab. Außerdem hat Mahsun Kırmızıgül die „Arabesk-Fantezi“ -Musikrichtung in eine neue Richtung bewegt. Seiner Musikrichtung folgten viele neue Sänger u. a. Özcan Deniz und Alişan.
Filmdebüt Im Herbst 2007 lief sein Debüt-Spielfilm Beyaz Melek (zu dt.: Weißer Engel) in den Kinos an. Er schrieb das Drehbuch, spielte eine der Hauptrollen und führte Regie. In einigen Szenen wird Mahsuns Muttersprache Zazaisch geredet. Sein zweiter Film Güneşi Gördüm (zu dt.: Ich sah die Sonne) lief am 12. März 2009 in den türkischen Kinos an. Für den Film Gecenin Kanatları (2009, dt.: Flügel der Nacht) schrieb er das Drehbuch.
Diskografie Studioalben 1984: Yürek Yarası 1985: Buda Yeter 1986: Terkedildim 1987: Sarışınım 1988: Paylaşamam 1989: İstanbul Geceleri 1990: Şimdiki Zaman 1991: Nilüfer 1993: Alem Buysa Kral Sensin 1994: 12'den Vuracağım 1995: Mutlu Ol 1995: Acılar İçinde 1996: Sevdalıyım - Bu Sevda Bitmez 1998: Yıkılmadım - Annem Annem 2000: Yoruldum - Melekler Ağlar 2002: Yüzyılın Türküleri 2004: Sarı Sarı – Başroldeyim 2006: Dinle 2022: Hoş Geldin
Kompilationen 1995: Dünden Bugüne 1997: Nostalji 1 2003: Bir Demet Kırmızıgül
Kollaborationen 1996: Arabesk'in Prensleri (mit Emrah)
EPs 1995: İnsan Hakları 2022: MK22 2026: Gönlümdeki Şarkılar 2026: Gönlümdeki Şarkılar 2
Singles (Auswahl) 1998: Yıkılmadım 1998: Belalım 2004: Sarı Sarı 2004: Nemrudun Kızı 2004: Hayat Ne Garip (mit Cem Karaca) 2006: Dinle 2006: Gül Senin Tenin 2006: Sevdiğim 2019: Yoksun Sen 2022: Hırka 2023: Psikoloji (Benim Adım İsyan) 2024: Unutmam Seni
Filmografie Spielfilm 1987: Yaşamak Haram Oldu 2007: Beyaz Melek 2009: Güneşi Gördüm 2009: Gecenin Kanatları 2010: Fünf Minarette in New York 2015: Mucize 2017: Vezir Parmağı 2019: Mucize 2: Aşk 2023: Prestij Meselesi
Fernsehen 1994: Alem Buysa 1996: Bu Sevda Bitmez 1997: Hemşerim 1998: Yıkılmadım 2003: Zalim 2005: Aşka Sürgün 2011–2013: Hayat Devam Ediyor 2012: Benim İçin Üzülme 2012: Babalar ve Evlatlar
Auszeichnungen 1997: Kral Türkiye Müzik Award in der Kategorie Bester türkischer Volksmusiker 1999: Kral Türkiye Müzik Award in der Kategorie Bester Fantezi-Musiker 1999: Kral Türkiye Müzik Award in der Kategorie Song des Jahres (für Yıkılmadım) 1999: Altın Kelebek Award in der Kategorie Bestes Musikvideo (für Kardeşlik Türküsü) 2000: Altın Kelebek Award in der Kategorie Bester Fantezi-Musiker 2005: Altın Kelebek Award in der Kategorie Bester Fantezi-Musiker 2007: Altın Kelebek Award in der Kategorie Bester Fantezi-Musiker
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